Hier sind 8 Rollenspiele, die mindestens genauso gut sind, wie Dungeons & Dragons

Wer sich mit Tabletop-Rollenspielen beschäftigt, kommt an Dungeons & Dragons kaum vorbei. Dabei gibt es einige Alternativen, die mindestens genauso gut sind und ihre Vorzüge haben.

Wonach wurden die Alternativen ausgesucht? Dungeons & Dragons ist mit der 5. Edition ein relativ ausgewogenes System, das einigermaßen gleichmäßig Fokus auf Rollenspiel, Geschichte und Kampf legt. Dabei stehen taktischer Kampf und Machtprogression der Charaktere im Vordergrund.

Dazu bietet es ein recht zugängliches, nicht allzu komplexes Regelwerk, das sich vor allem auch für Einsteiger in die Welt der Tabletop- und Pen-&-Paper-Rollenspiele eignet.

Für diese Liste haben wir euch 8 andere Systeme herausgesucht, die sich in einigen Bereichen deutlich vom Klassiker Dungeons & Dragons unterscheiden. Wir stellen euch die Regelwerke und Systeme einmal kompakt vor und zeigen euch ihre deutlichen Unterschiede im Vergleich zu D&D auf.

Dabei haben wir versucht, ein möglichst breites Bild an möglichst unterschiedlichen Systemen aufzuführen. Wenn euch also etwas am System stört, findet ihr hier hoffentlich eine spannende, passende Alternative.

Natürlich gibt es auch noch einen Haufen weiterer, spannender und guter Rollenspielsysteme. Fehlt euch also was oder hättet ihr ein anderes System mit reingenommen, schreibt es uns gern in die Kommentare!

Daggerheart

  • Genre: Fantasy
  • Kernfokus: Charakter-getriebenes Storytelling, emotionale Storybögen
  • Komplexität: Moderat
  • Sprachen: Englisch, (Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch geplant)

Daggerheart ist ein neues High-Fantasy-Rollenspiel von Darrington Press, dem Verlag der Macher von Critical Role. Es wurde entwickelt, um den Fokus des Spiels von taktischen Kämpfen und reiner Machtprogression, wie sie in Dungeons & Dragons üblich sind, hin zu tiefgründigen, charaktergetriebenen und emotionalen Geschichten zu verlagern.

Der Kern des Systems zielt darauf ab, die persönliche Entwicklung der Helden und ihre Motivationen in den Mittelpunkt jeder Spielsitzung zu stellen.

Der größte Unterschied zu D&D ist das Würfelsystem. Anstelle eines einzelnen W20 nutzt Daggerheart zwei zwölfseitige Würfel (2W12): einen sogenannten „Hoffnungs-Würfel“ für die Fähigkeit des Charakters und einen „Furcht-Würfel“ für die Schwierigkeit der Aufgabe.

Dieses duale System schafft nuancierte Ergebnisse wie zum Beispiel „Erfolg mit einer Komplikation“ oder „Misserfolg mit einem kleinen Vorteil“ und macht so jeden Wurf zu einem spannenden, erzählerischen Moment, anstatt sie lediglich mit einem einfachen „geschafft“ oder „nicht geschafft“ zu beantworten.

Zusätzlich können sowohl DM (die Dungeon Master, die euch durch eine Partie leiten) als auch Spieler durch Würfe Hoffnung sowie Furcht als Ressourcen erhalten und im Verlauf weiter einsetzen. Auch Stress ist eine Ressource, auf die geachtet werden muss.

Ebenso unterscheidet sich die Charaktergestaltung und ihre Weiterentwicklung stark von D&D. Fähigkeiten und Zauber werden aus modularen Kartensets anhand sogenannter Domänen gewählt, was eine flexiblere Anpassung als die festen Klassenstrukturen von D&D erlaubt.

Zusätzlich ist der Charakterfortschritt direkt an das Erreichen von persönlichen, selbst definierten Zielen und Erfahrungen geknüpft. Das System belohnt damit gezielt das Ausspielen der Charaktergeschichte und nicht nur das Besiegen von Monstern.

Daggerheart eignet sich also vor allem für Spieler und Gruppen, die einen klaren Fokus auf die Story und die persönliche Charakterentwicklung legen wollen. Das Zusammenspiel von Spielern und Spielleiter ist hier noch einmal anders wichtig, sodass ein gemeinsames Storyerzählen im Mittelpunkt steht.

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McQOzoul

Mit Shadowrun verbinde ich ne Hassliebe. Das Setting, die ganze Lore, toll. Wirklich. Aber als ich mit meinem Mage einen Feuerball zauberte hats ihn durch kritische Fehlerprobe(nur Einsen) buchstäblich selbst in die Luft gejagt. Da war dann erstmal die Luft raus. Aber nur bis zum nächsten Spielewochenende, meinen Ki-Adepten hats dann nicht mehr aus den Latschen gehauen xD

curyl

euer link zu 10 Spiele für Fans von Dungeons & Dragons, die niemanden zum Zocken haben ist falsch verlinkt und versucht zu einem admin bereich zu linken

Akuma

Danke für den Hinweis, ist gefixt 🙂

papercut

Ich finde PbtA und FitD fehlen in der Liste (Powered by the Apocalypse/Forged in the Dark)

Die besten Vertreter:
Dungeon World
Blades in the Dark

Im übrigen gibt es auch viele kostenlose Regelwerke. Auch richtig gute.

Cairn zum Beispiel. Oder wer ein D&D Light will lege ich Knave ans Herz.

SoulSamuraiZ

Ich habe schon eine Session (6 Stunden) mit Daggerheart hinter mir. Meine Gruppe liebt es. Ich liebe es auch. Wir werden mit Daggerheart wohl eine ganze weile weiterspielen.

VonGestern

Etwas neugierig geworden, schaute ich kurz bei Amazon rein und suchte nach Savage Worlds. Was wäre denn da nötig für einen Einstieg? Ein Starter Set konnte ich nicht ausmachen…

evilsohn

Sehr schöne Liste. 4 der Spiele habe ich selbst schon gespielt (DSA, Cthullhu, Cyberpunk, Shadowrun) – ein fünftes steht ungespielt im Regal (aber nicht ungeliebt – Savage Worlds ist ein cooles System) und ein sechstes ist ja im Prinzip eine Weiterführung von DnD 3.5 (Pathfinder), welches ich sehr viel zu seiner Hochzeit gespielt habe.

Ein System/Setting sollte meiner Meinung nach aber auf keinen Fall fehlen:
GeneSys, das Universalregelsystem mit seinen Spezialwürfeln, die es ermöglichen Erfolge mit neuen Problemen, oder Misserfolge mit potential zu haben. Wem hier ein passendes Setting fehlt, der sollte sich Am Rande des Imperiums, Zeit der Rebellion, oder Macht und Schicksal anschauen – drei Rollenspiele im Star Wars Universom, die alle zur Zeit zwischen Episode IV und V spielen und unabhängig von einander gespielt werden können. Eines legt den Fokus mehr auf die Unterwelt des Universums, mit Schmugglern, Kopfgeldjägern und Grenzweltpolitikern. Das zweite legt den Fokus auf den Krieg zwischen Rebellion und Imperium und lässt einen in diverse Rollen der Rebellenallianz schlüpfen. Das dritte konzentriert sich auf Machtsensitive Charaktere in einer Zeit in der die Jedi quasi ausgestorben sind und das Imperium mit seiner Inquisition versucht jeden der Machtfähigkeiten zu besitzen scheint entweder auf ihre Seite zu ziehen oder zu vernichten.

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