Klage gegen Gearbox-Chef: Es geht um Pornos und 12 Millionen $

Der Chef des Gaming-Studios Gearbox (Borderlands) ist in einen Rechtsstreit verwickelt. Der frühere Anwalt des Studios wirft Randy Pitchford vor, 12 Millionen Dollar unter der Hand kassiert zu haben. Dazu soll Pitchford einen USB-Stick mit vertraulichen Informationen und seiner privaten Porno-Sammlung verloren haben.

Wer klagt da? Es klagt Wade Callender. Der war der Anwalt von Gearbox während 2010 bis 2018. Der hat am 21. Dezember 2018 eine Klage gegen Pitchford eingereicht und beschuldigt ihn verschiedener Vergehen. Er hätte unter anderem Verträge nicht eingehalten.

Die Klage kommt einen Monat, nachdem Callender selbst von Gearbox verklagt wurde. Gearbox wirft ihm Betrug vor. Callender hätte etwa seinen Kreditkartenzugang missbraucht, um private Ausgaben zu decken. Callender hätte mit der Firmenkarte einen Familienurlaub bezahlt oder die Mitgliedschaft in einem Waffenclub.

Dazu kommen zahlreiche weitere Anschuldigungen gegen Callender.

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Das ist der Hauptpunkt gegen Pitchford: In der Klage sagt Callender, Pitchford habe 2016 einen „geheimen, persönlichen“ Bonus mit dem Publisher Take-Two ausgehandelt. Hier soll es sich um Vorauszahlungen gehandelt haben.

Dadurch hätte er 12 Millionen Dollar direkt für seine Firma „Pitchford Entertainment Media Magic, LLC“ kassiert. Dieses Geld habe er so an den Mitarbeiten von Gearbox vorbeigeschmuggelt. Das sei besonders tragisch, weil dieses Geld sonst in die Entwicklung von Borderlands geflossen wäre, heißt es in der Klageschrift.

Anekdote im Podcast über verlorenen USB-Stick

Das ist der Vorwurf mit den Pornos: Außerdem sagt Callender, Pitchford habe 2014 einen USB-Stick in Dallas, Texas, verloren. Auf diesem Stick seien sensible Dokumente über Gearbox, 2k Games, Sega, Sony und Microsoft gewesen.

Und zusätzlich noch Randy Pitchfords private Sammlung von Pornographie.

Das scheint den Vorwurf zu bekräftigen: Die Webseite Ars Technica hat daraufhin eine Geschichte von Pitchford gefunden, die er am 22. Dezember in einem Podcast über Magie erzählt hat. Dort beschrieb er, wie ein Camgirl einen weiblichen Orgasmus vortäuscht als „beeindruckenden magischen Trick.“

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Pitchford sage im Podcast, dazu habe er mal ein Porno-Video auf seinem USB-Stick gespeichert, den er dann verloren habe.

Den Stick habe dann wer gefunden, ihn mit nach Hause genommen und geöffnet. Dort habe er Geheimnisse von Pitchfords Firma gesehen, zukünftige Spiele, die noch in Entwicklung waren, und eben die Pornographie.

Das sagt Gearbox: Es gibt ein Statement von Gearbox, dass die Klage von Callender absurd nennt. Man selbst wird gegen diese Vorwürfe klagen. Callender wisse, dass er lüge.

Er versuche sich da da durch seine „Anwalts-Sprache“ und das Nutzen von Anführungszeichen selbst abzusichern, weil er ahne, dass Gearbox ihn dafür belangen wird.

Callender benutze Lügen, um Schaden anzurichten und eine Sichtweise zu etablieren, von der er wisse, dass sie falsch ist.

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Pitchford schockiert über Vorwürfe seines ehemaligen Freundes

Das sagt Pitchford: Der CEO selbst meldet sich auf Twitter. Er sagt, die Angriffe seines früheren Freundes und Kollegen hätten weder eine Basis in der Realität noch im Rechtssystem. Er versuche nur Geld aus ihm herauszuschütteln.

Gearbox werde gewinnen. Doch weil das ein laufender Rechtsstreit sei, könne Pitchford es nicht so kommentieren, wie er wollen. Er sei schockiert von den Lügen.

Pitchford sagt zudem, er habe jetzt gelernt, wer seine Freunde seien. Er werde sich auf die Arbeit konzentrieren und darauf vertrauen, dass die Wahrheit und die Gerechtigkeit vor den Gerichten siegen.

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Autor(in)
Quelle(n): kotakuArs Technica
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