Cyberpunk 2077 regt sich über die Presse auf

Beim Action-RPG Cyberpunk 2077 gibt es derzeit Diskussionen zum Thema Mikrotransaktionen. Doch die müssten gar nicht sein, wenn einige Presse-Webseiten richtig aufgepasst hätten. Das bemängeln nun auch die Entwickler des Spiels.

Was ist passiert? In einem Gespräch über die Finanzen berichtete der Präsident von CD Projekt Red, Adam Kicinski, von Mikrotransaktionen in Cyberpunk 2077. Diese kaufbaren Inhalte, zum Beispiel in Form von Skins für Ausrüstungen oder Kostüme, soll es geben und sie sollen fair gestaltet sein:

Das Ziel ist es, die Monetarisierung so zu gestalten, dass die Menschen gerne Geld ausgeben. Und nein, ich bin nicht zynisch. Ich versuche nicht, etwas zu verbergen. Es geht darum, das Gefühl von Wert zu vermitteln, immer.

Das gilt auch für unsere Basisspiele, unsere Singleplayer-Spiele. Wir wollen, dass die Spieler glücklich sind, während sie Geld für unsere Produkte ausgeben. Dasselbe gilt für Mikrotransaktionen. Also ja, diese könnt ihr natürlich erwarten, und Cyberpunk 2077 ist ein großartiger Rahmen, um Dinge zu verkaufen, aber es wird nicht aggressiv sein. Es wird die Spieler also nicht verärgern, sondern es wird sie glücklich machen. Das ist zumindest unser Ziel.

Adam Kicinski im Earnings Call

Nach dieser Aussage folgten einige Artikel in der Gaming-Presse, in denen über die Mikrotransaktionen in Cyberpunk 2077 berichtet wurde. Dafür wurde auch ein alter Tweet ausgegraben, indem es hieß, dass das RPG diese eigentlich gar nicht haben sollte.

Einige sahen darin sogar das Versprechen von CD Projekt Red als gebrochen an.

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Was ist das Problem? Im Oktober 2019 gab es einen Livestream, in dem die Entwickler darüber sprachen, dass Cyberpunk 2077 im Singleplayer definitiv ohne Mikrotransaktionen auskommen wird.

Auf Nachfrage zum Multiplayer äußerte sich Adam Kicinski damals vorsichtiger und sagte, dass man alles berücksichtigen würde (via PCGamesN).

Dass nun einige Webseiten aggressiv über die Mikrotransaktionen berichtet haben, hätte also vermieden werden können. Denn die standen im Multiplayer immer zur Debatte. Das hatte man auch im letzten Jahr bereits kommuniziert. So hatten unter anderem unsere Kollegen von der GameStar im November 2019 darüber berichtet.

Cyberpunk 2077 Jonny Silverhand Titel
Superstar Keanu Reeves ist mit dabei und soll in Cyberpunk 2077 eine wichtige Rolle spielen.

Cyberpunk beschwert sich über „Clickbait“

Wie reagierten die Entwickler? In einem Tweet teilte das Team hinter Cyberpunk 2077 mit, dass die Leute nicht auf den Clickbait hereinfallen sollen. Das Rollenspiel soll weiterhin im Einzelspieler ohne Mikrotransaktionen und auch sonstige Tricks auskommen.

Stattdessen sind DLCs geplant, wie bei The Witcher 3, wobei es diesmal wohl mehr DLCs geben soll. Einige davon sollen ebenfalls wieder kostenlos sein. Spätestens zum Release am 19. November wird es wohl eine Übersicht über die Zusatzinhalte geben.

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Wird der Multiplayer ähnlich wie GTA Online?

Das wissen wir derzeit über den Multiplayer: Jahrelang wurde spekuliert, was den Multiplayer zu Cyberpunk 2077 ausmacht oder ob es ihn überhaupt geben wird. Erst im September 2019 wurde dieser offiziell bestätigt und dort sogar als „zweiter AAA-Release“ betitelt.

Allerdings steht der Release davon in weiter Ferne. Der Plan der Entwickler sieht erstmal vor, die Einzelspieler-Version zu veröffentlichen und danach mit DLCs zu erweitern. Schon ein Release 2021 galt vor Corona als unwahrscheinlich.

Cyberpunk Online klingt viel eher wie ein Projekt in Richtung GTA Online. Auch hier erschien zuerst ein Singleplayer ohne Mikrotransaktionen. Die Online-Version wird auch heute noch regelmäßig um spielerische und eben auch für Echtgeld kaufbare Inhalte erweitert. Genaue Details zum Mutliplayer des Action-RPGs gibt es jedoch noch nicht.

Wer jetzt schon ein Cyberpunk-Spiel mit Multiplayer ausprobieren möchte, kann sich Mankind Reborn anschauen. Dieses MMORPG befindet sich bereits in einer spielbaren Alpha.

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Luripu

Regt man sich schon über ungelegte Eier auf?
Erstmal muss der Multiplayer spruchreif sein
und das kann sicherlich noch Monate/Jahre dauern.
Dann muss man schauen,was es überhaupt zu kaufen gibt.
Den Krempel in Destiny habe ich mir nie angeschaut,wozu auch in einem FPS?
Da Cyberpunk auch FP ist,sind mir Outfits die ich eh nie sehe,
sowas von egal.

Cameltoetem

Bei so einem Cyberpunk Online wäre ich auf jeden Fall am Start. Und wenn sie da nur Fummel verkaufen die man fürs Kern Gameplay nicht braucht soll es mir recht sein.

Chris

CD Project Red ist tatsächlich das aller letzte Studio, bei dem ich einfach vertrauen habe. Ich mache mir bei denen wirklich keine Sorge um Mikrotransaktionen. Ich bin diesem Studio und seiner unglaublichen Arbeit wirklich dankbar. Kein anderes Studio hat meiner Meinung nach so sehr den Fokus bei der Kundenzufriedenheit.

diesel

Es gab auch schon andere heilig gesprochene Studios die trotzdem schnell tief gefallen sind. Oft reicht auch nur ein kleines Windchen um den größten Shitstorm auszulösen. BioWare, Naughty Dog… Studios die vom Ruf völlig zerstört wurden, auch CD Project Red ist davor nicht gefeit. Gameplay Trailer von Cyberpunk wurden schon massiv downgevotet und in den Kommentaren tummelte sich reinster Hass. Scheiss Animationen, langweilig, Scheissgrafik, Ego-Sicht hiess es da u.a.. Cyberpunk wird nicht in gleichem Maße begeistern wie Witcher 3, da werden so einige „Fanboys“ gespalten werden. Bei Steam wird es sich irgendwann im 70er %-Bereich einpendeln, „zum größten Teil positiv“ bedeutet das. Der Rest wird Cyberpunk zerreissen

Sanke

Bioware ist gefallen nachdem es 2007 durch EA aufgekauft wurde.
Und bei Bioware hat es dann dennoch eine Weile gedauert.

Naugthy Dog die talentierten Schreiber gehen lassen und mit Druckmann ersetzt.

Keiner sagt es ist unmöglich aber bei Ihnen gibt es noch genug Grund das man Ihnen „benefit of the doubt“ geben kann.
Aber wenn du eine so extreme Vorhersage machst, warum glaubst du das es so extrem wird?
Was hat sich bei CD Project Red geändert das du glaubst das es nicht viel wird?

PS: Kaum einer gibt mehr besonders viel auf die Meinung der Videospiel Presse, es geht schon so weit das welche sagen das ein zu gut bewertet Spiel argwöhnisch beobachtet wird.

Captain Bimmelsack

Hi ihr drei. Die Firma schreibt sich CD Projekt RED – mit k.

Und „BioWare und Naughty Dog vom Ruf völlig zerstört“ ist ja wohl mal arg übertrieben.

diesel

Die Autoren sind nicht mehr die gleichen wie bei Witcher 3, das kann oft das Zünglein an der Waage sein, das Team ist enorm gewachsen was meist schlecht ist. Die Spiele verlieren dadurch oft die persönliche Note der Entwickler sobald es mehr werden. Drew Karpyshyn berichtete davon erst kürzlich das es immer weniger spaß machte weil BioWare zusehends wuchs und ihre Spiele mehr auf Gewinn Kalkulationen hin ausgerichtet wurden. Obsidian sagt, ein Team muss überschaubar sein, aus genau diesen Gründen. Damit Ideen persönlicher bleiben und werden. Ich glaube ihnen. Siehe auch Ubisoft, 1000 Mann Team bei Ghost Recon Breakpoint = katastrophales Spiel

Sanke

Ok, das sind zumindest Gründe wieso man selber weniger Vertrauen hat.
Nicht jedes Studio fällt sobald es sich vergrößert, bei ein paar geht das, ein paar brauchen lange und wenige fallen sofort.
Die beste Version zu vergrößern ist sicherlich ein neues Team draus zu machen das eigene Spiele entwickelt statt alles in ein Team zu stecken.

Shin’en, das Studio hinter Fast RMX aus Bayern sagt btw auch das die nicht vergrößern wollen aus genau den Gründen.

Schuhmann

Was man jetzt so gelesen hat, ist aber, dass bei Ubisoft ein Mann das Sagen hatte, der immer seinen Stiefel runtergezogen hat und alle Spiele damit prägte. Da war’s eher das Problem, dass ein Typ zu viel Macht hatte und zu viel „kreativen Einfluss.“

Natürlich wird’s mit einem großen Team schwerer „eine gemeinsame Vision“ zu verfolgen. Aber es wird dadurch nicht unmöglich.

Wenn die Spiele immer größer werden, dann brauchst du auch mehr Leute. Das ist doch logisch.

Grade weil Spieler ja unheimlich Fleißarbeit wollen: Es geht ja darum, dass viel Content da ist, viel Story, viele verschiedene Gegner, viele Waffen.

Das läuft alles über Manpower. Und das wird auch schon lange ausgelagert.

Aber wichtig ist dann die Struktur und die Führung, dass eben jeder auf dasselbe Projekt hinarbeitet.

Ich hab gelesen: Bei ESO war das in der Entwicklung angeblich ein Riesen-Problem, weil die Leute verschiedene Spiele machten. Die einen machten „Dark Age of Camelot 2“ und die anderen macht: „World of Skyrim“.

Und genau das sah man ESO zum Release dann an. Die haben es in den Jahren danach aber gebacken bekommen, sich auf eine Vision zu einigen.

Wenn jeder weiß, wo das Spiel hinsoll, dann kannst auch große Teams haben. Aber klar ist das schwerer.

Paradox, die Strategie-Freaks, sind auch riesig gewachsen: Aber die Spiele sind besser geworden.

Crusader Kings 3 ist viel besser als Crusader Kings 1.

Chris

Ich sage einfach nur, das Studio hat mein Vertrauen verdient. Das kann natürlich enorm schnell futsch gehen. Aber das ist meiner Meinung nach vertretbar, wenn ich bedenke wie oft mich dieses Studio positiv überrascht hat. Werde mir vermutlich eh nicht Cyberpunk zum Release holen, wegen Zeitmangel. Von daher spielt es aber sowieso keine Rolle ^^

Bodicore

Das heilige Bioware musste sich aber ganz schön viel Mist leisten, bis sie an dem Punkt waren wo sie heute sind und die Leute nicht einmal mehr hoch schauen wenn die was ankündigen. Schnell gefallen ist anders.

Selbst wenn Cyberpunk nur halb so gut wird wie The Witcher 3 würde warscheinlich keine Kopie weniger von Witcher 4 verkauft werden.

Wen wenn nicvt CPR soll man denn noch anbeten ?

Sanke

CD Project Red ist sicherlich ein Studio das Grundsätzlich erstmal noch Vertrauen der Spieler verdient hat.
DLC ist absolut ok, die machten bei Witcher 3 ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis bei dem.
Microtransactions auch im Multiplayer meh, aber ich werde den wenn ich es kaufe vermutlich kaum oder gar nicht nutzen, aber schauen wir mal.

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