Twitch-Streamer Preach erklärt, was am Loot von WoW falsch läuft

Beute ist in World of Warcraft ein ewiges Streitthema. Der Streamer Preach hat sich darüber nun ausgelassen und viele Probleme aufgezeigt.

Wer in der aktuellen Version von World of Warcraft: Battle for Azeroth die beste Ausrüstung haben will, der hat es gar nicht so einfach. Es gibt viele Mechaniken, die ineinander greifen, und viele unterschiedliche Faktoren, die Gegenstände beeinflussen können. Oft ist auf den ersten Blick gar nicht erkenntlich, ob ein Item tatsächlich ein Upgrade für den eigenen Charakter ist.

Der berühmte Streamer Preach hat diese Problematik wunderbar in wenigen Minuten zusammengefasst und die zahlreichen unterschiedlichen Systeme angerissen (Minute 12-16):

Was ist das Problem? Die Jagd nach der besten Ausrüstung in World of Warcraft ist für Neulinge und Gelegenheitsspieler kaum noch zu verstehen. Wer sich nicht stundenlang mit dem Thema auseinandersetzt, der kann kaum die richtige Antwort finden. Dazu zählen Systeme und Ausnahmen wie:

  • Titanforging und Warforging: Gegenstände können per Zufall aufgewertet werden, um ein höheres Itemlevel zu haben.
    • Dabei kann auch ein Sockelplatz entstehen, der viel mehr Wert hat, als ein anderes Upgrade. Dadurch kann ein „schlechtes“ Item mit einem Sockelplatz viel stärker sein als ein Gegenstand mit höherem Level.
  • Azerit-Ausrüstung kann nicht aufgewertet werden, kommt immer mit festen Werten. Es gibt 250-300 Traits in diesen Items, von denen aber immer nur eine Handvoll wirklich relevant für jede Klasse ist.
  • Das Essenz-System für das Herz von Azeroth, bei dem man viel Farmen muss, um genau die richtigen Essenzen für die eigene Klasse zu bekommen.
  • Benthische Items sind besonders tückisch. Diese farmt man über Perlen aus Nazjatar. Doch wer „klug“ spielt, sammelt die Perlen mit seinem Hauptcharakter und kauft die Benthischen Gegenstände mit Twinks, um sie sich dann zuzuschicken. Dabei wartet man dann auf die perfekte Aufwertung mit Sockelplatz und genau dem Upgrade, das man braucht.
  • Das Verderbnis-System in Patch 8.3 bringt noch eine neue Ebene an Komplexität, das Spielern mit negativen Effekten belegt. Die Verderbnis kann jedoch auch wieder gesenkt werden.
  • Dauerhafter Grind von Artefaktmacht in altem, viel zu leichtem Content, um das Herz von Azeroth aktuell zu halten.

All diese Informationen zu den Feinheiten des Systems kann man nicht im Spiel bekommen, sondern muss man über externe Recherche finden. Das ist konter-intuitiv und schreckt viele Spieler ab, die sich nicht stundenlang mit Websites und Google-Suchen beschäftigen wollen.

Wem das zu komplex ist, der sollte sich an den einfacheren Freuden von WoW versuchen.

Beute ist unattraktiv, weil unverständlich: Zusammengefasst kommt Preach zu dem Schluss, dass man es bei den Mechaniken rund um die Beute einfach übertrieben hat.

Wenn Spieler erst auf verschiedenen Websites Berechnungen durchführen müssen, um herauszufinden, was für ihren Charakter tatsächlich ein Upgrade ist und was nicht, dann sorgt das für Frust. In vielen Fällen ist nicht einmal ersichtlich, auf welche Methode man einen bestimmten Gegenstand effektiv erfarmen kann. Oder um beim Wortlaut von Preach zu bleiben:

Ich weiß einfach nicht mehr, was gut ist. Jedes System, das für das Spiel entwickelt wird, hat diese Illusion von Tiefe. Doch das läuft immer nur auf „Ich muss die Antwort mathematisch finden“ hinaus, denn ich kann es selbst nicht mehr begreifen. Ich kann es einfach nicht. Es ist zu komplex. Das ganze System ist so überladen, dass es am Ende nur noch nervt, bis zu einem Punkt, wo man es alles beiseite schiebt. Man hat einfach kein Interesse mehr daran. Und ich glaube, das sehen aktuell viele Leute so.

Wie findet ihr die Beute aktuell in WoW? Findet ihr die vielen miteinander verworrenen Mechaniken gut und interessant? Oder sollte Beute wieder viel simpler sein?

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Sascha Hemmers
Sascha Hemmers
8 Monate zuvor

Ich bin seit 1jahr inner Pause ich habe kein Bock auf Summen Simmen Simmen pawn Strings erstellen und Azeritfarmen.

Maltes Meisterwerk wenn ihr mich fragt.
Grind Grind Grind Grind, da kann ich auch Dauerquest spiele spielen oder spiele bei denen es erst gar keine Quest gibt, Farmen an Mops…

Siehe dazu auch „4storry“ „Last Chaos“ „Diablo III“ vom letzterem kommt sicher die Dauer Farm idea in wow

sart
sart
8 Monate zuvor

Als hätte es nicht auch früher schon Theorycrafting noch und nöcher gegeben, wo genau ausgerechnet wurde, welche Fähigkeitenkombination die sinnvollste ist und auch welche Werte jemand in welcher Reihenfolge und bis zu welcher Zahl zu verbessern sind. Der Unterschied jetzt ist also nicht für sich genommen weniger Mathematik, sondern dass es mit „Wert A=X, Wert B =Y“ nicht mehr getan ist.

N0ma
N0ma
8 Monate zuvor

„Ich muss die Antwort mathematisch finden“ hinaus, denn ich kann es selbst nicht mehr begreifen. Ich kann es einfach nicht. Es ist zu komplex“
Da hat er recht. Gilt leider für viele Spiele. Man sollte selbst sehen können ob Ausrüstung gut ist oder nicht.
War allerdings auch vor BfA nicht anders. Procs auf Items wo man nicht weiss wie oft die wirken. Random Drops von legendären Items. Ständige Itemlevel Up’s. Blizzard möchte das die Leute grinden, und ein Teil der Leute möchte das auch. Dann muss man anscheinend mit jedem Addon und SubAddon ein neues System erfinden, da ist keine Zeit für ein sinnvolles System.

Sascha Hemmers
Sascha Hemmers
8 Monate zuvor

Du sprichst mir aus der Seele.

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