WoW: Twitch-Streamer will Geld sehen, sonst sind ihm die Zuschauer egal

Ein WoW-Streamer hatte die Nase voll und seinen Zuschauern die Meinung gegeigt. Wenn die nicht zahlen wollen, interessiert sich Twitch-Streamer Mcconell auch nicht für deren Wünsche.

Das Leben ist auch als Twitch-Streamer nicht immer leicht. Vor allem dann, wenn ein Teil der Zuschauer etwas ganz anderes gespielt sehen will, als der Twitch-Streamer eigentlich zocken möchte.

Das geschah McconnellRet, einem Spieler von World of Warcraft, vor einigen Tagen. Der Konflikt führte dazu, dass er sich abfällig seinen Zuschauern gegenüber äußerte. Auf deren Kritik und Vorschläge wolle er sich nur einlassen, wenn die bereit sind, für den Stream zu bezahlen.

Wer ist das überhaupt? McconnellRet ist einer der größeren WoW-Streamer auf Twitch mit knapp 175.000 Followern. Das ist schon eine beachtliche Menge, er hat also eine große Reichweite.

Den größte WoW-Twitch-Streamer ist über seinen Erfolg übrigens ziemlich unglücklich geworden.

Zuschauer wollen WoW Classic – Streamer will Modernes WoW

Kritik nur von zahlenden Zuschauern gewollt: Im Twitch-Stream vom 20. März geriet der WoW-Streamer McconnelRet ein wenig mit seinen Zuschauern in Konflikt. Es kam die Diskussion auf, dass er doch lieber WoW: Classic spielen und streamen sollte anstelle des moderenen WoW.

Der Streamer erklärte darauf lang und breit, warum ihm der Spielstil seines Vergeltung-Paladin in Retail besser gefällt, doch die Diskussion ging weiter. Am Ende verlor McconnellRet ein wenig die Beherrschung, wie man in diesem Twitch-Clip hört:

Was genau hat er gesagt? McconnellRet ist der Ansicht, dass er auf Zuschauer, die nichts spenden oder nicht abonniert haben, auch nicht hören muss. So sagte er:

Es interessiert mich einen Dreck, was meine Zuschauer wollen, dass ich mache. Meine Zuschauer geben mir kein Geld. Vielleicht, wenn ihr mir Geld geben würdet, dann würde mich es mehr interessieren – aber ihr gebt mir kein Geld. Gebt mir Geld und Eure Meinung interessiert mich, wie klingt das? (…) Ansonsten könnt ihr mich mal.

Allerding sollte man diese Worte mit ein bisschen Humor betrachten, denn er scheint sie wohl nicht ganz im Ernst gesagt zu haben.

Wie so oft im Internet, wenn Leute ihre eigene Meinung vertreten, erntete McconnellRet dafür viel Kritik.

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Classic oder Retail? Dieser Streamer hat eine klare Meinung.

Sollten „Umsonst“-Zuschauer mitbestimmen? Doch auch wenn die Aussage von McconnellRet offenbar nicht ganz ernst gemeint ist, wirft sie eine spannende Thematik auf:

  • Sollten Twitch-Streamer überhaupt stark auf ihre Zuschauer hören und das spielen, was die nicht-zahlenden Zuschauer sehen wollen?
  • Oder sollte ein Twitch-Streamer nur das zocken, worauf er auch selbst Lust hat und das maximal mit seinen zahlenden Zuschauern diskutieren?

Immerhin ist klar nachvollziehbar, dass die „zahlenden Zuschauer“ eben die sind, die den Streamer auch finanzieren – also wäre es gut, besonders diesen Zuschauern zu gefallen.

Doch wer sich als Streamer zu sehr verbiegt, riskiert darüber unglücklich zu werden wie der Top-WoW-Streamer Asmongold.

Aber wie seht ihr diese Thematik?

Twitch-Streamer, die ihre Fans um mehr Geld oder finanzielle Zuwendung bitten, sorgen immer wieder für Diskussionen und werden kritisch gesehen:

Frustrierte Streamerin brüllt Zuschauer auf Twitch dreist um Spenden an
Quelle(n): dexerto.com
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Theojin
15 Tage zuvor

Das zeigt eigentlich auch, was für Leute da teilweise die Streams anschauen. Wenn ich mir so einen Stream anschauen würde, dann suche ich mir einen mit etwas, was ich sehen will. Und nicht einen, der was anderes macht, und laber den dann im Chat zu, er soll das spielen, was ich sehen will.
Die monetäre Geschichte ist mir sowieso egal, ich würde für sowas eh keinen Cent bezahlen, dann kauf ich mir lieber das Spiel und unterstütze die Entwickler.

Zer0d3viDE
15 Tage zuvor

vollidiot…

DerWashbr
15 Tage zuvor

Followerzahlen sind auf Twitch nichts aussagend. Nur weil ich jemand folge, heißt es nicht das ich ihn jeden Tag gucke. Und wenn er meint er müsste Geld verlangen, soll er halt Content bringen.

Wunderwarze
15 Tage zuvor

Sowas passiert, wenn Streamer glauben, sie wären Stars.
Tatsächlich sind es Dienstleister – Nicht mehr und nicht weniger.

Klar kann er streamen was er will. Wenn es keiner schaut, dann streamt er halt fürs Nirvana.
Zuschauer zahlen indirekt – Große Reichweite, viel Werbung, viel Kohle. Ist bei Privatsendern ja auch nicht anders.

Daniel
14 Tage zuvor

Wieso ist er denn Dienstleister? Ein Dienstleister bekommt eine finanzielle Gegenleistung für seine Arbeit. Ein Streamer der dies nicht macht um seinen Lebensunterhalt, zumindest zum Teil, zu decken, streamt zur Unterhaltung und kann spielen was auch immer er will. Wer sind wir denn ihm das vorzuschreiben?

Croaker
15 Tage zuvor

Hat er schon Recht. Er unterhält die Leute mit dem was er tut. Wenn einem das Gefällt dann kann man denjenigen schon ein bisschen unterstützen.
Die normalen Twitcher schwimmen in der Regel ja nun auch nicht in Geld.

Drachenberg
Drachenberg
15 Tage zuvor

Ich sehe das mit Game-Streamern wie bei Straßen-Musikanten. Man kann gerne was rein werfen wenn man mag, aber wenn nicht, sollten die sich auch nicht beschweren. Es ist ja nicht so das man beim betreten des Streams einen bindenden Vertrag oder sowas eingeht.

User
15 Tage zuvor

Guter Vergleich 👍🏻

Platzhalter
15 Tage zuvor

War das nicht schonmal? Oder ist das diesmal ein anderer?

Ace Ffm
15 Tage zuvor

Was die Leut für Probleme haben…

Drachenberg
Drachenberg
15 Tage zuvor

Ja… in Deutschland werden jetzt massenhaft Menschen arbeitslos, aber wir sorgen uns darum ob ein Zockender Streamer genug Spenden bekommt… manchmal muss man sich Fragen ob die Menschheit wirklich das Recht zum Überleben hat, wenn du weißt was ich meine!

Ace Ffm
14 Tage zuvor

Ich persönlich glaube ja,dass es besser wäre,wenn der Planet sich bald wieder von uns erholen könnte. So ein gutes Bild geben wir nicht unbedingt ab. Ganz und gar nicht.

Drachenberg
Drachenberg
14 Tage zuvor

Da kann ich leider eher nur zustimmen.

chips
15 Tage zuvor

Für mich ist die Problematik dahinter, was man sich unter dem „Geld“, dass die Streamer erhalten vorstellen. Einnahmen über Twitch durch Werbung etc., die nur indirekt durch Zuschauer finanziert werden, mal ausgenommen, ist die Frage doch ob man das Geld, was man dem Streamer zukommen lässt (über Donations oder was auch immer), als eine Art Gehalt sieht oder als Unterstützung und was man für Erwartungen damit verknüpft. Meiner Ansicht nach ist es Unterhaltung die Geboten wird, ähnlich wie es auch Fernsehen betrifft. Und dort bezahlt man Rundfunkgebühren auch nicht, um dann ZDF ein Mail schreiben zu können, dass sie die Tagesschau gefälligst durch Fussball ersetzen sollen. Man hat Angebote und nutzt diese oder eben nicht. Der Unterschied ist, dass die wenigsten Streamer ein fixes Einkommen haben, das ihnen Unabhängigkeit erlaubt. Aber da müssen sich meiner Ansicht nach die Zuschauer an der Nase nehmen. Das Geld was sie Streamern zusprechen sollte für guten Content sein, der einem gefallen hat und nicht für Content den man in Zukunft erwartet. Die Problematik liegt wohl eher darin, dass eine Subscription für den kommenden Monat ist und nicht rückwirkend bezahlt werden muss/kann.
Für mich müssen Streamer sich davon fernhalten, Content direkt gegen Cash zu liefern. Weil man sich damit in Teufels Küche begibt. Und wenn man doch mal was für die Community machen will, kann man das immer noch zusammen ausarbeiten.

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