Die 5 schärfsten Gaming-Neuheiten von der Tech-Messe CES 2019

In Las Vegas findet aktuell die alljährliche Consumer Electronics Show (CES 2019) statt, die neben allerhand Neuvorstellungen aus dem Multimediabereich im Allgemeinen auch ein paar Highlights speziell für Spieler zu bieten hat.

Wir haben dabei 5 Ankündigungen herausgesucht, die wir bisher am interessantesten fanden:

  • Nvidia hat im Rahmen der Elektronikmesse mit der GeForce RTX 2060 eine neue Mittelklassegrafikkarte vorgestellt,
  • ebenso wie die Unterstützung der bei AMD als „FreeSync“ bekannten Bildsynchronisationstechnik „Adaptive-Sync“.
  • Unterdessen hat Asus mit dem ROG Mothership für Spieler eine optisch ungewöhnliche Notebook-Abwandlung gezeigt, die als wuchtiges Gaming-Pendant zu Microsofts Surface-Reihe gehandelt wird.
  • Peripheriehersteller Razer präsentiert derweil mit dem Raptor 27 seinen ersten Gaming-Monitor, während es mit Big Format Gaming Displays (BFGD) eine bereits im vergangenen Jahr gezeigte Bildschirmkategorie gibt, die nun bald Marktreife erlangen soll.

GeForce RTX 2060

Nach der Einführung von RTX 2070, RTX 2080 und Co. im vergangenen Jahr, folgt nun mit der RTX 2060 das vorerst kleinste Modell auf Basis von Nvidias „Turing“-Architektur.

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Das kann die Karte: Die GeForce RTX 2060 soll auf dem Leistungsniveau der Ende 2017 veröffentlichten GTX 1070 Ti liegen und laut Hersteller im Schnitt 60 Prozent schneller sein als das direkte Vorgängermodell in Form der GTX 1060.

Für wen eignet sich das Modell? Nvidia bewirbt das Modell zum Spielen in hohen Grafikdetails und hohen Bildraten (60 Fps) bei Full HD-Auflösung, jedoch kann die Karte je nach Titel teilweise auch die WQHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel ruckelfrei schultern.

Mit einer UVP von 369 Euro ist das Modell zum Einstieg allerdings nicht gerade günstig und zudem ist der Videospeicher mit 6 GByte etwas knapp bemessen.

Im Test: PCGamesHardware.de bescheinigt der RTX 2060 eine gute Performance, auch hinsichtlich Lautstärke, Leistungsaufnahme und Co., moniert aber neben dem etwas hohen Preis vor allem den für heutige Verhältnisse nicht mehr immer ausreichenden VRAM:

Wer in der Oberklasse längerfristig ruckel- und matschfrei spielen möchte, dem raten wir daher zu einer 8-GiByte-Grafikkarte. Je nach Budget bieten sich eine Radeon RX Vega 56, Vega 64 oder Geforce RTX 2070 an.

Derweil ist zu erwarten, dass sich die Preise der RTX 2060 nach der Markteinführung am 15. Januar und mit der Verfügbarkeit vieler verschiedener Custom-Modelle womöglich alsbald etwas nach unten einpendeln werden. Zudem soll sich gerüchteweise mit „Navi“ im Juli dieses Jahres eine neue Grafikkartengeneration von AMD anbahnen.

„G-Sync Compatible“ mit „Adaptive-Sync“

Was war noch gleich G-Sync? Das ist Nvidias proprietäre Bildsynchronisation bei hauseigenen Grafikkarten und Monitoren mit einem entsprechenden Hardware-Modul, über die die Bildwiederholfrequenz des Displays dynamisch mit der Bildrate von Spielen angeglichen wird.

Dadurch wird ein flüssigeres Spielerlebnis ohne Zerreißeffekte des Bildes erreicht, was der sonst üblichen Software-Lösung „VSync“ qualitativ überlegen ist.

Was ist neu? Mit dem Release eines neuen Treibers am 15. Januar zur Markteinführung der GeForce RTX 2060 will Nvidia künftig zusätzlich zum bestehend bleibenden G-Sync auch den offenen Standard „Adaptive-Sync“ unterstützen, den AMD unter dem Namen „FreeSync“ vermarktet.

Damit können GeForce-Grafikkarten künftig auch die mittlerweile weit verbreiteten FreeSync-Monitore mit variabler Bildrate als G-Sync-Displays ansteuern und die besagten Vorteile theoretisch nutzen. Nvidia nennt das „G-Sync Compatible“.

Es gibt zwei Haken an der Sache: Von den 400 bisher geprüften Monitormodellen haben Nvidia zufolge bisher nur 12 Geräte von Acer, Asus und BenQ den Test bestanden, gänzlich fehlerfrei mit der hauseigenen Technik zusammenzuarbeiten.

Bei diesen Modellen soll die Funktion im Treiber automatisch aktiviert werden, in anderen Fällen muss dies manuell erfolgen. Zudem wird das Feature nur für Grafikkarten der Modellreihen GTX 1000 und RTX 2000 freigeschaltet.

Asus ROG Mothership

Was macht das Gerät besonders? Das Asus ROG Mothership bewegt sich vom Formfaktor her irgendwo zwischen 2-in-1-Convertible und Gaming-Notebook.

Es bietet mit einem übertakteten Sechskerner Core i9-8950HK und Nvidias RTX 2080 sowie bis zu 64 GByte RAM potente Hardware auf engstem Raum. Verstaut ist das Ganze dabei hinter dem 17,3 Zoll-Display mit Full HD-Auflösung und bis zu 144 Hz sowie G-Sync-Unterstützung.

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Surface Pro für Gamer? Das Asus ROG Mothership wurde seit der Ankündigung aufgrund des Formfaktors mit potenteter Hardware, abnehmbarer Tastatur und Display-Ständer oftmals in den Medien mit Microsofts Premium-Tablet Surface Pro verglichen.

Dabei bietet es im Gegensatz dazu aber kein Touch-Display, wohl aber eine deutlich leistungsfähigere Ausstattung. Dies dürfte sich letztlich auch auf den bisher noch nicht Preis auswirken, der erfahrungsgemäß nur etwas für gut betuchte Enthusiasten wird. Die Markteinführung soll im zweiten Quartal erfolgen.

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Razer Raptor 27

Das kann das Modell: Razers erster Gaming-Monitor „Raptor“ bietet einen 27-Zoll-Bildschirm mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel bei einer Bildwiederholfrequenz von 144 Hz.

Das IPS-Panel ist für 10-Bit-HDR ausgelegt und soll eine Helligkeit bis 420 cd/m² (HDR400) sowie einen Kontrast von 1.000:1 bieten. Die Reaktionszeit ist mit 4 Millisekunden angegeben. Mit an Bord sind auch AMDs FreeSync und die Unterstützung des DCI-P3-Farbraums zu 95 Prozent.

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Angeschlossen wird der Monitor über HDMI 2.0a, Displayport 1.4 oder wahlweise auch per USB Typ-C im Alt-Modus, worüber sich beispielsweise auch das Razer Phone anschließen lässt. Zudem gibt es einen USB-Hub mit zwei USB-3.0-Anschlüssen und einer 3,5-mm-Klinkenbuchse.

Was macht den Monitor besonders? Allen voran das ungewöhnliche Gehäuse-Design mit beleuchtetem Standfuß nebst Chroma-Synchronisation für kompatible Geräte, das um 90 Grad neigbare Panel und die grünen Flachbandkabel.

Inwieweit auch die Bildqualität überzeugen kann, muss sich erst im Rahmen von Tests zeigen, wenn das Modell zu einem bisher nicht näher genannten Zeitpunkt erscheint. Kostenpunkt: Ebenfalls recht hohe 700 US-Dollar.

Big Format Gaming Displays

Riesen-Monitor statt TV: Für schöneres Spielen hat sich Nvidia gemeinsam mit einigen OEMs die „Big Format Gaming Displays“ (BFGD) erdacht, die eine bessere Bildqualität auf große Bildschirme bringen sollen als gemeine Fernsehgeräte.

Diese wurden bereits im vergangenen Jahr angekündigt, kamen bisher jedoch nicht auf den Markt. Nun soll es unter anderem mit dem Omen X Emperium 65 von HP ab Ende Februar in den USA und im März hierzulande soweit sein.

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Was sind die Vorteile? Die „Big Format Gaming Displays“ sollen Spieler vor allem mit besonders geringer Latenz und guter Darstellungsqualität gegenüber herkömmlichen Fernsehern ansprechen, bieten aber keinen TV-Tuner.

Auf der Habenseite stehen beim Omen X Emperium 65 hierfür unter anderem:

  • ein LCD-Panel (AMVA) mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten auf 64,5 Zoll
  • eine native Bildwiederholrate von 120 Hz (144 Hz per OC)
  • Local Dimming mit 384 LED-Zonen und Quantum Dot-Technologie
  • G-Sync HDR und Unterstützung von HDR1000
  • eine integrierte Nvidia Shield TV

Optional gibt es auch noch eine Soundbar dazu, die jedoch nicht im Preis von 3.999 Euro (UVP) enthalten ist. Auch Acer und Asus wollen bald eigene „Big Format Gaming Displays“ auf den Markt bringen. Ob der technische Mehrwert den Preisaufschlag gegenüber herkömmlichen Fernsehern rechtfertigt, müssen ebenfalls Tests zeigen.

Noch was für die Augen zum Abschluss: Auf der Pressekonferenz von Nvidia wurde auch ein neuer Trailer von Anthem veröffentlicht. Den Shooter wird es gemeinsam mit der neuen Grafikkarte von Nvidia (RTX 2060) im Bundle geben. Schaut ihn Euch an:

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