Als man 2012 die ersten Flugzeuge mit WLAN ausstattete, setzt Boeing bei Tests auf Kartoffeln. Das Gemüse hatte gleich mehrere sinnvolle Vorteile gegenüber echten Menschen.
2012 begann Boeing damit, seine Flugzeuge mit WLAN auszustatten. Nur stellte man schnell fest: Tests in einem leeren Flugzeug machen wenig Sinn, da menschliche Körper im Flugzeug die elektromagnetische Wellen reflektieren. Dann gibt es in der Praxis plötzlich Funklöcher, die man ohne Menschen nicht hatte.
Anstatt jedoch dutzende Freiwillige für mehrere Wochen bezahlen zu müssen, entschied man sich, auf Kartoffeln zu setzen. Denn Kartoffeln und Menschen haben ähnliche Eigenschaften.
Kartoffeln als Alternative für Menschen
Warum genau Kartoffeln? Das Nachtschattengewächs besitzt einen ähnlich hohen Wassergehalt und eine ähnlich chemische Zusammensetzung wie der menschliche Körper. Aus diesem Grund absorbieren und reflektieren Kartoffeln Funkwellen fast genau so wie menschliches Gewebe.
Das Team von Boeing beschloss deswegen, etwa 9 Tonnen Kartoffeln zu kaufen, die in Säcken auf den Sitzen im Flugzeug verteilt wurden. Die Ingenieure konnten rund um die Uhr Tests durchführen. Mit echten Menschen wäre das nicht möglich gewesen. Dadurch konnte man das Experiment von 14 Tagen auf nur 10 Stunden verkürzen. Wie das genau ausgesehen hat, könnt ihr euch auf alten Fotos bei der BBC ansehen.
Die Ingenieure erfassten die Bereiche mit dem schwächsten Empfang und passten die Anordnung der Sender laufend an, damit sich das Signal gleichmäßig ausbreitete und die Sicherheitsstandards eingehalten wurden. Abschließend wurden Tests mit echten Freiwilligen durchgeführt, die die früheren Berechnungen bestätigten.
Die Eisenbahn galt im Vergleich mit dem Flugzeug lange Zeit als nicht konkurrenzfähig. Doch eine Strecke zeigt gerade, dass der Zug sehr wohl mithalten kann und dem Flugverkehr harte Konkurrenz macht. So große Konkurrenz, dass immer mehr Personen vom Flugzeug zur Eisenbahn wechseln: In einem Land hängt der Zug gerade das Flugzeug ab: Fliegen lohnt sich auf einer Strecke von 1.300 km nicht mehr
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