Der bekannte YouTuber Linus Tech Tips hat getestet, ob ein Highend-Gaming-PC wirklich besser ist als ein günstiges Standardmodell.
Zockt man wirklich auf einem Highend-System besser als mit Standard-Ausstattung? Das wollte der bekannte YouTuber Linus Tech Tips ausprobieren. Der gehört zu den größten und bekanntesten Tech-YouTubern mit über 15 Millionen Abonnenten.
Linus testet sowohl ein System für 10.000 Euro als auch einen Build für 600 Euro aus. Auf dem Papier gibt es zwar deutliche Unterschiede, doch wie sieht es in der Praxis aus? Hier muss Linus schnell feststellen, dass man ohne Skill nicht wirklich weiterkommt.
10.000-Euro-PC besteht aus den aktuell besten PC-Komponenten
Welche Hardware ist in dem „Pay-to-Win“-PC verbaut? In dem System kommen nur Highend-Komponenten zum Einsatz. Darunter mit dem Intel Core i9-13900F und der RTX 4090 OC von ASUS die derzeit schnellsten Komponenten, die ihr aktuell kaufen könnt.
Hier noch einmal alle Komponenten im Detail:
- Intel Core i9-13900F (Prozessor)
- RTX 4090 OC Edition (Grafikkarte)
- Fractal Torrent (Gehäuse)
- Corsair Wasserkühlung (CPU)
- Noctua Lüfter (Gehäuselüfter)
- Thermal Grizzly Contact Frame (Ersatz für Standardhalterung der CPU)
- Seasonic Prime PX-1300 (Netzteil)
- EVGA Z970 Dark Kingpin (Mainboard)
- G-Skill Trident Z5 RGB 2×16 GB (Arbeitsspeicher)
Welche Peripherie kommt zum Einsatz? Beim Highend-System kommt ein 390-Hz-Monitor von ACER mit Full-HD-Auflösung zum Einsatz, laut Linus der weltweit erste Monitor mit so einer hohen Bildwiederholungsrate.
Als Maus kommt die Zaunkoenig MK2 zum Einsatz. Die 300-Euro-Maus hatte für großes Aufsehen unter Gamern gesorgt und hatte es sogar in „Die Höhle der Löwen“ geschafft.
Als Tastatur hat sich das Team für die Wooting 60HE entschieden. Dabei handelt es sich um eine 60%-Tastatur mit analogen Switches. Diese bieten besonders kurze Reaktionszeiten.
Was kostet das gesamte Setup? Laut Video hat das gesamte System etwas mehr als 13.000 kanadische Dollar gekostet. Das sind umgerechnet knapp 10.000 Euro.
Die 10.000 Dollar wären „besser in ein Coaching investiert“
Lohnt sich so ein teures Upgrade? Für die meisten Gamer, die ohnehin nicht professionell spielen, lohnt sich so ein System nicht. Linus erklärt, dass die 10.000 Dollar, die das System mehr als der „normale“ Build kostet, „besser in ein Coaching investiert“ wären. Denn Skill könne man sich nicht kaufen und müsse man mit Übung lernen. Dennoch kann in einigen Spielen die Framerate sogar direkten Einfluss auf das Gameplay haben.
Auf dem Papier sei die Latenz des Highend-Systems zwar deutlich geringer als die des Budget-Systems, im Video erklärt er jedoch, dass er den Latenz-Unterschied im Alltag aber kaum spüren würde (13:43 min im Video).
Warum ist Latenz überhaupt so wichtig? Latenz bedeutet, wie lange es dauert, bis ihr eure Aktion (Mausklick oder Tastendruck) auf eurem Monitor seht. Und hier spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:
- Es kommt auf eure Maus und Tastatur an, wie schnell die Reaktionszeiten sind. Hier kommt es etwa auf die Tastentypen und insbesondere auf die Länge des Aktivierungswegs an.
- Des Weiteren spielt euer Display eine Rolle. Je höher die Hz-Zahl, desto kürzer dauert der Bildaufbau.
- Obendrein ist es wichtig, wie lang das Signal vom PC zum Server im Internet und dann wieder zurück benötigt.
- Eure Hardware sorgt ebenfalls für Latenz. Dazu gehört die Zeit, die die Grafikkarte zum Rendern der Bilder benötigt und die anschließende Verarbeitung durch euren Prozessor, inklusive Software.
Der berühmte Streamer shroud hatte übrigens einmal gemeinsam mit Linus ausprobiert, wie viel ein Display überhaupt im Gaming ausmacht. Auch hier musste Linus feststellen, dass bessere Hardware aus ihm noch keinen besseren Spieler macht:
Streamer shroud testet: Macht Euch ein 144Hz-Monitor zum besseren Shooter-Spieler?
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Das Setup hört sich nach “shut up and take my money an”.
Bei der Auflösung rennt die 4090 doch durchgehend im CPU Limit, egal bei welcher aktuellen CPU.
Da man bei der Intension dieses Builds wohl die Grafikpracht auf ein Minimum runterschraubt, wird das Teil die FPS auch dauerhaft auf 390 halten können.
Dann noch ne Mouse, die super klein ist und die 8k DPI werden eh auf 800 runtergeregelt damit man das überhaupt kontrollieren kann, da hätte ich eher ne Logitech oder Zowie genommen.
Die Tastatur, ok schön dass man die Hall-Effekt Switches konfigurieren kann, sie sind aber trotzdem nur linear. Wenn man das mag, ist das ok aber es gibt halt auch Menschen die hätten gerne anders Verhalten(tactile oder clicky).
Der Rest ist halt Geschmackssache, wenn schon ne AIO dann hätte ich ne Alphacool genommen.
Wenn man online spielt, kann man einen noch so gutes Setup haben, auf die Antwort vom Server muss man trotzdem immer brav warten. Wenn du dann mitten in der Pampa wohnst, wo noch nicht überall Lichtwellen verlegt sind, hast du vllt stechend scharfe Grafik aber trotzdem möglicherweise glitches und lags. Steht und fällt mit der Latenz.
Eine RTX 4090 OC für eine Full HD Auflösung? Achso, damit man die 390 Hz ausreizt. Finde ich trotzdem ein bisschen verschenkt. Mir persönlich würden ja 120 FPS dicke reichen. Dann kann ich dafür lieber auf QHD skalieren. Egtl gelten ja schon 60 fps als flüssig, 120 sind aber schon schöner. Alles darüber hinaus macht fürs Gameplay meiner Erfahrung nach nur noch minimale Unterschiede, für die man aber enorme Leistung braucht. Wenn man dann einen größeren Bildschirm hat und auf dem viele frames ausbringen will, zieht auch eine RTX ganz schön viel Strom. Braucht man hintenrum ein passendes Netzteil.
Und nen guten Stromanbieter. Meiner hat anfang des Jahres satte 25 ct/KWh draufgeschlagen. Also cappe ich jetzt alles wieder auf maximal 60 fps und Full HD. Ich will meine GPU auch nicht dauernd an der Kante laufen lassen, um sie nicht zu sehr zu verschleißen.