Battlefield 5 ist das erste Battlefield, das dieses Jahrzehnt kein Topseller ist

Seit 2010 stehen Spiele der Franchise „Battlefield“ in den Top 10 der Verkaufslisten von Nordamerika. Battlefield 5 hat das 2018 verpasst. Aber warum?

Um welche Zahlen geht es? Es geht um die Top-Liste der meistverkauften Spiele in den USA. Diese Liste kommt von der NPD – das ist aber nichts Politisches, sondern steht für „National Purchase Diary“, ein Marktforschungs-Institut.

Die haben, wie jedes Jahr, eine Liste herausgegeben, welche Spiele sich 2018 in Nordamerika am besten verkauft haben. Ganz oben stehen da Red Dead Redemption 2, Call of Duty Black Ops 4 und Sportspiele.

Aber eine Franchise, die sonst immer ist, wenn es einen neuen Teil gibt, fehlt in den Top 10: Battlefield.

Darum spielt Battlefield 5 diesmal eine besondere Rolle: Wie die Seite Venturebeat herausarbeitet, war jedes Battlefield-Spiel, das in diesem Jahrzehnt erschien, unter den Top 10 auf diesen Listen

  • 2010: Battlefield: Bad Company auf Platz 10
  • 2011: Battlefield 3 auf Platz 4
  • 2013: Battlefield 4 auf Platz 4
  • 2015: Battlefield Hardline auf Platz 10
  • 2016: Battlefield 1 auf Platz 2
  • 2018: Battlefield V auf Platz 14

Hat sich Battlefield 5 wirklich so schwach verkauft? Es gibt zwei Haken oder zumindest Besonderheiten an der Liste dieses Jahr, die dafür sprechen könnten, dass BF5 besser dastehen könnte als der Platz 14 zeigt:

  • Battlefield 5 erschien im EA Origin Client – diese Werte werden von der NPD nicht erfasst: Es fehlen also die digitalen Verkäufe auf dem PC; die von PS4 und Xbox One sind aber drin
  • Und das Spiel war im „EA Origin Access Premier“-Pass – da könnten also auch Verkäufe rausgehen, wenn Spieler BF5 über dieses Abo erworben haben.

Insgesamt spricht aber vieles dafür, dass Battlefield 5 tatsächlich unter den Erwartungen geblieben ist. Vor allem unter dem gewaltigen Erfolg von Battlefield 1, das für die Serie neue Maßstäbe gesetzt hat.

Battlefield-V-Trailer-titel

Was war dieses Jahr bei Battlefield 5 anders? Dieses Jahr kamen für Battlefield 5 einige Probleme zusammen:

Bei Venturebeat glaubt man, dass Battlefield 5 den „Battle-Royale“-Hype verpasst hat, den andere Spiele nutzten. Warum sollten sich Leute Battlefield 5 kaufen, wenn sie mit ihren Freund einfach kostenlos in Fortnite hüpfen könnten, fragt man dort.

Aus all diesen Gründen hatte es Battlefield 5 2018 wohl besonders schwer, an den Erfolg der Vorgänger anzuknüpfen. Es schien Battlefield 5 auch schwer zu fallen, im Bewusstsein der Gaming-Öffentlichkeit zu bleiben, wenn drumherum so viel Spektakel war.

Das ist ein Problem der neuen „Games-as-a-service“-Welt: Spiele, die einmal erschienen sind, nehmen Platz ein und gehen dann nicht mehr so schnell weg. Das macht es schwer für neue Spiele, ihre Zeit im Rampenlicht der Öffentlichkeit zu beanspruchen.

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Autor(in)
Quelle(n): Venturebeat
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