Vor Black Ops 4 Blackout müssen sich alle Spiele fürchten, bis auf eins

Pünktlich zum Start der Beta von Call of Duty: Black Ops 4 Blackout hat sich unser Autor und Fortnite-Fan Robert in die virtuelle Battle-Royale-Schlacht gestürzt. Dort konnte er den neuen Konkurrenten von Fortnite und PUBG ausgiebig testen. Sein Fazit: Hier könnte etwas echt Großes entstehen!

Call of Duty goes Battle Royale: Erstmals in der Geschichte von Call of Duty wird mit Black Ops 4 ein neuer Weg eingeschlagen. Die Singleplayer-Kampagne muss weichen. Stattdessen hat Entwickler Treyarch einen Battle Royale-Modus eingebaut, der aktuell im Rahmen einer privaten Beta getestet werden kann.

Der Battle-Royale-Markt wird aber derzeit von Fortnite und PlayerUnknowns Battlegrounds (PUBG) dominiert. Ob es Publisher Activision gelingt, diese Dominanz mit Call of Duty’s Blackout-Modus zu durchbrechen, wird sich zeigen. Die Beta macht jedenfalls einen äußerst soliden und spaßigen Eindruck.

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Call of Duty Blackout – So funktioniert der Battle Royale-Modus

Klassische Battle Royale-Features: In der aktuell laufenden Beta können sich nun immerhin 88 Spieler gleichzeitig auf der Karte tummeln, branchentypisch sind 100 Spieler. Ansonsten bietet Call of Duty Blackout die gewohnten Battle Royale-Features:

  • Ihr springt über einer Karte mit einem Wingsuit ab und könnt verschiedene Ziele anfliegen
  • Auf dem Boden sammelt Ihr unterschiedliche Ausrüstung wie Waffen, Granaten, Panzerung und Heilgegenstände ein, die Euch im Kampf helfen
  • Im Laufe des Matches wird die sichere Zone immer kleiner. In Call of Duty nennt sich diese Funktion „Kollaps“.

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  • Gespielt wird in den gewohnten Modi Solo, Duos oder Quads
  • Einmal gelandet, müsst Ihr die Gegend nach Loot absuchen, um Eure Rüstung zu verstärken und Waffen zu sammeln
  • Gewonnen hat der letzte verbleibende Spieler bzw. das letzte überlebende Team
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So unterscheidet sich Call of Duty Blackout von Fortnite: Battle Royale

Battle Royale ohne Baumodus: Im Gegensatz zu Fortnite könnt (oder müsst) Ihr keine gigantischen Bauwerke errichten, um Euch zu verteidigen. Ihr steht Euren Gegnern von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Auch sonst unterscheidet sich Call of Duty in einigen wesentlichen Punkten vom Branchenprimus:

  • In Call of Duty Blackout könnt Ihr Euch nicht in Büschen verstecken. Diese können nicht durchquert werden. Gerade in Fortnite ärgern sich viele Spieler über diese „Buschcamper“.
  • Dafür könnt Ihr Euch wie in PUBG flach auf den Boden und somit auf die Lauer legen. Nach meinen Erfahrungen sind Gegner auf diese Weise aber nach wie vor gut sichtbar.
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Der Gleiterflug dauert in Fortnite länger

  • Ihr sammelt sogenannte Perks auf, mit denen Ihr für eine begrenzte Zeit verschiedene Boni erhaltet, sobald Ihr sie einsetzt
  • Der Absprung und Tiefflug spielen sich deutlich geschmeidiger als in Fortnite. Auch der Fallschirmflug geht wesentlich schneller vonstatten. In Call of Duty Blackout seid Ihr direkt mitten im Geschehen. Praktisch: Auf der rechten Seite könnt Ihr erkennen, wie nah Ihr dem Boden seid und mit welcher Geschwindigkeit Ihr Euch Eurem Ziel nähert.
  • In Call of Duty Blackout können Euch sogar Zombies über den Weg laufen, die einige ikonische Waffen wie die Ray Gun fallen lassen aber einiges aushalten und böse austeilen können. Diese, wenn auch recht überschaubare, PvE-Komponente bietet Fortnite nicht.

Call of Duty Blackout ist technisch schon jetzt auf einem hohen Niveau

Trotz Beta-Status technisch ordentlich: Zugegeben, Matchabbrüche und vereinzelte Frame-Einbrüche habe ich gemerkt. Dies ist allerdings hauptsächlich auf den Beta-Status zurückzuführen. Treyarch wird diese Probleme bis zum Launch hoffentlich behoben haben.

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Was hingegen noch nicht gut funktioniert ist die Zeit, die man unmittelbar vor Beginn einer Runde warten muss. Das löst Fortnite (noch) deutlich schneller. Bis zu drei Minuten musste ich vor einer Runde warten, bevor es endlich los ging. Der unkomplizierte und schnelle Wiedereinstieg nach einer Niederlage ist ein essentielles Feature, bei dem Treyarch noch nachbessern muss.

Der Loot und die Ausrüstung in Call of Duty Blackout

Call of Duty bietet eine große Auswahl an Waffen, die man bereits aus älteren Teilen kennt. So ist für jeden Geschmack etwas dabei, seien es Nah- oder Fernkampfwaffen.

Call of Duty Black Ops 4 Raketenwerfer

Darüber hinaus könnt Ihr eine Vielzahl an nützlichen Items finden:

  • Panzerungen, die den erlittenen Schaden reduzieren und in verschiedenen Effektivitätsstufen gefunden werden können.
  • Heilgegenstände wie Verbände, Medikits und Traumakits sorgen dafür, dass Ihr Euch nach einem Kampf wieder heilen könnt. Mit dem Trauma-Kit könnt Ihr sogar ein Overheal erzielen, also Lebenspunkte über das Maximum hinaus erreichen. Die Heilung selbst ist recht einfach: Auf Tastendruck verwendet Ihr das ausgerüstete Item. Je nach Gegenstand dauert die Heilung ein paar Sekunden weniger oder länger.
  • Bekannte Hilfs-Items aus vergangenen Call of Duty-Spielen, wie das R/C-Auto und der explodierende Affe, sind ebenfalls mit von der Partie. Auch eine große Palette verschiedener Granaten können gefunden werden.

Das Looten selbst ist zu umständlich: Ihr hebt Sachen auf, in dem Ihr die Viereckt-Taste (PS4) für eine gewisse Zeit haltet. Das ist speziell in der Hitze des Gefechts äußerst umständlich und nervtötend. Treyarch begründet das damit, dass Spieler nicht aus Versehen Gegenstände aufheben, während sie ihre Waffe nachladen.

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Das Problem daran: In Fortnite können mit der gleichen Taste Gegenstände aufgehoben und Waffen nachgeladen werden, was nur in ganz wenigen Situationen problematisch ist. Warum es ausgerechnet in Call of Duty ein Problem sein soll, erschließt sich mir nicht.

Auch wird Munition nicht automatisch aufgehoben, sondern muss aktiv eingesammelt werden. Auch das löst Fortnite nach meinem Dafürhalten eleganter (Munition wird automatisch eingesammelt).

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Fazit – Wenn Treyarch es richtig anstellt, kann sich die Konkurrenz warm anziehen

Abgesehen von den vorhandenen Mängeln, die dem Beta-Status geschuldet sind, macht der Battle Royale-Modus von Call of Duty: Black Ops 4 eine ausgesprochen gute Figur. Die Gefechte sind temporeich, das verfügbare Arsenal lässt verschiedene Spielstile zu. Die Gebiete sind schön herausgearbeitet und orientieren sich an den Schauplätzen vergangener Call of Duty-Teile.

Call of duty black ops 4 Beta 1

Wirklich nervig ist die Art und Weise, wie die Ausrüstung und Munition eingesammelt wird. Treyarch hat allerdings bereits bestätigt, dass man sich dieses Themas annehmen und eine elegantere Lösung präsentieren wird.

Deutliches Signal an die Konkurrenz: Call of Duty Blackout wird wohl nicht der Fortnite-Killer, dafür ist der Battle Royale-Shooter zu etabliert am Markt und hat nach wie vor den Vorteil, free to play zu sein. Konkurrenten wie PUBG oder H1Z1 könnten jedoch bei einem entsprechenden Erfolg von Call of Duty: Black Ops 4 unter Druck geraten.

Es wird spannend sein zu sehen, ob es Activision und Treyarch gelingen wird, die Spieler auch nach dem Release dauerhaft bei der Stange zu halten.

Konntet Ihr Call of Duty Blackout bereits anspielen? Wie ist Euer erster Eindruck?

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