Corsairs neue MMO-Maus könnte die Alternative für den „MMO-König“ von Razer sein – Doch klappt das?

Corsairs neue MMO-Maus könnte die Alternative für den „MMO-König“ von Razer sein – Doch klappt das?

Gewicht, Ergonomie und Sensor

Das Gewicht: Mit ihren 96 Gramm ist die Darkstar Wireless deutlich leichter als die Razer Naga V2 Pro (134 Gramm) und ähnelt eher der G502X oder der Roccat Kone XP, die ebenfalls rund 100 Gramm wiegen.

Die Ergonomie: Ich habe mit einer Handgröße von 19 Zentimetern sehr große Hände und habe keine Probleme, an alle Tasten der Maus zu kommen. Der Halbkreis mit den 6 Tasten im Daumenbereich ist jedoch sehr breit angelegt.

Mit einer normalen Daumenbewegung finde ich es sehr unangenehm an die hinteren Tasten in Richtung Po der Maus zu kommen. Einfacher und angenehmer ist es, wenn ich die Hand dann leicht von der Mausoberfläche zurückziehe, um an die Tasten zu kommen. Perfekt ist das nicht, aber so sind die Tasten ohne Krampf gut zu klicken.

Corsair Darkstar Wireless Palmgrip
Die Corsair Darkstar Wireless im Palmgrip. Das ist auf jeden Fall bequem.

Die allgemeine Ergonomie gefällt mir hingegen sehr gut. Die Maus liegt gut in der Hand und im Alltag auch besser als die Naga V2 Pro, denn die Razer-Maus ist nach hinten hin breiter und damit schwieriger zu greifen. Durch die gummierte Fläche zwischen den Daumentasten kann ich die Darkstar Wireless auch hochheben und neu positionieren. Bei der Naga V2 Pro ist das mit dem 12-Tasten-Set kaum möglich.

Im Palmgrip ist die Maus sehr gut zu halten, im Fingertip-Grip ist sie ebenfalls noch bequem, wenn man die Daumentasten nicht nutzen möchte. In meinem Test habe ich sie fast ausschließlich im Palmgrip genutzt. Alle Grifftypen für Gaming-Mäuse findet ihr hier erklärt.

Corsair Darkstar Wireless Seitenansicht
Die Corsair Darkstar Wireless von der Seite. Hier liegen die 6 Tasten im Daumenbereich.

Sensor: Corsair verbaut in seiner Darkstar Wireless den Marksman-Sensor. Dieser bietet euch eine Auflösung von maximal 26.000 DPI und lässt sich bei Bedarf anpassen.

Im Vergleich zu Razers „Focus Pro“-Sensor, der in der Razer Naga V2 Pro verbaut ist, schneidet der Sensor von Corsair jedoch schlechter ab. Und das sieht man vor allem im Vergleich deutlich, wenn ich beide Sensoren mit einer DPI von 1.600 nebeneinander teste. In beiden Fällen nutze ich das gleiche Stoff-Mauspad.

Im Test bewege ich die Maus im Kreis und bewege das Gerät dabei immer schneller. Im Bestfall liegen alle blauen Punkte entweder direkt auf der grünen Linie oder in direkter Nähe:

  • Die Amplitude (grün) beim Sensor von Corsair bleibt insgesamt stabil und zeigt erst leichte Abweichungen bei sehr schnellen Bewegungen. Bereits bei zügigen Bewegungen weichen jedoch etliche Messpunkte (blau) von der grünen Linie ab und liegen teilweise weit außerhalb der grünen Linie.
  • Beim „Focus Pro“-Sensor von Razer bleiben die Messpunkte auch bei hohen Geschwindigkeiten eng an der grünen Linie. Damit ist der Sensor insgesamt präziser und liefert ein genaueres Ergebnis.

Die Maustasten und Mausrad

Die Maustaten: Corsair verbaut in seiner Maus optische Switches unter den Tasten, die man unter dem Namen „Quickstrike“ vermarktet. Was mir auf jeden Fall positiv auffällt ist, dass die Tasten sich nicht nur sehr klickig anfühlen, sondern vor allem auch sehr leise sind.

Das fällt vor allem im Vergleich zu Mäusen von Logitech oder Roccat auf, die ebenfalls mechanische Switches verbauen: Die sind immer deutlich hörbar, im Vergleich zur Corsair Darkstar Wireless.

Das Mausrad: Das Mausrad des Modells fühlt sich unter meinen Fingern präzise an. Die Präzision liegt zum einen daran, weil es schwergängig ist und sich nicht ohne Kraft durchdrehen lässt. Dadurch kann ich die Drehung sehr genau einsetzen, etwa um meine Waffe zu wechseln.

Das Mausrad ist ähnlich schwergängig wie etwa bei meiner G502 X Lightspeed (zum Test auf MeinMMO), wo ich es schon grenzwertig fand.

Fazit: Gute Gaming-Maus für MMO-Spieler, die sich auch für andere Genres lohnen könnte

Für wen ist die Maus geeignet? Corsairs neue Darkstar Wireless kann mich vor allem mit dem geringeren Gewicht und der besseren Haptik im Vergleich zur Naga V2 Pro überzeugen. Insbesondere beim Sensor hat jedoch Razer deutlich die Nase vorn.

Sowohl für Corsairs Darkstar Wireless als auch für die Razer Naga V2 Pro zahlt ihr als UVP 169,99 Euro. In der Praxis ist es am Ende Geschmacksache und auch eine Frage der Flexibilität, ob ihr euch für Razer oder für Corsair entscheidet.

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Welche Alternativen gibt es?

  • Die Razer Naga Trinity ist die beste Alternative, wenn ihr nicht so viel wie für die Naga V2 Pro oder die Darkstar ausgeben möchtet. Denn sie bietet einen ähnlichen Funktionsumfang für aktuell rund 70 Euro. Ebenfalls von Vorteil: die tauschbaren Sideplates.
  • Die SteelSeries Aerox 9 Wireless wiegt nur 89 Gramm und kostet rund 100 Euro. Sie bietet keine austauschbaren Teile, ist dafür noch ein wenig leichter als die Darkstar Wireless.
  • Corsairs SCIMITAR RGB ELITE ist hochwertig verarbeitet und bietet angenehme Tasten. Mit einem Preis von rund 100 Euro ist sie ebenfalls ein faires Angebot.
  • Logitech G600 ist ebenfalls eine Option, wenn ihr sie in Deutschland kaufen könnt. Der Preis liegt häufig zwischen 60 und 70 Euro, die Maus wird in Deutschland aber offiziell nicht mehr hergestellt.

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Fazit & Bewertung
Corsairs neue MMO-Maus gefällt mir im Test grundsätzlich wirklich gut. Die Ergonomie kann mich überzeugen, die Maus liegt angenehm in meiner Hand und der Handballen kommt sicher zur Ruhe. Ebenso die Haptik als auch die genialen Maus-Switches sind Pluspunkte. Genial deswegen, weil die Switches sowohl präzise als auch so gut wie lautlos sind. Da dürfen sich Logitech und Roccat durchaus einmal ärgern.

Schwachstelle der Gaming-Maus bleibt jedoch der Sensor. Im Vergleich zur direkten Konkurrenz, der Razer Naga V2 Pro, kann der Corsair-Sensor nicht mithalten. Zumindest dann nicht, wenn beide Sensoren direkt gegeneinander antreten müssen. Im Alltag, wenn ich "nur" am Spielen bin, stört das jetzt nicht unbedingt, weil der Sensor die Fehler gut ausgleichen kann. Perfektion ist das aber nicht.

Mit Blick auf den Sensor bleibt die Naga V2 Pro deshalb weiterhin meine erste Wahl, wenn es um Highend-Mäuse im MMO-Bereich geht. Dabei gefällt mir die Ergonomie und die Haptik der Darkstar insgesamt besser. Am Ende ist es vor allem Geschmackssache, denn für beide Mäuse zahlt ihr offiziell rund 170 Euro. Sind euch kleine Ungenauigkeiten beim Sensor egal, dann bekommt ihr mit der Darkstar Wireless am Ende sogar die bequemere Maus, müsst dann aber auf tauschbare Seitenteile verzichten.
Pro
  • hochwertige Verarbeitung
  • klickige und kaum hörbare Maustasten
  • präzises Mausrad
  • gute Haptik und angenehme Größe
  • über Kabel, Funk als auch Bluetooth nutzbar
  • große Mausfüße für guten Grip
  • Neigung der Maus lässt sich mit Funktionen belegen
Contra
  • Sensor mit kleinen Problemen
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Mr.MeArgi

Ich hab nun nicht die Tasten Probleme in mmo´s Aber hab letztens als ich mir ne neue Steelseries Mouse für Valorant bestellt habe, auch gesehen das es mit Aerox 9 nun auch eine MMO Mouse anbieten

GiftzwergK

Ganz ok soweit aber der König bleibt weiterhin die Naga. Ich hatte die Naga 1 und nun die Hyperspeed.
In MMORPGS nutze ich auch tatsächlich alle Tasten, manche sogar doppelt mit Shift oder strg.
Ist für mich also der einzige König, da weniger Tasten, wie bei der Corsair, kontraproduktiv wären und von mir nicht als MMO Maus angesehen werden 😁

Ich hatte zwischendurch auch Mal die Scimitar Pro versucht, welche der Naga sich bis auf das 4 wege Mausrad gleicht.
Dank des bekannten Problems, dass die Maustasten schnell aufgeben, durfte ich aber schnell wieder zu Razer wechseln.

Alexthecat

Logitech sollte mal eher eine Neuauflage der G600 bringen, die bleibt für mich nachwievor der ungekrönte König, razer ist einfach nur ein fame Produkt, seit Jahren wissen die über ihre schlechten Taster, ignorieren diese aber was mich auf extreme geplante Obsoleszenz schließen lässt. Meine G600 hält seit 3 Jahren mittlerweile, bei razer war immer nach ca. 1 Jahr und weniger die altbekannte doppelklick Problematik da. War mal razer fanboy, der Zahn wurde mir durch mangelnde, bei Headsets sogar schlechter werdende Qualität gezogen.
Bin jetzt Final komplett von razer weg und kann es jeden nur empfehlen, corsair ist ansich ok, aber habe ich auch schon schlechte Erfahrungen mit Tastaturen und Maus gesammelt, eine Maus hat sogar irgendwann einfach komplett die beschichtung abgeschält, ebenfalls nutzunsdauer unter einem Jahr.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Jahren von Alex
Alexthecat

Sind halt persönliche Erfahrungen, klar kannst du Glück haben und ich nur Pech, da muss ich aber ein mieser Pechvogel sein, Naga hatte ich in verschiedenen Versionen über die Jahre immer wieder insgesammt 5x, alle hatten nach unter einem Jahr da selbe problem. Bin ja nicht nur ich, da findest du massig Meldungen online zu. Razer hat sich in den letzten Jahre viele Kunden vergrault.

bmg1900

Immer wenn ich einen Post zu einer neuen MMORPG Maus lese, vermisse ich meine Roccat Nyth ein Stückchen mehr. War für mich die perfekte Maus.

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