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Chronicles of Elyria: MMO hat 2 Millionen zusammen, ist aus dem Keller raus

Chronicles of Elyria: MMO hat 2 Millionen zusammen, ist aus dem Keller raus

Zwischen den Jahren nimmt sich Chronicles of Elyria mal Zeit, auf das Jahr zurückzublicken und nach vorne zu schauen.

Im Alltag geht der Blick für das Große oft unter. Zwischen den Jahren nimmt sich so manches MMORPG Zeit, um einen Blick auf dieses „Große“ zu werfen. Beim Indie-MMORPG Chronicles of Elyria vergleicht der Chef des Spiels Jeremy Walsh, Caspian, die Situation zum Ende 2016 mit der Lage Ende 2015. Er stellt beträchtliche Unterschiede fest.

Ende 2015 arbeitete man noch zu viert im Keller

Damals hing man in einem kleinen Raum aufeinander, hatte nur 3 Leute, die alles Mögliche gleichzeitig machen mussten. Die drei waren gerade in die Selbstständigkeit gewechselt, hatten ihre normalen Jobs aufgegeben. Mit dem ersten Animator arbeitete man aus Walshs Keller heraus.

Fleißig war man und hatte den Kopf voll toller Ideen: Zu viert hatte man schon über 100 Seiten mit Design-Ideen und Konzepten ausgearbeitet.

Soulbound-Office1

Da haben sie noch im Keller an Chronicles of Elyria gearbeitet.

Nun gibt’s ein Büro und auch das wird nicht mehr lange reichen

Über das Jahr ist Chronicles of Elyria deutlich gewachsen. Aus dem Keller ist man raus in ein Büro. Dort waren Arbeitsplätze, sogenannte „Cubicles“, für 10 Leute vorinstalliert. Das Team hat Techniker, Artists, Designer, einen Community-Manager und viele mehr angeheuert. Da schmiss man die Cubicles raus und renovierte das Büro, so dass 20 Leute darin arbeiten konnten. 16 Mitarbeiter haben die Soulbound Studios mittlerweile. Auch der neue Platz wird nicht lange reichen.

Für 2017 plant man das Personal auf über 20 Mitarbeiter aufzustocken und in ein anderes Büro umzuziehen. Es soll ein „unglaublich produktives Jahr“ werden.

Land fürs Traumhaus verkauft, auf Kickstarter mit Traumspiel durchgestartet

Auch finanziell ist die Lage jetzt eine ganz andere. Ende 2015 hatte Walsh 50.000 US-Dollar. Das waren die Ersparnisse des Gründers und er nahm noch einen Kredit auf über 100.000 Dollar. Auf diesen 150.000 US-Dollar ruhte die Zukunft der vier Mitarbeiter damals. „Wir waren ganz schön irre“, sagt Walsh im Rückblick.

Nachdem man gemerkt hat, wie gut das Projekt ankam, hat Walsh mit seiner Frau zusammen beschlossen, das Grundstück zu verkaufen, das eigentlich fürs Traumhaus vorgesehen war. So kam man an ein Gesamt-Budget von 500.000 US-Dollar, mit denen man das Spiel dann so weit aufpolieren konnte, dass es auf Kickstarter ging.

CoE-KickstarterHier hat man dann 1,36 Millionen Dollar eingenommen. Und später kamen noch 675.000 Dollar dazu, so dass man bei 2 Millionen stand.

Bei Chronicles of Elyria wächst zusammen, was zusammengehört

Aber nicht nur die Umstände haben sich verändert, auch der Arbeitsfluss und das Spiel seien von 2015 zu 2016 kräftig gewachsen.

Ende 2015 bestand Chronicles of Elyria aus einzelnen Projekten, aus Problemen, die es zu lösen galt. Heute ist das alles in Clients integriert, die Ziele liegen genau vor dem Team. Heute habe man Videos, Concept-Arts und sogar regelmäßige Playthroughs. Auch die Arbeitsprozesse wurden komplett geändert – von Papier wurde es digitalisiert.

Soulbound-Office2

Auch das Büro wird bald zu klein.

Was genau in 2017 passiere, sei schwer zu sagen, meint Caspian. Aber es hätten schon verschiedene Publisher und Investoren angeklopft. Man sei in einer guten Lage und habe mehr Geld zur Verfügung als man erwarten konnte. In 2017 sei genug Platz, um die Entwicklung abzuschließen und zum Testen und Veröffentlichen überzugehen.

Bei Soulbound Studios sei man voll motiviert, mit den Fans im Rücken die Reise fortzusetzen und bevor man sich versehe, sei man endlich zusammen in Elyria.


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QUELLE CoE (auch Bildquelle)
Schuhmann
Schuhmann, das L steht für Niveau.