Die Kämpfe – leicht zu erlernen, schwer zu steuern
Neben der Spielwelt sind für mich vor allem die Kämpfe das große Highlight von Crimson Desert. Angriffe fühlen sich wuchtig an. Mit nur einer Taste lassen sich Standardgegner bereits mit spektakulären Angriffsketten aus dem Leben boxen – ähnlich wie in der Batman-Arkham-Reihe oder in den jüngsten Spider-Man-Games.
Anfangs flankieren Ausweichbewegungen, Paraden und Angriffe mit der ausgerüsteten Fernkampfwaffe das eigene Arsenal. Erlernte Talente und die aktiven Effekte der Abyss-Ausrüstungen bringen dann zunehmend mehr Tiefe mit, bis man Zugriff auf eine ganze Reihe von Würfen, Tritten sowie Waffen-Skills hat.
Dazu kommen Gadgets wie der Greifhaken, die mit den zugehörigen Talenten ebenfalls im Kampf nützlich sind. Und man kann immer mal wieder auch besondere Fertigkeiten einsetzen – etwa einen Luftschlag, den Kliff mit einem bestimmten Pfeil-Typ auslöst – oder die Umgebung anderweitig zu seinem Vorteil nutzen (ein simples Beispiel: explosive Fässer).
Nach über 50 Stunden gehen mir die Kämpfe trotz der komplexen Steuerung tatsächlich gut von der Hand. Ich habe die Tastenkombinationen für meine wichtigsten Angriffskombinationen im Kopf und versuche auch nicht mehr, mit dem Reindrücken des linken Analogsticks einen Gegner zu markieren – damit aktiviere ich den Greifhaken.
Es war jedoch ein langer, oft frustrierender Weg, um zu diesem Punkt zu gelangen. Manch einer dürfte vorher schon aussteigen. Auf dem Controller sind viele Tasten mehrfach belegt oder zumindest ein Teil wichtiger Tastenkombinationen. Tastatur und Maus habe ich nur kurz angetestet, weil sich Kliff und die Kamera deutlich besser mit dem Controller durch die Spielwelt navigieren lassen.
Mehr Infos zur Steuerung findet ihr hier:
Ein Spiel, das mit seinem Umfang erschlägt
Wer Crimson Desert eine Chance geben will, sollte viel Zeit mitbringen. Die Spielwelt ist riesig und keineswegs leer. Überall warten Quests und Aktivitäten auf Kliff. Zudem schaltet man über die Hauptgeschichte und andere Auftragsketten auch nach dutzenden Stunden immer noch neue Funktionen und Inhalte frei.
Ich denke hier etwa an das neue Lager der Graumähne, das Kliff durch seine Taten sukzessive ausbaut. Mittlerweile finde ich dort einen Koch, einen Schmied, mehrere Händler, mein eigenes Haus und eine Kutschen-Station, von der aus ich Handel mit anderen Kaufleuten betreiben kann.
Darüber hinaus kann ich einige der zwischenzeitlich gefundenen Clan-Mitglieder auf Missionen schicken, um Vorräte ranzuschaffen, Verbündete zu unterstützen, feindliche Festungen zu schwächen oder die Voraussetzungen für weitere Lager-Upgrades zu schaffen. Ganz frisch konnte ich die Landwirtschaft freischalten. Für die Viehzucht fehlt mir noch eine vorab notwendige NPC-Quest.
Ich habe mich darüber hinaus schon an Pferderennen, Armdrücken, eine Runde „“Stein, Schere, Papier“, Boxkämpfen, Glücksspiel, dem Zähmen von Pferden, Wettbewerben im Bogenschießen und mehr versucht. Noch gar nicht gesehen habe ich nach all den Stunden die weiteren Mount-Typen wie Drachen, Saurier, Bären oder Mechs, den Fächer als Waffe oder das Jetpack. Schon irgendwie wild …
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Quasi ein “Offline MMO”? Ich denke das ist was für mich. Sofern ich die Steuerung meistern kann. Da war ich noch nie gut. Ich scheitere schon an der Steuerung wenn ich zwei Spiele im selben Zeitraum spiele. Dann drücke ich oft schon bei einfachen Manövern den falschen Button. Weil er im anderen Spiel eben darauf belegt wurde
Quasi ein “Offline MMO”?
Von der Größe und vom Umfang der Systeme und Features her auf jeden Fall. Und man findet sehr viele Elemente, die man schon aus Black Desert kennen könnte, etwa das Parcours-System, das Zähmen von Pferden, Begleiter, die looten und und und.
Ich habe jetzt mehre Reviews gesehen, was gibt’s denn jetzt tatsächlich in der Open world zu entdecken?
Außer mehr vom gleichen in einer noch größeren Welt?
Huhu, danke für deine Fragen, ich geb das mal an unsere Anspieler weiter!
Ich möchte aber darauf hinweisen, dass wir für genau solche Fragen gerade eine kleine Q&A-Runde laufen haben <3
In allen Regionen von Pywel entdeckt man unter anderem:
Neue Fraktionen, Questgeber, Aufgaben auf Schwarzen Brettern, Missionen für die Graumähnen-NPCsSchnellreisepunkte, Abyss-Rätsel, Versiegelte Abyss-ArtefakteFeindliche Lager, Camps und Befestigungen, die man von Feinden säubern kann, um die Region drumherum zu befriedenWeitere Möglichkeiten/Stützpunkte für den Handel von Waren (mit einer Pferdekutsche, die Preise schwanken von Ort zu Ort)Zahllose Points of Interests mit optionalen Bossen, Rätseln, Geheimnissen (beispielsweise eine Burg voller Spinnen und einer komplexen Maschine, die man wieder zum Laufen bringen kann)
Das liest sich teils wie mehr vom Gleichen, fühlt sich aber ganz oft nicht so an, da man auch nach dutzenden Stunden noch neue Funktionen und Systeme freischaltet, die dann in den Aufgaben der offenen Welt zum Tragen kommen (beispielsweise in Rätseln und Quests). Auch Besonderheiten wie den steuerbaren Mech gibt es nicht überall, sondern sie gehören fest zu bestimmten Regionen der Spielwelt.
Ich hoffe, diese Ausführungen konnten deine Frage beantworten. 🙂
Die Antwort ist auch in unserem Q&A-Artikel gelandet, weil sicherlich noch mehr Leser mehr zur Open World erfahren möchten. Vielen Dank für die Frage!
Klingt wie ein Skyrim Klon nach der Ubisoft Formel.
Und nichts von dem was ich gehört oder gesehen habe klingt besonders gut.
Dann ist es vielleicht nichts für dich. Für mich klingt das genau nach dem Spiel das ich erwartet habe. Falls die Story nicht so einschlägt kann man sie ja noch reworken. Wichtig wäre das die Aktionäre dem Spiel mal etwas Zeit geben..
Sehr ausführlicher Artikel! Der macht Lust auf mehr!