WoW: Legion – Entwickler der Artefaktwaffen verlässt Blizzard

Craig Amai, der Questdesigner und Entwickler der Artefaktwaffen, verlässt das Team von World of Warcraft nach mehr als 10 Jahren bei Blizzard.

Die Fans von World of Warcraft müssen in den letzten Tagen ziemlich tapfer sein. Obwohl das neue Addon bisher sehr gut bei den Fans ankommt, gibt es von Blizzard einige „Schreckensnachrichten“ zu hören.

Lead Quest Designer Craig Amai verlässt Blizzard

Nachdem erst Chris Metzen seine Koffer gepackt hat, folgt nun Craig Amai. Wer mit dem Namen nichts anfangen kann: Amai war federführend für die Entwicklung der Artefaktwaffen verantwortlich und hatte schon zuvor eine wichtige Rolle inne. So war er mehrere Jahre lang für zahlreiche Aufgaben im Spiel verantwortlich, denn er war der „Lead Quest Designer“.

WoW Craig Amai Lead Quest Designer

Generell ist der Werdegang von Amai ziemlich erstaunlich, denn sein erster Job bei Blizzard war der als einfacher GameMaster, bevor sein Aufstieg zu einer der wichtigsten Rollen bei der Entwicklung von World of Warcraft begann. In einem langen, ziemlich emotionalen Abschiedsbrief spricht er von seinem Weggang und wie schwer ihm diese Entscheidung gefallen sei. Er ist sich sicher, dass er das noch mehrere Male bereuen wird, denn „es sei naiv anzunehmen, dass es eine bessere Firma als Blizzard gebe.“ Dennoch wäre er nicht Amai, wenn er nicht versuchen würde.

„Ich gab World of Warcraft die 12 besten Jahre meines Lebens. Ich glaube, dass ich viele Fußabrücke in Azeroth und bei den Spielern, die sie erleben, hinterlassen habe. Bei so einem großen Team werden die meisten Spieler niemals meinen Namen kennen – sie kennen nur Blizzard. Das ist in Ordnung für mich. Ich habe das nie für persönliche Ehre getan. Ich bin zufrieden mit dem, was ich gegeben habe und was ich im Gegenzug zurückbekam.“

Die Gerüchte, dass er zum neugegründeten „Bonfire“ wechseln würde, wies er übrigens zurück. „Entweder ich arbeite für mich oder für Blizzard“ – er hält eine Rückkehr zu Blizzard sogar für recht wahrscheinlich.

WoW Craig Amai Shield Crest

„Ich könnte kein besseres Unternehmen gründen und ich wäre ein Idiot, wenn ich es versuchen würde. Ich vermute, dass ich eines Tages zurückkomme, wenn ich einige unbekannte Wege erforscht habe.

Aber meine Zeit mit WoW ist zu einem Ende gekommen und ich weiß, wie die Dinge laufen, wenn man Leute nicht mehr jeden Tag sieht… sie sind nie mehr die gleichen. Egal, wie sehr man die Leute auch liebt, sie entgleiten einem.

Das gilt zehnfach für einen sozialen Einsiedler wie mich.“

Mein-MMO meint: Es scheint ganz so, als hätten die Entwickler von Blizzard sich mit World of Warcraft: Legion ziemlich verausgabt. Wie schon bei Metzen ist auch Amai eine Person, die besonders großen Einfluss auf Azeroth hatte und die es erst einmal zu ersetzen gilt. Ich kann jeder Person nur empfehlen, sich den „Abschiedsbrief“ (in unseren Quellen) im englischen Original durchzulesen. Der ist nicht nur ziemlich bewegend, sondern zeigt auch deutlich, wie sehr den Entwicklern ihre eigene Arbeit am Herzen liegt.

Quelle(n): craigmakesgames.com, wow.gamepedia.com
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Dachlatte

“TimeSink” ^^ Ich glaube eher das die Leute jetzt schon vor dem Mega-Shitstorm wegrennen… Das bleibt aber erstmal eine “Vermutung” : )

Chunkslot

Liest sich zumindest in der Übersetzung so als hätte er beim schreiben 3,8 im Schatten gehabt.
Unglaubliche Selbstzweifel, (Ich könnte kein besseres Unternehmen gründen…)
Unsicherheit + die Frage nach dem Sinn des Lebens ^^
(Ich vermute, dass ich eines Tages zurückkomme, wenn ich einige unbekannte Wege erforscht habe.)
Und dann noch melancholische Gedanken..
( wenn man Leute nicht mehr jeden Tag sieht… sie sind nie mehr die gleichen. Egal, wie sehr man die Leute auch liebt, sie entgleiten einem.)

Der arme Kerl… drückt ihn er will kuscheln :)))

Cortyn

Ich glaube, die Feststellung, kein besseres Unternehmen als Blizzard gründen zu können hat wenig mit Selbstzweifel zu tun 🙂

Chunkslot

Ja gut ok aber der Rest, wenn man so schreibt ist man emotional eher feminin angehaucht oder öh…. besoffen

Das gesamt Bild spricht eher dafür das es nach nem durchzechten Abend geschrieben wurde kurz bevor man sich ins Bett legt und man sich im letzten aufbäumen noch Gedanken über Sinn und Unsinn dieser Welt macht ehe man mit dem Kopf in die Tastatur einschlägt……

Cortyn

Craig schreibt ja auch, dass er ein sehr emotionaler, wenn auch sehr zurückgezogener Mensch ist. Er entspricht sicher nicht dem Klischeebild des “harten Typen, der niemals weint” – aber genau das macht den Text von ihm so schön, finde ich. So wie er es beschreibt, hat er das ja auch schon seit einer ganzen Weile vor und nur auf den richtigen Augenblick gewartet. Mir ist soetwas ehrliches lieber als das 10. Mal den gleichen Text aus der Vorlage “Was schreibe ich, wenn ich eine Firma verlasse”.

Chunkslot

Ja ist halt ne andere Branche und gerade er kann es sich leisten.
Ich Spiel auch seit Jahren mit dem Gedanken meine Firma und meine dazu gehörigen Freunde zu verlassen.
Aber das wäre für mich ein Weg ohne zurück und wenn würde ich mich auch nur noch selbstständig machen anstatt irgendwo wieder total bei null anzufangen aber finde mal den Mut dazu obwohl die Mittel da sind, er könnte wieder zurück also ist es egal quasi oder sehr ich das falsch

Nookiezilla

Komischer Typ.

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