World of Warcraft wird günstiger. Denn eine Quelle für Kosten wird verringert und darüber freuen sich alle – aber ganz besonders.
Es gibt Kosten, die sind in World of Warcraft mit jeder Erweiterung teurer geworden. Eine Ausgabe, an die absolut niemand vorbeikommt, sind die Reparatur-Kosten. Wer Zeit in Kämpfen verbringt oder auch das eine oder andere mal besiegt wird, der muss seine Ausrüstung irgendwann reparieren oder profitiert nicht mehr von ihr. Ein Kostenfaktor, der manche Klassen härter trifft als andere. Aber das wird jetzt abgeschafft – und damit für alle günstiger.
Was war das Problem bei Kriegern? Krieger sind die einzige Tank-Klasse in World of Warcraft, die im Grunde jeden einzelnen Angriff mit dem Schild blockt und so den eingehenden Schaden reduziert.
Das ist gut, wenn man überleben will, aber schlecht, wenn man Gold sparen will. Denn jeder Treffer gegen den Schild hat eine erhöhte Chance, dessen Haltbarkeit zu reparieren. Haltbarkeit, die man bei der nächsten Reparatur wiederherstellen muss und daher einen größeren Gold-Betrag zahlt als alle anderen Klassen.
Oder anders gesagt: Wenn Krieger ihre Klasse korrekt spielen, dann haben sie größere Reparatur-Kosten als alle anderen Klassen.
Mehr Gold für Krieger, weniger Strafe für das Tanken
Was wird geändert? Mit Patch 12.0.7 gibt es eine kleine Anpassung. Denn künftig wird es so sein, dass Waffen (und damit auch Schilde) während des Kampfes keinen Haltbarkeitsschaden mehr erleiden. Es gibt also keine Abnutzung mehr bei diesen beiden Gegenständen.
Das betrifft aber ausdrücklich nicht den Verlust von Haltbarkeit bei einem Tod. Wenn der Charakter besiegt wird, verliert weiterhin die ganze Ausrüstung 10 % Haltbarkeit, einschließlich der Waffen und Schilde.
Das gleiche gilt auch für die Wiederbelebung beim Geistheiler, hier wird weiterhin sämtliche Ausrüstung mit einem Abzug von 50 % der Haltbarkeit belegt.
Wie viel spart man damit? Wie stark die Ersparnis ausfällt, hängt natürlich von der Länge der Kämpfe ab. In einem Test auf dem PTR haben die Kollegen von wowhead errechnet, dass durch die verringerte Abnutzung der Waffen und Schilde in 20 Minuten Kampf bei Kriegern ungefähr eine Ersparnis von 36 Gold entsteht.
Das mag auf die einzelne Reparatur nach einem kleinen Beitrag klingen, doch läppert sich diese Ersparnis im Laufe der Zeit. Je mehr ihr spielt, desto deutlicher fällt das natürlich ins Gewicht.
Wenn man etwa 3 Stunden am Stück Dungeons läuft, dann macht das bereits einen Goldbetrag von 324 aus.
Je nachdem, wie viel man spielt, kann das über ein Jahr hinweg mehrere 10.000 Goldstücke ausmachen, die man so nicht farmen oder anders investieren kann.
Andere Klassen profitieren auch von der Änderung, hier ist die Auswirkung aber noch etwas geringer.
Braucht es Haltbarkeit noch? Die Community diskutiert ohnehin, ob das System von Haltbarkeit im modernen World of Warcraft noch zeitgemäß ist. Früher, in Vanilla, TBC und Wrath of the Lich King, mochte ein solches System noch Sinn ergeben haben. Damals war das Spiel sehr viel mehr auf Vorbereitung ausgelegt. Inzwischen ist das aber nicht mehr der Fall und die Reparaturkosten sind in den meisten Fällen nur ein Ärgernis – zumal es auch nichts mehr mit Vorbereitung zu tun hat, da man im Grunde überall in der Welt reparieren kann.
Was haltet ihr von den Änderungen? Gut, dass Krieger endlich mit allen anderen Klassen gleichgestellt werden? Oder kann das nur ein erster Schritt sein und Blizzard sollte sich von der Mechanik der Reparatur komplett verabschieden? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.
Doch Patch 12.0.7 bringt auch eine kontroverse Neuerung – denn Borrowed Power kehrt wieder zurück.
Deine Meinung ist uns wichtig!
Gefällt dir der Artikel? Hast du irgendwelche Kommentare? Sag uns, was du denkst!

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.