Das 63 Jahre alte Spiel Spacewar hat einen neuen Rekord aufgestellt, doch dahinter könnten Spieler stecken, die einen Steam-Hit raubkopieren.
Was ist das für ein 63 Jahre altes Spiel? Auf Steam hat das Spiel Spacewar gerade einen neuen Rekord an gleichzeitig aktiven Spielern aufgestellt. In der Spitze verzeichnete das Spiel über 138.000 Spieler.
Das Kuriose ist dabei: Spacewar ist neben „Tennis for Two“ eines der ersten Videospiele, die jemals entwickelt wurden und erschien bereits 1962 – also sogar 10 Jahre vor „Pong“, dem ersten kommerziell erfolgreichen Videospiel.
Spacewar ist tatsächlich ein Multiplayer-Spiel, in dem zwei Spieler zwei Raumschiffe steuern und einen Stern umkreisen. Dieser Stern verfügt über eine eigene Anziehungskraft und so müssen die Spieler versuchen, einen Zusammenprall mit dem Himmelskörper zu vermeiden. Wer zuerst crasht, hat verloren.
Spacewar als Tarnung für Piraten
Was hat das neue Hype-Game damit zu tun? Spacewar wird in der API (Application Programming Interface) von Steam als Beispielanwendung genutzt, weshalb eine voll funktionsfähige Version des Spiels für jeden Steam-Nutzer kostenlos verfügbar ist.
Da jeder Steam-Nutzer Spacewar spielen kann und es Zugriff auf alle Steamworks-Funktionen hat, ist es bei Raubkopierern eine beliebte Tarnung, um Online-Spiele zu spielen und dabei alle Online-Funktionen von Steam zu nutzen. Die Raubkopierer, auch Piraten genannt, gaukeln Steam also vor, dass ihre illegale Kopie eines Spiels stattdessen Spacewar wäre.
Der kürzliche Anstieg der Spielerzahlen von Spacewar begann etwa am 24. März 2025. Am selben Tag erschien das Spiel „Schedule I“, das sich seither zu einem Steam-Hit entwickelte. Es liegt also nahe, dass viele Spacewar-Spieler eigentlich eine raubkopierte Version von Schedule I zocken.
Hier könnt ihr den Anstieg der Spielerzahlen von Spacewar nachvollziehen:
Neues Hype-Spiel macht euch zum Kriminellen
Was ist Schedule 1 für ein Spiel? Schedule I ist ein neues Spiel, das derzeit auf Steam und bei Zuschauern auf Twitch angesagt ist. Es kam am 24. März heraus und konnte seither starke Zahlen aufweisen:
- Es hatte im Peak bereits 414.000 Spieler auf Steam (via SteamDB)
- 98 % der über 42.000 Bewertungen auf Steam sind positiv
- In den vergangenen 7 Tagen schauten im Durchschnitt rund 65.000 Zuschauer auf Twitch Streams zu Schedule (via Sullygnome)
In dem Spiel schlüpft ihr in die Rolle eines kleinen Drogendealers, der sich in einer neuen Stadt ein eigenes Geschäft aufbaut. Ihr produziert verschiedene Güter und liefert diese an eure Kunden aus. Mit der Zeit könnt ihr dann weitere Grundstücke erwerben und Angestellte sowie Straßendealer einstellen, um eure Ware effektiver unter die Bürger zu bringen: Neues Spiel macht einen auf Breaking Bad und ist damit auf Steam erfolgreicher als das neue AAA-Game von Ubisoft

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Erstmal schedule I spielen, wenn das Dealen dort gut läuft kann man es ja immer noch ins RL umsetzen, Trainiert ist man ja dann.
Quasi ein Praktikum von und für sich selber zum Testen haha
BIG Kappa!!
naja, mich wundert es jetzt nicht wirklich dass ein spiel raubkopiert wird, in dem es darum geht drogen zu verkaufen 😀
ich hab es zwar gekauft und finde das spiel auch mega gut, aber ja, wundern tut es mich jetzt nicht unbedingt^^
Ich habe nen Kumpel schon vor ein paar Jahren gewarnt, er solle “Spacewar” auf Steam nicht spielen. Steam scheint das nicht zu interessieren. Sobald es Steam aber anfängt zu interessieren, wird das Geheule groß sein.
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