KI kommt aktuell vor allem aus den USA, doch in China wächst die Konkurrenz rasant. Zwei Firmen zeigen jetzt, dass sie es problemlos mit den USA bei KI aufnehmen können. Für die USA ist das eine unangenehme Niederlage. Außerdem haben die USA “ihre” KI-Tools zeitweise für andere Länder verboten. Die chinesischen Unternehmen kennen solche Sperren nicht.
Wenn es um künstliche Intelligenz geht, stehen vor allem mehrere große US-Firmen im Rampenlicht: Unternehmen wie OpenAI (ChatGPT), Anthropic (Claude) aber auch Google (Gemini) dürften die meisten kennen, die sich mal mit KI auseinandergesetzt haben. Und das zeigt auch die aktuelle Dominanz von US-Unternehmen, wenn es um künstliche Intelligenz geht.
Aber genau das ändert sich schon länger. Denn Chinas führende KI-Unternehmen erhöhen den Druck auf das Silicon Valley und die USA musste gegenüber China eine Niederlage einstecken. Davon berichtet jetzt das Magazin TheVerge.
Zwei chinesische KI-Modelle sollen nicht nur schneller, sondern auch günstiger als US-Modelle sein
Um welche Modelle geht es? Konkret geht es um die beiden chinesischen Konzerne Moonshot AI und Alibaba. Beide haben neue Modelle vorgestellt, die ihrer Aussage nach mit den besten Modellen von OpenAI und Anthropic mithalten können. Und das Besondere daran: Nur zu einem Bruchteil der Kosten. Mit dem Kostenfaktor hat ChatGPT schon länger zu kämpfen:
- Moonshot AI stellte das KI-Modell „Kimi K3“ auf X.com vor. Moonshot erklärte, dass das Modell in den eigenen Tests durchweg besser abschneidet als fast jedes US-amerikanische System und nur hinter OpenAIs „GPT-5.6 Sol“ und Anthropic’s „Claude Fable 5“ zurückbleibt
- Alibaba hingegen stellte sein neues Modell „Qwen 3.82“ auf X.com vor. Das soll laut Konzern bei der Leistung nur von Claude Fable 5 übertroffen werden
Das Besondere daran ist, dass die USA die Nutzung der besonders leistungsfähigen Modelle aktiv beschränken will oder dies bereits getan hat: Claude Fable durften nur eine handvoll ausgewiesener US-Firmen verwenden, mittlerweile wurde die Sperre entschärft und das Modell in Europa wieder verfügbar, berichtet der Bayerische Rundfunk.
In China geht man den umgekehrten Weg: Anstatt ihre fortschrittlichsten Modelle hinter verschlossenen Türen zu verstecken, stellen sie diese der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das heißt, jeder Nutzer kann sich die Modelle frei herunterladen, modifizieren und weiterentwickeln, ohne Strafen oder Beschränkungen zu befürchten.
Was ist noch ein Problem? Bisher stammen die Bewertungen nur von den Firmen selbst, noch gibt es keine unabhängigen Testberichte zur Leistung der Modelle. Wie leistungsfähig die neuen Modelle wirklich sind, lässt sich daher nicht einwandfrei einschätzen.
Beide Hersteller, Alibaba und Moonshot AI, haben aber bereits erklärt, dass die internen Zahlenwerte beziehungsweise ihre Trainingsangaben zeigen wollen.
Chinesische Modelle auf dem Vormarsch: Und es ist nicht das erste Mal, dass chinesische KI-Modelle den amerikanischen Markt unter Druck oder zumindest unter Zugzwang setzen: So sorgte bereits im Januar 2025 die KI DeepSeek für Aufsehen, weil sie nur einen Bruchteil von ChatGPT kostete und dennoch als leistungsfähig gilt. Und das ist nicht die einzige Firma, die sich ehrgeizige Ziele gesteckt hat:
Das chinesische Unternehmen Baidu betreibt in China die gleichnamige Suchmaschine und stellte kürzlich ebenfalls zwei neue KI-Modelle vor: ERNIE 4.5 und ERNIE X1. Diese sollen ebenfalls leistungsfähiger, aber auf jeden Fall günstiger sein als die Konkurrenz aus den USA: ChatGPT kostet 700.000 Euro pro Tag: Eine neue KI soll nicht nur schneller sein, sondern mit 7.000 Euro nur einen Bruchteil kosten
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