Ein Android-Hersteller soll heimlich eine Hintertür in 1,3 Millionen Geräten eingebaut und sie zu einem Botnetz gemacht haben – So findet ihr heraus, ob ihr betroffen seid

Router-Matrix-Titel

Ein Hersteller hat absichtlich über eine Million Android-Geräte mit einer Hintertür verteilt und hat diese anschließend als Bot-Netzwerk verwendet. Der Hersteller wurde gebannt und das Netzwerk deaktiviert. Dennoch solltet ihr kontrollieren, ob ihr so ein kompromittiertes Gerät zu Hause habt.

Laut einem offiziellen Bericht von Google soll der Hersteller Videostrong Technology aus China über eine Millionen Android-Geräte absichtlich mit einer sogenannten Backdoor ausgestattet haben, um die Geräte anschließend als Botnetz verwenden zu können. 1,3 Millionen Geräte sollen betroffen sein, darunter auch zehntausende in Deutschland.

Mittlerweile hat Google die Server des Netzwerks abgeschaltet und die Firma Videostrong Technology auf eine Bannliste gesetzt. In gekauften Geräten bleibt die Sicherheitslücke aber dennoch bestehen.

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Im besten Fall Gerät ersetzen oder auf ein Update vom Hersteller hoffen

Wie kann man sich schützen? Das ist nur bedingt möglich. Grundsätzlich kann nur der Hersteller, der jetzt gebannt wurde, den Code auf eurem Gerät mit einem Firmware-Update ändern. Die beste (und teuerste) Methode wäre es, das alte Gerät durch ein neues, sicheres Modell zu ersetzen.

Das Problem ist nämlich, dass die Backdoor jedes Mal beim Neustart des Geräts wieder automatisch neu installiert wird. Laut der Sicherheitsplattform TrendAI läuft die Hintertür als System-App, die mit dem Schlüssel des Herstellers signiert ist, sodass zur Beseitigung „Maßnahmen des Herstellers, Plattformschutz oder der Austausch des Geräts“ erforderlich sind (via Synthient.com).

Welche Geräte sind alle betroffen? Auf Github gibt es eine umfangreiche Liste, welche Geräte jetzt alle betroffen sein sollen. Insgesamt stehen auf der Liste mehr als 180 Geräte.

Sind deutsche Nutzer überhaupt betroffen? Ja, laut offizieller Mitteilung sind zwischen 26.000 und 42.000 Geräte in Deutschland ebenfalls von dieser Hintertür betroffen. Ihr solltet daher ebenfalls prüfen, ob ihr euch so ein Gerät gekauft habt, wo die Sicherheitslücke verbaut ist.

Valve hat ein Spiel gelöscht, welches Gaming-PCs mit Malware infiziert hat. Die Verantwortlichen hatten eine Nachricht an betroffene Nutzer verschickt. Laut Nutzerdaten dürften jedoch nicht viele Spieler betroffen sein. Mehr dazu lest ihr direkt auf MeinMMO: Ein Spiel auf Steam hat Gaming-PCs mit Malware verseucht: Das könnt ihr tun, falls ihr betroffen gewesen seid

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