WoW: Raidleiter zwingt Spielern einen Vertrag auf – 349€ Strafe drohen

Blizzard hat mit dem Pre-Patch 8.0 zu WoW: Battle for Azeroth die Plündermeister-Option zur Beuteverteilung abgeschafft. Ein Gildenleiter greifen deswegen zu drastischen Methoden. Wer mitmachen will, muss sich vertraglich verpflichten, sich an die Lootregeln des Raids zu halten.

Gildenleiter setzt Vertrag auf: Auf einem englischen Realm hat ein Gildenleiter anscheinend einen Vertrag aufgesetzt, in dem er die Vergabe des Mounts von Argus im mythischen Modus von Antorus, dem Brennenden Thron regeln will.

Jeder in der Gilde, der das Mount noch nicht hat, sollte unterschreiben – mit Klarnamen und Charakternamen.

wow antorus argus the unmaker screenshot mmozone
Bei Argus droppt ein Mount, das wohl sogar einen Vertrag wert ist.

Harte Regeln für den Loot

Die Geschichte hat ein deutscher Nutzer in den Foren gepostet. Er spielt in einer internationalen Gilde auf einem englischen Realm. Laut dem Nutzer hat der Gildenleiter den Vertrag auf dänisch aufgesetzt, vermutlich seine Muttersprache.

Warum der Vertrag? Den Vertrag hat der betroffene Gildenleiter aufgesetzt, um die Verteilung des Reittiers „Gefesselter Ur’zul“ zu regeln, der nur im mythischen Modus fällt. Im Raid gab es zuvor schon eine Liste mit einer Reihenfolge an Spielern, die beim jeweils nächsten Kill das Mount bekommen sollen.

Die Mounts von Antorus: Diese 4 Reittiere gibt’s im neuen WoW-Raid

Damit das auch gewährleistet wird, verlangt der Gildenleiter eine Zustimmung zu seinem Vertrag. Spieler, die das Mount erhalten, sollen so vertraglich gezwungen werden, es an den Spieler weiterzugeben, der als nächstes auf der Liste steht.

WoW mount title antorus Shackled Urzul
Der Gefesselte Ur’zul: Um dieses Mount geht es im Vertrag.

349€ Strafe drohen

Krasse Strafen: Als Zeichen dafür, dass er es ernst meint, hat der Gildenleiter üble Strafen im Vertrag festgehalten. Er hat den Wert des Mounts auf einer Drittseite nachgeschlagen – wer sich nicht an den Vertrag hält, soll deswegen 349€ Strafe zahlen.

Der Vertrag sei angeblich legal, und wer Einspruch erheben will, müsse persönlich beim dänischen Amtsgericht vorsprechen. Wer außerdem nicht zustimmt, wird laut dem Verfasser des Forenposts im Discord bloßgestellt und angeprangert – und vom Raid ausgeschlossen.

Drei Personen haben erst nicht unterzeichnen wollen. Alle drei wurden vor dem Argus-Pull direkt angesprochen und gedrängt – zwei knickten ein.

World of WArcraft Troll
Ein Troll. Bild hat nichts mit dem GIldenleiter zu tun.

Daher kommt die Idee: Der Vertrag kam zustande, weil Blizzard mit dem Pre-Patch zur neuen Erweiterung Battle for Azeroth die Möglichkeit des Plündermeisters entfernt hat. Plündermeister war eine Beuteoption, in der der ernannte Meister sämtlichen erhaltenen Loot frei im Raid verteilen konnte.

WoW: Ende des Plündermeisters spaltet Community – Pro und Contra

Seit Patch 8.0 gibt es jedoch nur noch den sogenannten „Persönlichen Loot“ – jeder erhält also nur noch selbst Beute per Zufall. Diese kann noch an andere Spieler gehandelt werden, solange sie kein Upgrade darstellt.

Was haltet Ihr von der Aktion? Findet Ihr sie übertrieben oder könnt Ihr sie sogar nachvollziehen? Wie handhabt Ihr den Loot seit dem neuen System? Schreibt uns einen Kommentar!

Mehr tolle Stories zu World of Warcraft findet Ihr auf unserer WoW-Seite auf Facebook!

Quelle(n): WoW Foren
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Haui

raiden ansich ist schon bescheuert genug

Raid = mit nem Sack voll Pappnasen eine Choreografie vor großen Füßen abtanzen ^^

Tebo

Und ich dachte bei uns wärs schlimm gewesen…

Bei uns wurden, wenn man unabgemeldet einfach nicht erschien, Gold und dkp Strafen verhängt. Oder man musste für den ganzen Raid das Buff-Food sammeln.
Mit dem dkp System wurden dann auch diese Mounts verteilt. Meiner Meinung nach ein sehr faires System.

Warum man den Plündermeister abschaffen muß, erschliesst sich mir nicht. Gibt nur Ärger wie man sieht.

Sina Tyler

selten bescheuerte idee…mal abgesehen von der tatsache, wenn sich die gildis darauf einlassen…selbst schuld, kommt halt drauf an, ob man seine pixel-gier im griff hat.

Guest

Dieser Vertrag wird vermutlich genauso viel wert sein wie leeres Toilettenpapier.

Belpherus

Schwachsinn, Toilettenpapier hat zumindest einen nutzten

Fain

Da bin ich ja fast froh kein Wow mehr zu spielen ^^ wir hatten das früher im Raid ziemlich einfach gelöst. War noch nie ein Freund von DKP, daher wurde für die items einfach gewürfelt. Das wurde auch ziemlich fair aufgeteilt. First speec / First Need, 2nd speec / 2nd Need, wenns dann immer noch keiner wollte konnte man es für seine twinks haben sofern es boe war. War fair und jeder war zufrieden

A Guest

Der sollte direkt lebenslang gebannt werden.

Wir brauchen keine kleinen Hitlers in Spielen.

Belpherus

Gott das neue Addon ist noch nicht mal angefangen und es passiert schon so was…
Blizzard sollte einfach den Plündermeister als Lootoption in Gildengruppen zulassen oder ganz normal zurückbringen. Gebt uns die Freiheit, über den Kram zu entscheiden.

phreeak

vlt sollte mein-mmo mal Kanzlei WBS auf youtube fragen, ob so ein Vertrag überhaupt gültig ist und uns nen Update geben. Wäre sehr interessant.

Seska Larafey

Brauchen sie nicht.. Wenn der Gildenleiter Klarname und Charakternamen haben will.. Ja dann gebe ich es ihm… Er hat ja nicht meinem Realen Namen haben wollen 🙂

Max Musterfrau und Mustermann halt

N0ma

Wenn, entscheidet das dann eh ein Gericht und kein Anwalt.
Solange der nicht gegen Gesetze verstösst kannst du abschliessen was du willst.

Ectheltawar

Dazu braucht es keine Kanzlei. Ich kann keinen Vertrag über etwas abschließen, von dem ich keinerlei Eigentumsrechte besitze.

Der Raidleiter, wie auch die anderen Spieler des Raids haben zum spielen von WoW vorher deren AGBs aktzeptiert und teil dieses Vertrages ist das zu keinem Zeitpunkt der Spieler irgendwelche Eigentumsrechte an WoW oder seinem Inhalt erwirbt. Grundlegend bezahlt man Blizzard einzig und alleine für das Recht deren Eigentum zu benutzen.

Wenn ich mir ein Auto leihe, kann ich dieses auch nicht einfach weiterverleihen ohne die Zustimmung des Eigentümers. Auch eine Wohnung die ich anmiete, darf ich nicht ohne Einwilligung des Eigentümers weiter Untervermieten. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen und läuft immer auf das gleiche raus.

Will der betreffende Raidleiter das sein Vertrag wirklich bindend ist, muss dieser von Blizzard schriftlich abgesegnet werden und ich Zweifel sehr stark an, das sich Blizzard auf solch einen kleinkarierten Mist einlässt.

phreeak

also mich interessiert die Meinung eines Experten schon, als von jemanden von der Wikipedia und Google Universität. Man unterschreibt ja in erster Linie einen Vertrag zu einem Verhaltenskodex und nicht über ein Item selber. Daher seh ich es nicht ganz so eindeutig.

Ectheltawar

War es nötig diesen beleidigenden Unterton auszupacken? Ich kann mich nicht erinnern irgendwo etwas über mein Quellenmaterial, meinen Bildungsstand geschweige den meinen Beruf nieder geschrieben zu haben.

Und es geht sehr wohl einzig und alleine um ein Item, der Artikel sagt doch sehr eindeutig das es um das Mount geht und wie dieses verteilt wird.

Aber was weiß ich schon als Absolvent der Google Universität und Besucher der Wikipedia-Bibliothek……

BuckyVR6

Sehr schöne Antwort,
Gebe dir übrigens recht.
Da du wirklich nur die Nutzung vertraglich eingehst kannst du nicht vertraglich auf eine Verteilung pochen.
De jure: Vertrag ungültig./ völlig unsinnig
Was gehen würde, wäre eine Änderung der Gildenregeln das die Mitglieder sich mit der Reihenfolge der Verteilung des Loots in vorherbestimmter Reihenfolge abfinden müssten, da man so ein möglichst faires Spielerlebnis erreichen möchte. Der „Vertrag“ in diesem Sinne ist der Gildenbeitritt, aber hier wäre eine Vertragsstrafe dann höchsten der Gildenrauswurf.
etc. p.p. usw. jada jada

Bodicore

Ich würde schon deshalb gegen diesen Vertrag verstossen nur weil ich sehen möchte wie er diesen vollstrecken will 😉

N0ma

Du darfst dann nicht mehr nach Dänemark 🙂

Scaver

Tja, der Untergang der WoW Community in seiner reinsten Form!

Ich bezweifle stark, dass der Vertrag rechtsgültig ist, da Gegenstand des Vertrags das Eigentum eines Dritten (hier Blizzard) ist.
Ich kenne das dänische Recht nicht besonders gut, aber soweit sind wir alle nicht voneinander entfernt in Nord und West Europa.
Zumal ich denke, dass hier auch schon EU Recht greift.
Gegenstand ist das Eigentum von Blizzard (Inhalte aus dem Spiel World of Warcraft). NIEMAND, egal wo in der EU, kann eigenen Rechte gegenüber einen Dritten geltend machen. Sprich der Raidleiter und auch sonst niemand kann einen Anspruch wegen etwas aus dem Spiel gegen einen anderen Spieler geltend machen.

Und selbst wenn, dürfte der Streitwert so nicht stimmen. Einfach irgend eine Drittseite als Quelle zu nehmen ist wohl nicht ausreichend. Der Wert muss real bestehen, damit er als Schadensersatz geltend gemacht werden kann.
Und da hier vom Wert des Mounts gesprochen wird, geht es um Schadenersatz. Denn eine Vertragsstrafe währe unabhängig vom tatsächlichen Wert.

Naja, selber Schuld wenn die Leute das machen. Ich hätte eher die Pläne öffentlich gemacht und die Namen aller, die versuchen, sich daran zu beteiligen.
Der Shitstorm, der jetzt eh folgt, wäre hoffentlich eine Lehre!

Edit: Ach ja und gegen die Nutzungsbedingungen von Blizzard wäre das Ganze auch. Sobald eine Strafe fällig wäre und tatsächlich bezahlt würde, hätte der Raidleiter InGame Leistung gegen Echtgeld verkauft und ist strikt verboten. Die Konsequenz… die Accounts beider Beteiligten würden permanent gebannt werden ohne die Chance, den Account je zurück zu bekommen!

N0ma

Genaugenommen wird ja grad nichts verkauft. Somit fällt das nicht unter diese Echtgeld-Regel.

Weiterhin wenn man den bestraft durch Bann der das Mount nicht abgibt, bestraft man den doppelt a) Geldstrafe wegen Vertragsverletzung b) Bann.

Phil

Das einzige was mir dazu einfällt, sozial top aufgestellte Gilde….

Bei uns unmöglich, man macht sich jetzt schon Gedanken wie wir Items weitergeben können in BFA , damit wir, wie es mit PM auch war, irgendwie alle zufrieden stellen können und auch Progress fahren können.

Devi19991

Naja wenn er ein paar tausend Euronen springen lässt dabei, passt es ja. Wenn er meint er kann damit Leute ausnützen, sollte man ihn rechtlich an die Wand drücken.

N0ma

Da die Spiele heutzutage immer mehr Gelddurchsetzt sein war das nur ne Frage der Zeit bis sowas kommt.

Generell find ich die Umstellung des Lootsystem gut, genau wegen diesen Gildenmauscheleien. In Raidgilden hat doch meistens der Gildenleiter das letzte Wort gehabt wer irgendeinen Loot bekommt. Auch bei DKP gabs dann doch mal die „Ausnahme“ von der Regel. Die sollten langam mal anfangen umzudenken, anstatt Verträge aufzusetzen.

Koronus

Ich fand das System besser, wo der Loot angezeigt wird und man darum entweder Bedürftig oder Gierig würfelt oder passt.

Fain McConner

Du scheinst irgendwie die falschen Gilden erwischt zu haben.

Real123

Die übliche Frage die sich bei solchen Sachen immer stellt ist:
Wer ist dümmer, der der den Vertrag aufsetzt oder die die ihn unterschreiben…

Ich würd mich klar an die Reigenfolge halten, aber nen Vertrag unterzeichnen… rofl, ich würd den so hart auslachen 😀 😀

Naska

Da machen dir deine Mitspieler die „einfach nur einen Spassigen Nachmittag wollen“ und diejenigen die „oben auf der Liste sind“ schon ordentlich Druck, geh mal davon aus.
So ganz hart lachen würdest dann nicht mehr.
Aber ich weiß das es einzelne gibt die auch mit all dem Druck noch auf beiden Beinen stehen und gehen Notfalls.

redfox2809

Dann schalt ich den PC ab und es macht keiner mehr Druck!!!

Ectheltawar

Was ein Schwachsinn und ich Zweifel stark an das sich das irgendwie durchsetzen lässt. Das System ist genau wegen solcher Idioten nun ungestellt worden. Wer das besagte Mount schon hat, kann es nicht mehr bekommen. Wenn es also als Loot fällt, wird es vom System einem der Spieler zugeordnet, die es bisher noch nicht haben. Fairer geht es kaum und weil der Plündermeister zwar in anständigen Gilden funktioniert hat, er aber leider zu oft einfach nur missbraucht wurde, haben wir nun dieses neue System. Auch wenn es nur einige schwarze Schafe waren, hat Blizzard das nun unterbunden. Zwar mit einer Einschränkung für diejenigen die schon immer angemessen mit dem Werkzeug Plündermeister umgegangen sind, aber viel fairer als persönlicher Loot geht es ohnehin kaum.

Was den Vertrag angeht, so wird der vor keinem Gericht wirklich bestand haben. Letztlich wird hier über einen Gegenstand ein Vertrag geschlossen, der nie und zu keinem Zeitpunkt Eigentum der im Vertrag erwähnten Personen ist. Wer die AGBs von Blizzard kennt, weiss das alles was an Pixeln im Spiel fällt, grundsätzliches Eigentum von Blizzard ist und bleibt. Solange wir unsere monatliche Gebühr bezahlen, dürfen wir uns an dem Besitz der besagten Dinge erfreuen, aber das macht uns niemals und zu keinem Zeitpunkt zum Eigentümer und nur dieser hätte das Recht etwas zu verkaufen, oder eben einen Vertrag abzuschlissen, der solche Dinge regelt, wie es unser dänischer Freund gerne hätte.

Coreleon

Naja der kann in seinen Vertrag erstmal alles rein schreiben was er will und auch den erstgeborenen Sohn fordern. Ob das ganze rechtlich durchsetzbar ist wäre dann aber eine andere Sache.
Also bei der Nummer wäre ich direkt gegangen, frag mich wirklich wieso Leute bei sowas mitmachen, wenn dem die Spieler weglaufen hat sichs komplett mit dem Loot. ^^

René Marx

Hart, aber Fair.
Ohne Plündermeister wird man sowas, außerhalb von Gilden in denen jeder jeden kennt, wohl zukünftig häufiger sehen.
Ich finde zumindest für reine Gildengruppen sollte es den Plündermeister als Option wieder geben. Eventuell mit Einschränkungen für klar gekennzeichnete Twinks und Neuzugänge (um den Missbrauch für Boostgruppen zu erschweren). Oder aber auch nur für bestimmte Drops, wie eben Mounts oder sehr seltene Skins.
Wer sich in der Gilde stärker und häufiger einbringt sollte auch zuerst das Recht haben etwas seltens und hart erarbeitetes zu erhalten. Diese Option muss Gilden einfach zustehen.

Scaver

Fair ist es nicht! Es verstößt auch gegen die Nutzungsbedingungen!
Und rechtlich Zweifel ich das auch stark an. Denn Dänemark gilt nicht gerade zu den Ländern, wo man vertraglich tun und lasen kann, was man will.

1. Bei PM gibt es immer Betrug, auch in vielen Gildengruppen. Ich kenne es selber dass ich in vielen Gilden schon mehrfach auf Items, auf die ich lt. DKP und anderen Systemen schon lange ein Anspruch hatte verzichten musste, weil es eben die Freundin, der Kumpel oder so vom Raidleiter brauchte oder dann doch der Neuling, damit man ihn nicht zu sehr mitziehen muss und so weiter.
Und wenn man sich die Foren und Reddit anschaut, scheint es eher die Regel als die Ausnahme zu sein!

2. Wurde PM hauptsächlich deswegen entfernt, um etwas gegen Splitruns von Gilden zu unternehmen! Über die Effektivität kann man streiten, aber es wird etwas bringen und daher wird PM so schnell nicht zurück kommen, da Blizzard Splitruns nicht gut heißt!

Koronus

Da ich nicht Raide, was sind Splitruns?

René Marx

Splitrun bedeutet, dass Gilden eine Gruppe aus ihren Main-Chars und Twinks bilden und damit auch wieder und wieder die aktuellen Raids laufen. Die Twinks sind dann so gewählt, dass diese den beteiligten Mains die ausrüstung abtreten können.
Dadurch können die Gilden Ihre Mains schneller auf Best-In-Slot Equip bringen.
Diese Strategie wurde von vielen Progressgilden im Wettlauf um die First-Kills als unabdingbar, aber (ähnlich dem Artefaktmacht-Grind) als sehr stressig empfunden

Koronus

Danke für die Erklärung.

René Marx

Also die Rechtswirksamkeit dieses Vertrages und der Verstoß der Nutzungsbedingungen hin oder her, aber so etwas wird man nun öfter sehen. Mit „fair“ meinte ich nicht unbedingt diese genaue Form, sondern mehr eine Regelung mit klaren Konsequenzen bei Missachtung.
Blizzard hat den Gilden die Möglichkeit der Verteilung, ohne eine annehmbare Alternative, genommen und diese suchen nun selber nach Alternativen.
Versteh mich bitte nicht falsch, ich rede hier nicht über Splitruns zum GS-Farmen, sondern lediglich über Prestige-Loot.
Hierfür sollte Blizzard ein Gildeninternes, einseh- und notfalls anfechtbares System schaffen, um eben Arbeit und Angagement in einer Gilde z.B. mit dem seltenen Mount oder Waffenskin zu honorieren.
Oder einfach eine Art Bad-Luck-System wie bei den Legendaries.
In Jedem Fall müsste dann die Handelbarkeit des Drops bis zur Erlernung unmöglich gemacht werden und eine einheitliche Droprate wie für alle nicht Gildenspieler, nach dem Drop/automatischen Erlernen, eingestellt werden

Ectheltawar

Das ist aber genau eines der Kernprobleme: „Ein System das Arbeit und Angagement besonders belohnt“.

Klingt im Grunde logisch und fair und ich nehme an wenn man hier über Lebensrelevante Dinge sprechen würde, wie zB Arbeit, würde dem jeder ausnahmslos Beipflichten. Leider ist WoW aber kein wirklich Lebenswichtiger Punkt, sondern lediglich ein Spiel.

Hier verkommt das obige dann ganz schnell zu einem Bestrafungssystem für Spieler die weniger Zeit innerhalb des Spiels verbringen können. Gerade DKP-Systeme zeigen geradezu deutlich worauf das hinaus läuft und fair sind diese Systeme nur für die, die eben auch die zeit dafür haben ihre Punkte entsprechend zu holen.

Das Persoloot-System ist eine durchaus fairere Lösung. Wer öfter geht, bekommt logischerweise auch mehr Loot. Ergo kann man keinesfalls davon sprechen das die Vielspieler benachteiligt werden. Wer weniger Zeit zum spielen hat, bekommt auch nach wie vor weniger Loot. Soweit also alles beim alten, nur das wir kein System mehr haben, das dem Wenigspielern das Gefühl vermittelt, das sie bestraft, dafür einfach nur weniger Zeit zu haben.

Daher trennte die ganze Diskussion rund um den Persoloot für mich ein wenig die Spreu vom Weizen. Wer sich über die Abschaffung des Plündermeister aufregt, hat diesen ohnehin nur ausgenutzt oder war wirklich nicht in der Lage die Komplexität zu begreifen, das sich an dem Verhältnis „Wer viel spielt bekommt auch mehr Loot“ nichts ändert.

René Marx

Ich habe absolut nichts gegen das Persolootsystem.
Ich finde es lediglich für Prestige-Loot, wie Mounts oder Waffenskins (z.B. die Sense von Argus) nicht fair genug. Hier sollte es:
1. Wie bereits gesagt ein WoW internes System geben, ähnlich dem Legendary-System, dass Spielern die häufig in einer (größtenteils) gildeninternen Gruppe raiden einen Bonus auf diese Gegenstände geben
Und 2. sollten diese Gegenstände beim ersten Drop auch direkt automatisch erlernt werden und danach für besagten Gegenstand nur wieder die normale Drop-Chance gelten, um eben solchen Verträgen, Drohungen und einem unfairen Hin-und-Her-Geschiebe des Loots zu unterbinden

Und ich sehe WoW nicht als „lebensrelevant“ an. Es ist ein Spiel und Hobby und ähnlich wie in allem anderen, sollte einfach mehr Arbeit auch mehr belohnt werden. Und selbst in meiner kleinen Gilde von genau 10 Personen schaffen wir es ca. alle 2 Wochen einen Raid hinzubekommen.

Gorden858

Statistisch gesehen mag das stimmen. Aber auf den einzelnen runtergebrochen und besonders bei so seltenen Sachen wirst du regelmäßig Fälle haben bei denen jemand, der schon zig mal dabei war es immer noch nicht bekommen hat und dafür jemand anders, der direkt beim ersten mal Glück hatte. Weiß jetzt nicht, ob das fair ist…

Ectheltawar

Also ist das Glück des einen, für das Pech des anderen Verantwortlich? Der Versuch innerhalb eines solchen System, das auf Glück basiert, Fairness zu schaffen ist zwangsmäßig zum scheitern Verurteilt.

Dein Glückloser Spieler A war nun 10 mal bei besagten Endboss, hatte aber bisher kein Glück. Zumindest nicht im Bezug auf dieses eine besondere Item. Natürlich hat er während der 10 Runs diverse andere Dinge bekommen, aber es geht hier ja „nur“ um das eine besondere Mount.

Nun kommt Spieler B das erste mal und eventuell sogar das letzte mal mit, vielleicht weil er nicht die Zeit hat für regelmäßige Termine, vielleicht aus anderen Gründen. Trotzdem hat er das enorme Glück und genau in diesem einem Run fällt dann besagtes Mount für den Spieler.

Es ist nun also fair das der wirklich glückliche Spieler B natürlich das besagte Mount an Spieler A übergeben muss mit der einzigen Begründung weil er ja schon 10 mal die Chance hatte, es aber bisher nicht geklappt hatte.

Mir ist klar, das die Mathematik dahinter recht komplex ist, aber wer nicht erkennt, das es absolut nichts mit Fairness zu tun, jemanden für sein Glück innerhalb eines RNG-Systems zu bestrafen, dem brauch ich das Ganze auch nicht weiter runterrechnen da es vermutlich nicht verstanden wird.

Aber sie Antwort ist recht eindeutig: Ja! Das Persoloot-System ist innerhalb des ganzen Glücksystem das WoW nun mal hat, immer und zu jedem Zeitpunkt die fairste Variante für alle. Klar wird darin jeder mal mehr, oder mal weniger Glück haben, aber in der breiten Masse geht das einfach auf.

Fain McConner

Irgendwie habt ihr sonderbare Gilden. Ich hab sowas nie erlebt.

SCHAUI

So hart das klingt. Aber im Enddefekt versucht der Leiter das ganze Fair für jeden zu gestalten der sich die Arbeit für den Raid macht. Vertrauen ist gut, kontrolle noch besser.

Gorm

Wenns nicht so viele Ar$chlöcher geben würde müsste man solche „Verträge“ auch nicht aufsetzen.

Scaver

Er versucht es, geht aber einen falschen Weg. Denn legal, wie er behauptet, ist es nicht. Im Besten Fall ist es einfach nicht durchsetzbar. Im schlimmsten Fall riskiert er seinen Account, denn das kassieren der Strafe wäre gleichzusetzen mit dem Handeln von InGame Items gegen Echtgeld. Und dafür gibt es von Blizzard nn Ban auf Lebenszeit für den Account.

Joey

Wo steht das es fair ist? Es gibt ne Liste in welcher Reihenfolge wer was bekommt.
Wer hat diese Liste geschrieben und nach welchen Kriterien landen Leute weiter oben oder unten auf der Liste.
Wenn der Loot zufällig und Personalisiert ist, ist dass eins der fairsten Systeme die man haben kann.
Dann hängt es nur vom Glück ab ob man bestimmte Items hat und nicht wie lange man in der Gilde ist oder wie gut man mit dem Gildenleiter ist oder ob der DPS Wert der Person besser ist.

Kim Diamondtear

Ein Vertrag in einem Spiel… Der Raidleiter nimmt es wohl ne Spur zu ernst ????. Einfach nur lächerlich. WoW ist einfach nicht mehr das was es mal war. Früher war’s unterhaltsam, war lustig und man hat nette Leute kennen gelernt. Heute ist alles bitterer ernst, jeder will schnell irgendwo durch und am besten schreibt man nicht mal mehr nen Hallo in die Gruppe. Hab meinen geschenkten gratis Monat ganz schnell wieder auf Eis gelegt ????. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu alt geworden…????

Gorm

Ich habe vor 10 Jahren mit WoW angefangen. Zur der Zeit gab es die eine oder andere Gilde die eine Bescheinigung sehen wollte das man Arbeitslos ist. Kuriose regeln gab es immer mal.

Kim Diamondtear

Hey ich hab 2006 angefangen ????. Ja hast schon recht, gibt immer irgendwo komische Leute. Aber die Strafe finde ich trotzdem krass. Hab mal 3 Wochen Raid Verbot bekommen, weil ich’s nicht eingesehen hab Leute aus China auszurüsten????. Ich mein, keiner außer der Gildenchef hatte was davon. Wenn meine Leute das Zeug noch brauchen, verkauf ich’s doch nich. Aber als guter Heiler hab ich damals sehr schnell eine neue Heimat gefunden ????

Koronus

Wieso solltest du bitte Leute aus China ausrüsten?

Seska Larafey

Wir haben das damals mit DKP geregelt. Teilnehmen am Raids gab Punkte und man konnte danach darauf bieten.. Aber das hier schiesst den Vogel definitiv ab

Halogin

DKP funktioniert halt ohne Masterloot nicht mehr. Da muss man drauf vertrauen, dass jedes Raidmitglied die Items an den Raidlead übergibt

Mon Typhon

Selbst das geht nicht persoloot kannst du nur weiter geben wen das Item schlechter ist als das was du trägst

Scaver

Stimmt nur teilweise. Wenn es schlechter oder gleichwertig ist.
Gesperrt ist es nur, wenn es vom iLvL her besser ist.

Mon Typhon

genau das habe ich geschrieben xD

Scaver

1. Geht das nur, wenn man für den Slot schon ein Item mit selben oder höheren iLvL besitzt.

2. Wieso sollte man. Bei PM gehörte der Loot dem Plündermeister.
Bei PL gehört der Loot dem Spieler, der ihn bekommen hat. Der PM hat kein Recht darüber zu entscheiden!

Einzige faire Lösung: Sobald ein Item droppt und es gehandelt werden kann, einigen die Spieler sich untereinander.
Entweder klassisch wie im LFR mit /rnd oder man spricht sich halt ab.
Aber dann eben freiwillig und nicht erzwungen.
Dabei kann dann ein AddOn wie Personal Loot Helper helfen.

Mike

Ich bin schon länger raus, aber nachdem was ich gelesen habe funktioniert eben genau das nicht mehr nachdems keinen Plündermeister mehr gibt.

Scaver

Was soll nicht mehr gehen?
Personal Loot kann man auch handeln. Alles was kein anlegbares Equip ist, wie z.B. Rezepte, Haustiere und Mounts, können innerhalb von 2 Stunden mit allen am Boss Kill beteiligten Spielern gehandelt werden.
Das ist schon so, seit es PL gibt und bleibt auch so!

Beschränkungen beim Handeln gibt es nur beim anlegbaren Equip. Da kannst das Item nicht handeln, wenn Du für den Slot kein Item mit gleichem oder höheren iLvL besitzt (die Werte sind egal).

Beispiel: Es droppen Schulterm mit iLvL 350 Du trägst welche mit iLvL 345 und hast auch keine anderen Schultern im Besitzt:
Du kannst die Schultern NICHT handeln, da sie von iLvL her ein Upgrade wären (die Werte da drauf werden ignoriert).

Beispiel 2: Selbe Schultern mit iLvL 350 droppen. Du trägst Schultern mit iLvL 350 oder höher:
Du kannst die Schultern 2 Stundenlang innerhalb der Gruppe (und mit den Spielern die am Kill beteiligt waren) handeln.

Beispiel 3: Es droppen die Schultern mit iLvL 350. Du trägst aber nur Schultern mit iLvL 345. Du hat im Inventar aber schon andere Schultern mit iLvL 350 oder höher, die an dich Selengebunden sind:
Du kannst die Schultern 2 Stundenlang innerhalb der Gruppe (und mit den Spielern die am Kill beteiligt waren) handeln.

Vanzir Nivis

Da fehlt noch was, was mir gestern bei einem Raid aufgefallen ist, selbst wenn du wie in deinem Beispiel, Schulter mit gs 350 trägst und Schulter mit gs 345 bekommst, kann es auch passieren das du sie nicht handeln darfst, weil auf den 345 Schultern nen Sockelplatz ist und auf deinen 350er nicht und Blizz diesen Sockelplatz als Upgrade ansieht.

Gorden858

Kleine Korrektur: Wenn jemals so ein Item an dich gebunden war. Wenn du es danach an einen Händler verkaufst oder löscht, zählt es trotzdem noch. Wurde mal in einem Q&A beantwortet.

Nookiezilla

Lies dir die News nochmal durch.

Seska Larafey

Meine ich nun den Raid Leader oder doch Blizzards Änderung? Lies dir meine Antwort nochmals durch…

Scaver

Leider haben sich viele Raidleiter nicht daran gehalten. Ich kenne verschiedene Systeme mit DKP:
Wer die höchsten DKP und Bedarf hat, hat Anspruch und kann es zu einem Festpreis an DKP kaufen. Wen ner passt, ist der 2. auf der Liste dran.
Ebenfalls Auktionen wo mit DKP geboten wird, offen wie auch verdeckt.

In allen 3 Fällen habe ich schon mehrfach erlebt, dass sich über die Regeln hinweg gesetzt wurde und das weniger zum Wohle der Raidgruppe, als für den Raidleiter, seine Freundin, den Kumpel oder nem Random dem er noch etwas schuldet.
In Gildengruppen gab es leider auch viel zu viele Ausnahmen, da es ein System ohne jede Kontrolle ist.

Seska Larafey

ja so was gab es auch, aber dann würde ich einfach die Raid Gilde verlassen. Früher gabs diesen RaidMasterlooter gar nicht und es musste auf Vertrauen gebaut werden. Ein Gilden leader schaute in den Corpse rein was es für Loot gab, verlinkte es in den passenden Chat und man konnte anfangen zu bieten, natürlich hatten Klassen die es gebrauchen konnten vorrang usw. Aber leider hatte diese Aktionen auch einen Haken. Die zeit bis der Corpse verschwand oder ob man „sicher“ looten konnte nach der Aktion.

Früher wahr vertrauen das höchste gut, aber nun gibt es einige MMOs die „Arschlöcher“ beglückwünschen… siehe z.b. Eve Online und die „Betrüger“ News. Der Wandel der Zeit?

Fain McConner

Wer so etwas mit sich machen lässt, ist selber Schuld. Da sitzt der Raidleiter eigentlich recht fix mit seiner Freundin alleine da.

Theroja

Das wird ja immer besser 😀

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