Am 17. Dezember 2024 sind die Folgen 9 bis 15 der animierten Anthology-Serie Secret Level auf Amazon Prime Video erschienen. Zu den Highlights gehört die Episode rund um den Online-Shooter Concord.
Was ist Secret Level? Hierbei handelt es sich um eine Serie aus unzusammenhängenden, animierten Kurzfilmen zu Videospielen, die von Regisseur Tim Miller (Deadpool) für Amazon Prime Video produziert wurden. Mit Love, Death & Robots hatte der kreative Kopf bereits eine vergleichbare Serie für Netflix in fantastischer Manier umgesetzt.
Am 10. Dezember 2024 waren bereits neun Episoden live gegangen, mit einigen Highlights wie dem Auftritt von Keanu Reeves als Pilot in Armored Core: Ressourcenmanagement, die wunderbar alberne Folge zu New World: Auf ewig König, das episch inszenierte Dungeons & Dragons: Die Wiege der Königin oder die herrlich brachiale Folge zu Warhammer 40K: Kenne keine Furcht.
Eine Woche später, am 17. Dezember 2024, folgte der Rest von Staffel 1, mit The Outer Worlds, Mega Man, Spelunky oder auch Honor of Kings. Ein überraschendes Highlight der zweiten Staffelhälfte ist jedoch der Kurzfilm zum Online-Shooter Concord.
Hier der Trailer zu Secret Level:
Die Gauner of the Galaxy
Was macht die Folge zu Concord aus? In knapp einer Viertelstunde erzählt die Folge „Die Geschichte der Implacable“ von einem Coup der Freegunner-Crew rund um Captain Cassidy, bei der sich die Gauner mit der mächtigen Gilde anlegen und eine Flucht durch einen tödlichen Weltraumsturm wagen müssen.
Euch erwartet eine kunterbunte, sympathische Truppe aus Außenseitern, die sich Sprüche an den Kopf wirft, mit mehr Glück als Verstand Pläne in die Tat umsetzt und dabei immer wieder an die Guardians of the Galaxy erinnert. Dazu kommen mal skurrile, mal alberne Situationen. Die gewohnt hochwertig animierten Schauwerte der Anthology-Serie. Die 15 Minuten vergingen viel zu schnell.
Das wäre vor einigen Monaten der perfekte Ausgangspunkt gewesen, um den gleichnamigen Shooter und seine Helden anzupreisen, dem Universum ein Profil zu verpassen und den Genre-Fans Lust auf die Online-Ballereien zu machen. Dafür ist es jetzt jedoch zu spät. Concord ist lange offline. Das verantwortliche Studio geschlossen.
Vielleicht ist es auch gut so. Schließlich hätte der Kurzfilm eine Erwartungshaltung aufgebaut, was Story und Figuren angeht, die der Shooter in seiner finalen Form niemals hätte erfüllen können. Dafür lag der Fokus zu sehr auf dem Games-as-a-Service-Fundament. Hier noch einmal das Wichtigste zum schnellen Ende des Multiplayer-Shooters:
- Concord floppte zum Start brutal und konnte beispielsweise auf Steam nur einen Höchststand von 697 gleichzeitig aktiven Spielern für sich verbuchen.
- Sony reagierte schnell. Nur 12 Tage nach dem Launch wurde der Shooter bereits vom Netz genommen. Die wenigen Käufer sollten ihr Geld zurückerhalten.
- Laut diversen Berichten soll Sony eine dreistellige Millionen-Summe in das Projekt investiert haben. Ein Insider spricht sogar von 400 Millionen US-Dollar (ohne die Übernahmesumme für das Studio).
Zwischenzeitlich hatte sich auch der Game Director von Concord, Ryan Ellis, von seinem Posten zurückgezogen, um in eine unterstützende Rolle zu wechseln. Für langjährige Spieler verabschiedet sich somit ein alter Bekannter, denn Ellis war der kreative Chef vom besten DLC bei Destiny, nun ist er das Gesicht des Flops von Sony auf PS5 und Steam
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Für mich wirkt das ganze als würde Amazon hier ein paar Piloten raus hauen, um zu sehen welche am besten ankommen um dann eine neue Serie zu starten, die nach 1-2 Seasons abgebrochen wird.
Ist aber doch die gleiche Machart wie bei Love, Death and Robots, nur dass dieses Mal eben Games-IPs als Thema für die Kurzfilme herhalten. Da dachte ich aber auch oft genug: Davon gerne mehr und länger!
Stimmt. Love, Death and Robots lässt sich aber schwer kommerzialisieren.
Amazon ist/war schon immer eine CopyCat. Jetzt mit dem massiven Erfolg von Arcane, da kann ich mir gut vorstellen das Amazon davon was haben will. Darum hier die Shorts mit den Games-IPs, was am besten ankommt, wird dann vielleicht umgesetzt.
Schön, sind nun also die restlichen 6 Folgen on Air, freu freu.
New World habe ich gefeiert, ich hatte zwar nur die Beta gespielt, fand es jedoch nett, etwas mehr Hintergründe zu der Person zu bekommen, die man als erstes trifft, wenn man an den Strand gespült wird.
Meine Lieblingsfolge war jedoch der Marsch der Space Marines, sehr intensiv und brachial umgesetzt, bzgl der Animation auf hohem Niveau. Die Folge hatte mich so sehr geflasht, das ich gleich einen aktuellen Sale im PS Shop nutzte und mir Space Marines 2 kaufte. 😅 Das hätte, wie auch im Artikel erwähnt, die Verkaufsstrategie von Concord sein können 🥴
Unreal empfand ich als ein wenig zu lang, Dungeons and Dragons dagegen zu kurz. Armored Core hatte der Startschuss für ein cooles Anime sein können und Sifu war ein netter Appetizer für zwischendurch. Und dann noch Pacman, das mich verstört zurückgelassen hat. Doch keine Folge hat mich gelangweilt, wobei aber auch keine Folge an „Bad Travelling“ (Love Death Robot), für mich, heran kam. Bad Travelling und Jibaro sind bis heute tief in mein Gedächtnis eingebrannt.