Twitch bannt Streamerin auf unbestimmte Zeit, die ist empört: „Ich habe nur Ultimate Fishing gespielt.“

Twitch bannt Streamerin auf unbestimmte Zeit, die ist empört: „Ich habe nur Ultimate Fishing gespielt.“

Die Twitch-Streamerin Sara „ih3artpew“ Heart wurde wegen sexueller Inhalte von der Streaming-Plattform gebannt. Doch sie ist sich keiner Schuld bewusst und hat das Gefühl, für ihren Körper bestraft zu werden.

Um diese Streamerin geht es: Sara Heart bezeichnet sich selbst als „Variety Streamer“. Bis zu ihrem Bann war sie viel in der „Just Chatting“-Kategorie von Twitch unterwegs, sie zeigte aber auch gerne Simulationen wie Star Citizen oder eben Ultimate Fishing, ein Angelspiel.

Sie streamte seit Oktober 2021 auf Twitch und hatte dort über 40.000 Follower angesammelt. Sara ist im Twitch-Affiliate Programm.

Der Streaming-Gigant Twitch wird häufiger für seine Bann-Politik kritisiert. Welche Sperrungen für richtig viele Diskussionen gesorgt haben, könnt ihr euch hier anschauen:

Das weiß man über den Bann: Am 22. August verkündete Sara Heart über Twitter, sie sei von Twitch wegen sexueller Inhalte gebannt worden. Sie sei seit weniger als drei Minuten im Stream gewesen, als sie der Bann traf.

Sara teilte die E-Mail, die sie von Twitch erhalten habe. Darin wird der Grund für den Bann als „sexuell anzügliches Verhalten“ angegeben. Aufgrund der Schwere des Verstoßes oder der Tatsache, dass die Streamerin bereits mehrere Strikes habe, wurde ihr Zugang auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Diese E-Mail hat Sara von Twitch erhalten

Das bedeutet der Bann für die Streamerin: Da es für Sara bereits der dritte Bann ist, wurde daraus eine unbefristete Sperrung. Das bedeutet, dass der Account nicht nach Ablauf einer bestimmten Zeit automatisch wiederhergestellt wird.

Wie kann Sara dann ihr Konto zurückbekommen? Der einzige Weg aus einer unbestimmten Sperrung ist es, erfolgreich Widerspruch einzulegen. Ob die Streamerin diesen Weg gehen wird, ist allerdings noch offen. Die Masse an Banns habe sie zum Streamen auf anderen Plattformen getrieben.

Erst in der vergangenen Woche sah sich die VTuberin Shylily in einer ähnlichen Position:

Twitch bannt VTuberin und sie weiß nicht, wieso: „Von einem Tag auf den anderen alles zu verlieren, das ist gruselig“

Streamerin fühlt sich für ihren Körper bestraft

Das war der Auslöser für die Sperrung: Auf Twitter teilte Sara auch ihr Streaming-Outfit, das wohl zu dem Bann geführt hat. Dabei handelte es sich um ein recht tief ausgeschnittenes Karo-Hemd. Die Streamerin forderte eine Erklärung von Twitch, was am Angeln in einem langärmeligen Shirt sexuell sein soll.

https://twitter.com/ih3artpew/status/1561809425182035969?s=20&t=6WCaZKzclIwAEmyLG3Agfg
Dieses Outfit trug Sara, als sie die Sperrung traf

Darum findet Sara die Sperrung ungerechtfertigt: Einige Nutzer machten schnell darauf aufmerksam, dass der Ausschnitt eben zu tief gewesen sei. Doch Sara stellt klar: Ihr Stream sei als 18+ deklariert gewesen, außerdem sei der Bann wegen sexuellen Inhalten erfolgt. Das unterscheide sich von einer Sperrung wegen unangemessener Kleidung.

Der Streamerin sei durchaus klar, dass sie viel Ausschnitt zeigen würde. Das ließe sich mit einer großen Brust aber nur schwer umgehen. Zudem sei es bei ihr in Arizona sehr heiß gewesen. Sara betont aber auch, dass nichts sexualisiert gewesen sei.

Ich weiß nicht, ob von mir erwartet wird, mich wie eine Nonne anzuziehen oder niemals ein Tanktop zu tragen, aber mein Game-Bildschirm ist normalerweise größer als die Cam. Außer an dem „4th of July“-Stream, den ich in einem patriotischen Top und Jeansjacke gemacht habe, kleide ich mich ziemlich zahm.

Sara Heart via dexerto

Sara fühle sich dafür bestraft, große Brüste zu haben. Einen ähnlichen Verdacht hatte auch schon eine andere Streamerin. Sie glaubte, Trolle hätten sie aufgrund ihrer Figur gemeldet.

Das sagt Sara noch zu Twitch: Die Streamerin glaubt, ein Twitch-Moderator habe es besonders auf sie abgesehen. Sie wünscht sich mehr Kommunikation von der Plattform und wirft ihr Schweigen vor. (via Twitter)

Sexuelle Inhalte auf Twitch sorgen regelmäßig für Diskussionen. Die Plattform hat ihren Sitz in den USA und orientiert sich offenbar an den dortigen Moralvorstellungen. Hierzulande kann das etwas prüde wirken. Streamer – und vor allem Streamerinnen – finden aber immer wieder kreative Möglichkeiten, die strengen Richtlinien auszulegen.

So entstand auch die berühmt-berüchtigte „Hot Tub“-Meta, die einige Zeit lang Twitch dominierte. Eine Streamerin nutzte diese Grauzonen besonders gekonnt für sich aus und wurde damit wahnsinnig erfolgreich:

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Quelle(n): dexerto
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