Alle Shop-Items bei Black Ops 4 kosten Euch so viel wie 17 AAA-Spiele

Ein YouTuber hat ausgerechnet, wieviel man ausgeben muss, um alle Items über den Schwarzmarkt, also den Ingame-Shop von Call of Duty: Black Ops 4, zu erwerben, die es bis zur aktuellen Operation Apocalypse Z dort zum Kauf gab. Und die Summe dürfte so manch einen überraschen.

Das steckt hinter diesem Test: Die Preispolitik von Black Ops 4 wird schon seit einer ganzen Weile kontrovers diskutiert. Nun hat es sich der bekannte YouTuber eColiEspresso vor Kurzem zur Aufgabe gemacht, die Aufmerksamkeit der Spieler nochmals gezielt darauf zu lenken, was der Schwarzmarkt und die Mikrotransaktionen aus dem Vollpreis-Titel Call of Duty: Black Ops 4 gemacht haben.

Mit einem Video-Projekt hat er nun gezeigt, wieviel es eigentlich mittlerweile kostet, wenn man alle direkt kaufbaren Inhalte in Black Ops 4 haben möchte.

Das waren die Rahmenbedingungen: In seinem Video hat er sich darauf fokussiert, wieviel man ausgeben muss, wenn man alles aus dem Shop haben möchte. Er geht bei seinen Berechnungen davon aus, dass man sich das Grundspiel für knapp 60€ und anschließend alle zum Direktkauf verfügbaren Items und Bundles aller stattgefundenen Operationen (also Seasons) auf dem Schwarzmarkt von Black Ops 4 kauft.

Dabei wurden keine Käufe von Tiers (also Stufen), Reserven oder Items aus der aktuell laufenden Saison „Operation: Apokalypse X“ berücksichtigt – sonst wären die potentiellen Kosten sogar noch höher ausgefallen.

Warum die neuen Cosmetics in Black Ops 4 ein Problem sind

Das ist das Ergebnis: Wollt Ihr alle entsprechenden Items in Eurer Sammlung haben, so wird es ziemlich teuer. Insgesamt kostet der ganze Spaß bisher knapp 1.328 $ in Form von „Call of Duty“-Punkten – der Echteld-Währung in Black Ops 4. Das sind aktuell umgerechnet etwas mehr als 1.180 €. Für dieses Geld, was man in Mikrotransaktionen stecken müsste, sind locker an die 17 Vollpreis-Triple-A-Titel für Konsolen drin – für den PC sogar noch mehr.

Was sagen die Fans? Zwar ist die Diskussion rund um die Preispolitik und die Mikrotransaktionen in Call of Duty: Black Ops 4 nie wirklich abgerissen, doch aktuell kocht sie auf Reddit durch diese Meldung wieder hoch.

Kaum einer rechtfertigt diese Praxis, doch zahlreiche weisen Fans darauf hin, dass diese optionalen Mikrotransaktionen rein kosmetischer Natur sind und keine Ingame-Vorteile bieten. Deswegen würde man die erneute Aufregung nicht verstehen.

Cod BO4 Title

Doch viele andere merken an, dass kaum ein Free-2-Play-Titel ein solch aggressives Mikrotransaktions-Modell betreibt, geschweige denn Vollpreis-Spiele mit einen zusätzlichen, kostenpflichtigen Season-Pass. Diese Berechnung und das Video seien ein weiterer Beweis, dass Activision an Profit-Gier und Dreistigkeit kaum zu überbieten ist.

Über diesen Skin schütteln Fans in Black Ops 4 nur noch den Kopf

Einige Fans befürchten dabei, dass dieses Modell auch beim kommenden Call of Duty: Modern Warfare Anwendung finden und Black Ops 4 nur ein Vorgeschmack sein könnte, auf das, was Fans im kommenden Serien-Ableger im Herbst erwartet.

Sie weisen auch darauf hin, dass all diese Cosmetics, die man unter Umständen für teures Geld in Black Ops 4 erstanden hat, schon bald mit dem nächsten Call of Duty im Prinzip obsolet werden und in Vergessenheit geraten. Denn übernommen wird davon nichts. Deshalb fordert man die Community gezielt nochmal auf, auf den Kauf von „Call of Duty“-Points zu verzichten und diese Preispolitik zu boykottieren.

Was denkt Ihr über das Ausmaß der Mikrotransaktionen in Black Ops 4? Dreiste Abzocke? Oder lediglich optionale Inhalte, die zu kritisch gesehen werden? Und wie wird es mit den MTX Eurer Meinung nach in Call of Duty: Modern Warfare weitergehen?

Insider-Bericht: Bei Call of Duty: Black Ops 4 lief vieles richtig schief
Autor(in)
Quelle(n): RedditDexerto
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