Insider sagt: Beim Team von Borderlands 3 gibt es intern grade richtig Ärger

Beim Shooter Borderlands 3 gibt es hinter den Kulissen gerade richtig Ärger. Im Zentrum stehen dabei Boni, die nicht ausgezahlt werden, obwohl der Shooter ein großer Erfolg war. Insider rechnen damit, dass Mitarbeiter das Studio verlassen werden.

Was ist passiert? Laut der Webseite Kotaku, die mit 6 Mitarbeitern von Gearbox gesprochen haben soll, gibt es derzeit Ärger um Bonuszahlungen für Borderlands 3.

Die Entwickler sollen fest mit großen, teilweise 6stelligen Beträgen gerechnet haben, die vom Management versprochen waren. Der CEO von Gearbox, Randy Pitchford, soll den Mitarbeitern jedoch am 31. März 2020 mitgeteilt haben, dass die Boni deutlich geringer ausfallen als geplant.

Schuld daran sei die allgemeine finanzielle Lage des Studios, die derzeit nicht gut aussehe:

Der Ausbruch des Coronavirus soll hingegen laut Pitchford keinen Einfluss auf die Entscheidung gehabt haben.

Borderlands-3-Pitchford
Pitchford (rechts) präsentierte Borderlands 3 auf einer Bühne.

Warum ist das ein Problem? Laut Kotaku werden die Mitarbeiter bei Gearbox durchschnittlich schlechter bezahlt, als bei anderen Entwicklern. Dafür rechnen diese fest die Bonuszahlungen ein.

So soll es in der Firma eine Aufteilung von 60/40 geben, durch die Mitarbeiter des jeweiligen Titels zusammen 40% der Einnahmen quartalsweise als Bonuszahlungen erhalten. 60% wiederum fließen zurück in die Firma und ihren Besitzer Randy Pitchford.

Laut Aussage der Firma wurden bereits mehr als 100 Millionen Dollar in Bonuszahlungen verteilt. 2012 bei Borderlands 2 sollen die Zahlungen so groß ausgefallen sein, dass viele Mitarbeiter sich daraufhin ein Haus gekauft haben.

Auf ähnliches haben die Entwickler bei Borderlands 3 wohl auch gehofft.

Borderlands 3 war ein Erfolg, aber ein teurer

Wo genau liegen die Probleme bei Borderlands 3? Bei Borderlands 3 kam es während der Entwicklung zu einem Engine-Wechsel, von der Unreal Engine 3 zur neueren Version 4. Das soll Geld und Zeit gekostet haben.

Außerdem soll Gearbox erst Geld vom Publisher 2K bekommen, wenn alle Ausgaben des Spiels gedeckt wurden. Dazu zählen auch die Kosten für die neuen DLCs, die das Budget laut Kotaku auf rund 140 Millionen Dollar anheben sollen.

Borderlands 3 wird einen neuen Rekord in den Verkäufen des Franchise aufstellen, wie Strauss Zelnick, der CEO von Take-Two, beim Earnings Call im Februar mitteilte. Doch anscheinend war der Weg dahin deutlich teurer, als es bei Borderlands 2 der Fall war.

Borderlands 3 schlägt auf Steam ein, erreicht sofort fast 100.000 gleichzeitige Spieler

Was sagt der CEO? Randy Pitchford soll den Mitarbeitern von Gearbox gesagt haben, dass sie gerne das Studio verlassen können, wenn sie mit dem Boni-System nicht zufrieden sind.

Er hoffe jedoch darauf, zukünftig mehr Geld von 2K zu bekommen, um dieses an Mitarbeiter auszuzahlen.

Kotaku stellt zudem ein weiteres Detail um den CEO heraus. So soll Pitchford 2016 einen Bonus von 12 Millionen Dollar für sich selbst mit dem Publisher Take-Two ausgehandelt haben, passend zum Start der Entwicklung von Borderlands 3. Dieses Geld stammte jedoch aus den 60% der Firma, wie sich rausstellte.

Obwohl dieses Geld also keinen direkten Einfluss auf die Boni hat, sollen Mitarbeiter trotzdem auch deshalb unzufrieden mit Pitchford sein.

Borderlands 3 DLC 2
Die Spieler von Borderlands sind derzeit wohl alles andere als Unzufrieden. Der neue DLC macht einige Dinge besser als das Hauptspiel.

Verlassen Mitarbeiter nun Gearbox? Laut Kotaku sollen einige Mitarbeiter durch die aktuelle Situation sehr verärgert sein. So sollen die Kontaktpersonen der Webseite gesagt haben, dass sie mit der Abwanderung einiger Mitarbeiter in naher Zukunft rechnen.

Manche sollen finanzielle Pläne auf Basis der geplanten Boni gemacht haben. Für diese könnte das Ausbleiben nun auch einen Engpass bedeuten.

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4 Monate zuvor

Jaja, diese Hire and Fire Mentalität

Was passiert wenn die Leute mit Guten Wissen für Spiele (die wichtig sind) einfach in eine andere Firma gehen? Dann hat der alte Arbeitgeber wissen verloren oder wird sich vor Gericht wegen Geheimnisverrat eine Klage anstreben um noch den letzten Tropfen Milch zu pressen

DaayZyy
DaayZyy
4 Monate zuvor

Also der Pitchford ist schon ein sehr komischer Mensch. Wenn ich da nur an all die Aussagen denke vor über einem Jahr. Man sieht ja was ihn seine Mitarbeiter wert sind, nichts. Die Aussage ja dann können die ja gehen wenn Sie unzufrieden mit dem System sind. Er muss für den Erfolg ja auch kaum mehr was leisten. Und kassiert. Solche Chefs sind die schlimmsten.

Hans Dornauer
4 Monate zuvor

off topic, ich weis werbung bringt euch geld ein aber seit 1-2 tagen sind meterweise werbung zwischen dem artikel und der kommentar funktion in der mobile ansicht dass ist in meinen augen wirklich stôrend

DaayZyy
DaayZyy
4 Monate zuvor

Yes. Zum Teil muss man die Kommentare schon suchen unter ganzen Pseudo Ads.

Schuhmann
4 Monate zuvor

Wir hatten eine Umstellung am 1. April, die relativ spontan notwendig wurde. Wir arbeiten noch an dem Design, aktuell ist das nicht ideal. Das wird sich wahrscheinlich noch verändern.

Wenn du zu den Kommentaren springen willst, reicht’s einfach auf „Kommentieren“ direkt unter dem Artikel zu klicken.

Bodicore
4 Monate zuvor

Es gab ja letztens ne Umfrage ob man was in die Kasse werfen würde, wenn man die Seite Werbefrei möchte…

Ist das noch ein Thema ?

Chiefryddmz
4 Monate zuvor

gute frage smile

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