Wenn das eigene Kind behauptet, dass man richtig gut in World of Warcraft ist, aber das gar nicht stimmt. Was macht man denn dann?
World of Warcraft ist inzwischen seit 20 Jahren auf dem MMORPG-Markt und begleitet manche Spielerinnen und Spieler schon einen Großteil des Lebens. Wenig verwunderlich, dass auch viele „alte“ Gamer inzwischen Väter sind und Kinder haben – die mitbekommen, was ihre Eltern da in World of Warcraft treiben. Doch wenn das zur größten Leistung des Vaters wird, kann das so manch eine (liebevolle) Sinnkrise auslösen.
Was ist vorgefallen? Im Subreddit von WoW zeigte der Spieler AurronGrey mehr oder weniger stolz eine Seite aus dem Aufgabenheftes seines Kindes. Darin sollte das Kind den Satz „Mein Vater ist wirklich gut darin …“ vervollständigen. Die Antwort des Kindes in der noch etwas ausbaufähigen Grammatik:
„He is dad good at wourld of war craft“, also: „Er ist Vater gut in wourld of war craft“.
Stimmt das denn überhaupt? So richtig freuen kann sich der Vater darüber aber nicht, denn die Einschätzung des Kindes entspricht nicht so ganz der Wirklichkeit, wie er in einem Kommentar feststellt:
„Der schlimmste Teil davon – abgesehen davon, dass der Lehrer meines Kindes denkt, meine größte Lebensleistung wäre das Spielen eines Computerspiels – es stimmt nicht einmal. Fragt einfach mal die Gruppen, die ich zu heilen versuche.“
Doch auch dafür gibt es offenbar eine logische Erklärung, wie ein anderer Kommentar hervorhebt:
„Um fair zu sein, sagte das Kind, dass du ein „Vater gut“ bist und nicht dass du wirklich gut spielst.“
Damit sieht die Welt gleich schon viel besser aus, denn AuronGrey antwortet darauf:
„Das ist eine wichtige Unterscheidung, die ich bisher gar nicht begriffen habe. Ich kann mit „Vater gut“ leben.“
Community feiert den Vater: Auch wenn AurronGrey nicht so ganz weiß, ob er darüber weinen oder lachen soll, ist man sich in der Community doch sicher, dass das eine schöne Erinnerung ist. Viele andere erzählen ebenfalls von Erlebnissen mit ihren Kindern oder denen von Verwandten, die sie beim WoW-Spielen beobachtet haben. Dabei könne man die Kinder oft ganz leicht beeindrucken:
- „Als mein Neffe 5 oder 6 war, bin ich in ein Low-Level-Gebiet mit Murlocs gegangen und hab die alle mit AoE weggehauen. Er war total verwirrt und dachte, ich wäre die beste Person in dem Spiel. Er ist jetzt 9 und fällt noch immer darauf rein.“ – kathychaos
- „Du bist ein Rang-1-Spieler. Zumindest im Herzen deines Kindes.“ – fanatic-ape
Doch nicht nur Kinder kriegen von World of Warcraft mit – manchmal tut es auch die ältere Generation. Eine schon etwas betagtere Dame lebt den Traum und zockt World of Warcraft, dabei gerne auch mal durch die ganze Nacht.
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Das würde aber bedeuten er ist als Vater nur gut wenn er WoW spielt. 😉
Glaub die solten sich doch erstmal auf Grammatik konzentrieren.
Wenn ich soviel WoW spiele das meine Kinder in der Schule darüber sprechen.
Würde ich es deinstallieren und ernsthaft mein Leben überdenken.
Und wenn ich so oft in meiner Garage an meinem Boot baue, dass meine Kinder in der Schule darüber reden, dann würde ich es sofort verbrennen und mein Leben überdenken.
Merkste selbst, ne?
😄
Ich würde auch ein Produktives Hobby welches ich zusammen mit meinen Kinder ausüben kann und lebenslange Erinnerungen schafft.
Und zusätzlich nach dem Bau auch noch Packtisch nutzen kann.
Mit alleine vor dem PC sitzen gleichsetzen
Das ergibt total Sinn und ist auch komplett das gleiche.
Genau.
Kinder dürfen unter keinen Umständen mitkriegen, dass die Eltern Hobbys haben und – Nether bewahre – dann auch noch darüber reden.
Immerhin hört mit der Niederkunft des ersten Kindes sämtliche Lebensfreude auf.
Wenn dein Hobby daraus besteht das dir deine Kinder dabei zu sehen wie du alleine am PC sitzt und so einen großen Teil ihres Lebens einnimmt das dies die dominante Erinnerung an dich ist, anstelle eines gemeinsamen Erlebnis
Wie Fußball spielen, Lego bauen oder was auch sonst immer du mit deinen Kindern machst oder ihnen beibringst, ist das in der Tat ein Problem.
Denn dieses Kindes Erinnerung ist wie seine Eltern alleine vor dem PC sitzen.
Ich würde behaupten das Gamen in erster Linie Entertainment und kein Hobby ist.