Hexenmeister sind eine der beliebtesten Klassen in D&D, die neueste Konkurrenz macht sie jetzt ganz anders

Critical Role Daggerheart Hope and Fear Warlock Titel

Unter den Klassen von Dungeons & Dragons sticht der Hexenmeister zwar mit seiner Art zu zaubern hervor, unterscheidet sich sonst aber nur rudimentär von anderen Zauberwirkern. Daggerheart zeigt nun seine Version der Klasse, und die sieht gänzlich anders aus.

Schaut man sich die Umfragen in der Community an, so zählen Hexenmeister immer zu den Top-Favoriten der Spieler in D&D. Zu Beginn von Baldur’s Gate 3 standen die Pakt-Zauberer sogar auf dem dritten Platz der Beliebtheits-Skala.

Die Klasse macht vor allem aus, dass sie zwar wenige Zauber-Slots hat, diese dafür schon nach einer kurzen Pause auffüllen kann und stets mit maximaler Kraft (oder eben „auf höchster Stufe“) zaubert. Was Hexenmeister aber im Rollenspiel von ihren Kollegen unterscheidet, bekommt man eher selten mit:

  • Zauberern wird Magie schlicht angeboren, sie können zaubern, weil es ihnen buchstäblich im Blut liegt.
  • Magier „lernen“ Magie auf der Akademie, sie sind so etwas wie die Streber der Zauberkunst.
  • Hexenmeister dagegen wählen den einfachen und kurzen Weg: Sie verkaufen ihre Seele an einen Patron – das kann eine Erzfee sein, ein Untoter, ein Teufel oder etwas anderes Mächtiges.

Genau dieser Pakt kommt in D&D aber regeltechnisch so gut wie nie vor, außer in Form von kleinen Gimmicks für die Klasse. Jetzt hat Daggerheart, das Pen&Paper der beliebten Truppe Critical Role, seine eigene, offizielle Version des Hexenmeisters entworfen und will auf den besonderen Aspekt der Paktierer deutlich stärker eingehen.

Video starten
Critical Role stellen ihr neues, eigenes Rollenspiel vor: Daggerheart

Endlich spielt es eine Rolle, mit wem ihr einen Pakt schließt

Im August erscheint „Hope and Fear“, die erste Erweiterung für Daggerheart. Teil davon ist die Hexenmeister-Klasse. Daggerheart nimmt sich zwar einiges an Inspiration von D&D, und man erkennt Gemeinsamkeiten, das System macht aber deutlich sein eigenes Ding. Das merkt man auch bei der neuen Klasse:

  • Hexenmeister in Daggerheart spielen mit der „Gunst“ ihres Patrons.
  • Gunst kann ausgegeben werden, um verschiedene Vorteile zu bekommen, abhängig vom gewählten Pakt.
  • Möglich sind Dinge wie Vorteile auf bestimmte Würfe, Status-Effekte für Gegner, das Neuwürfeln eines Wurfs oder Erhöhung der Angriffs-Reichweite.

Je nach Auswahl ist der Hexenmeister nicht mehr nur der Typ, der mit Eldritch Blast um sich wirft (und damit alles oneshottet), sondern kann eine Art Tank, Unterstützer oder … eben der Typ sein, der mit Eldritch Blast alles oneshottet. Nur etwas cooler.

Unter unseren Kollegen ist übrigens ein riesiger Fan von Daggerheart, der sich den Hexenmeister schon in einer Vorab-Version angeschaut und mit ihm gespielt hat. Seine Einschätzung lest ihr auf Seite 2.

Was haltet ihr vom Hexenmeister in Daggerheart? Welche Klasse spielt ihr am liebsten – oder welches P&P-System bevorzugt ihr überhaupt? Persönlich bin ich ja riesiger Fan von DSA. Schreibt gerne einen Kommentar!

Interessanterweise habe ich erst vor ein paar Wochen schon einmal über Hexenmeister geschrieben, jedoch nicht im Bereich Tabletop, sondern in Diablo. Denn Blizzard hat die Klasse gleich dreimal veröffentlicht und das mit verblüffend vielen Unterschieden: Blizzard zeigt einen neuen Hexenmeister, sieht aus wie der aus Diablo 4, aber wirkt ganz anders

Kommentare

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
2 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
evilsohn

Auf den Warlock bin ich auch schon gespannt – habe mir das Buch direkt zur Ankündigung vorbestellt.

Am liebsten spiele ich allerdings GeneSys von Edge (ursprünglich von Fantasy Flight Games), die logische Fortsetzung des Star Wars 3er-gespanns von FFG als Universal-Regelsystem: mit seinen Erzähler-Würfeln bekommt man so viel mehr als nur ein binäres Erfolg/Fehlschlag von seinem Wurf und das hat mich bei Star Wars von der ersten Sekunde an schwer beeindruckt und direkt überzeugt.
Auch Critical Role gaben im Daggerhart Regelbuch GeneSys als eine der Inspirationen für ihr System an, und beim Hope/Fear System merkt man das deutlich.

Tatsächlich gespielt wird aktuell aber ein anderes System:
Ironsworn: Starforged, ein Sci-Fi System, dass man sowohl Solo, Co-Op oder mit Spielleiter spielen kann. Wir versuchen uns gerade am Co-Op. Das kommt bei der Gruppe, die das klassische D&D Spielen mit Spielleiter gewohnt sind, eher durchwachsen an. Mir persönlich (80% meiner Zeit mit TTRPGs als Spielleiter zugebracht) kommt das erfrischend anders vor, gemeinsam eine Geschichte zu formen und zu erzählen. Etwas, das ja auch Daggerheart versucht zu ermöglichen.

Juergen

Wenn du Hope & Fear vorbestellt hast, dann guck mal auf die Bestellseite des CR-Shops zu deiner Vorbestellung, da solltest du einen Download-Link fürs PDF seit dieser Woche finden. Da kannst du es schonmal herunterladen und dir den Warlock sowie die anderen neuen Klassen und weiteren Goodies ansehen. Es ist ein wirklich gelungenes Buch geworden.

2
0
Sag uns Deine Meinungx