Wie MMO-like sind die Quests?
Crimson Desert nutzt nicht nur am Anfang, sondern auch noch nach dutzenden Stunden seine Quests, um euch den Zugang zu immer neuen Funktionen und Features des Spiels zu ermöglichen und diese auszuprobieren. Aufgrund der enorm breiten Palette an Inhalten – vom Ackerbau über das Zähmen von Pferden bis hin zum Versenden von NPCs auf Missionen – ist bereits dadurch Abwechslung garantiert.
Die Quests von Hauptgeschichte und größeren Nebenauftragsketten münden zudem immer wieder in erinnerungswürdigen Highlights wie toll inszenierten Bosskämpfen oder einer epischen Belagerungsschlacht, die über mehrere Stunden hinweg in mehrere Phasen mit ganz unterschiedlichen Zielen unterteilt ist.
Teils erhält man die Aufgaben von statisch in der Welt herumstehenden NPCs oder von den Schwarzen Brettern der Siedlungen, wie es bei vielen MMORPGs üblich ist. Immer wieder fangen einen aber auch Leute (oder Brieftauben) ab und drücken Kliff eine dringende Nachricht in die Hand.
Oder der Graumähne stolpert regelrecht in eine Aufgabe, etwa weil ihm ein Mann plötzlich vor die Füße fällt. Stellt sich heraus, er wollte gerade den Schornstein reinigen. Dank Parcours-System, mit dem Kliff quasi alles erklettern kann (wenn die Ausdauer reicht, Zelda lässt grüßen), steht er ein paar Augenblicke später selbst auf dem Dach und schwingt den Besen.
Ich hatte gleichermaßen Spaß dabei, mal gezielt einer Questreihe zu folgen oder mich beim Erkunden einfach nur mal treiben zu lassen und zu schauen, welche Aufträge beim Erkunden einer Region auf mich warten. Langeweile ist in Pywel ein Fremdwort.

Die Schattenseite der Heldenarbeit
Doof fand ich aber, dass einige Auftragsketten nicht logisch aufeinander aufbauen. In diesen Fällen erscheint nach dem absolvierten Ziel X plötzlich das neue Ziel Y, das nichts mit den jüngsten Ereignissen zu tun hat, und ich denke mir: Wo kommt das denn jetzt plötzlich her? Davon war bislang nie die Rede. Hatte Kliff eine Eingebung?
Ab und an führen Quests sogar zu Frust, weil sich Crimson Desert trotz zahlreicher Tutorial-Hinweise konstant untererklärt gibt. Teils reicht es, ein kleines Detail zu übersehen, und man rätselt eine Ewigkeit an der Lösung einer Aufgabe herum. Ab und an muss man aber auch an genau der richtigen Position stehen, damit die entscheidende Taste für die von der Quest verlangten Aktion eingeblendet wird.
Und dann hatte ich hier und da auch das Gefühl, dass die deutschen Texte nicht immer fehlerfrei übersetzt worden sind, wodurch vor allem manch eine Dialog-lastige Quest, bei der man beispielsweise Beweise zusammentragen und auswerten muss, frustrierend unklar oder irreführend ausfällt.
Zum Alltag in Pywel gehören außerdem – wie in vielen anderen Open-World-Spielen auch – einige repetitive Aufgaben. Eher negativ aufgefallen sind mir vor allem die Kopfgeld-Quests von den Schwarzen Brettern, die immer gleich ablaufen: Verbrecher aufspüren, den fliehenden NPC per Knopfdruck umwerfen, ihn solange ins Gesicht schlagen, bis ein Beweis auftaucht, und ihn dann beim Knast abliefern.
Das Spiel macht dabei keinen Unterschied, ob ihr einen grobschlächtigen Riesen oder eine zierliche Frau fangen sollt. Das brutale Überwältigen wirkt dadurch teils abstoßend unpassend. Wenig Spaß macht es außerdem, den gefesselten Verbrecher über den halben Kontinent transportieren zu müssen – bisher habe ich nämlich nur einen Ort entdeckt, an dem man das Kopfgeld-Ziel abgeben kann.
Selbst wenn man in der Nähe einen Schnellreisepunkt freigeschaltet hat, kann man diesen nicht mit dem NPC auf den Schultern nutzen. Also rauf aufs Pferd und durch die Pampa. In der Zeit wiederholt der Gefangene dabei immer wieder und wieder dieselben drei, vier Sätze. Das weicht einem nach ein paar Minuten das Hirn auf …
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Quasi ein “Offline MMO”? Ich denke das ist was für mich. Sofern ich die Steuerung meistern kann. Da war ich noch nie gut. Ich scheitere schon an der Steuerung wenn ich zwei Spiele im selben Zeitraum spiele. Dann drücke ich oft schon bei einfachen Manövern den falschen Button. Weil er im anderen Spiel eben darauf belegt wurde
Quasi ein “Offline MMO”?
Von der Größe und vom Umfang der Systeme und Features her auf jeden Fall. Und man findet sehr viele Elemente, die man schon aus Black Desert kennen könnte, etwa das Parcours-System, das Zähmen von Pferden, Begleiter, die looten und und und.
Ich habe jetzt mehre Reviews gesehen, was gibt’s denn jetzt tatsächlich in der Open world zu entdecken?
Außer mehr vom gleichen in einer noch größeren Welt?
Huhu, danke für deine Fragen, ich geb das mal an unsere Anspieler weiter!
Ich möchte aber darauf hinweisen, dass wir für genau solche Fragen gerade eine kleine Q&A-Runde laufen haben <3
In allen Regionen von Pywel entdeckt man unter anderem:
Neue Fraktionen, Questgeber, Aufgaben auf Schwarzen Brettern, Missionen für die Graumähnen-NPCsSchnellreisepunkte, Abyss-Rätsel, Versiegelte Abyss-ArtefakteFeindliche Lager, Camps und Befestigungen, die man von Feinden säubern kann, um die Region drumherum zu befriedenWeitere Möglichkeiten/Stützpunkte für den Handel von Waren (mit einer Pferdekutsche, die Preise schwanken von Ort zu Ort)Zahllose Points of Interests mit optionalen Bossen, Rätseln, Geheimnissen (beispielsweise eine Burg voller Spinnen und einer komplexen Maschine, die man wieder zum Laufen bringen kann)
Das liest sich teils wie mehr vom Gleichen, fühlt sich aber ganz oft nicht so an, da man auch nach dutzenden Stunden noch neue Funktionen und Systeme freischaltet, die dann in den Aufgaben der offenen Welt zum Tragen kommen (beispielsweise in Rätseln und Quests). Auch Besonderheiten wie den steuerbaren Mech gibt es nicht überall, sondern sie gehören fest zu bestimmten Regionen der Spielwelt.
Ich hoffe, diese Ausführungen konnten deine Frage beantworten. 🙂
Die Antwort ist auch in unserem Q&A-Artikel gelandet, weil sicherlich noch mehr Leser mehr zur Open World erfahren möchten. Vielen Dank für die Frage!
Klingt wie ein Skyrim Klon nach der Ubisoft Formel.
Und nichts von dem was ich gehört oder gesehen habe klingt besonders gut.
Dann ist es vielleicht nichts für dich. Für mich klingt das genau nach dem Spiel das ich erwartet habe. Falls die Story nicht so einschlägt kann man sie ja noch reworken. Wichtig wäre das die Aktionäre dem Spiel mal etwas Zeit geben..
Sehr ausführlicher Artikel! Der macht Lust auf mehr!