Stellar Blade Blood Rain ist schon jetzt kontroverser als der erste Teil – und leider echt eklig

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Die Ankündigung des Nachfolgers von Stellar Blade war eine ziemliche Überraschung. Doch bei einigen ist der Ekel groß.

Auf dem Summer Game Fest gab es eine Menge neuer Spiele. Darunter ist auch der Nachfolger von Stellar Blade, den viele erst in einigen Jahren erwartet hätten. Der zweite Teil trägt den Titel „Stellar Blade: Blood Rain“ und spielt im gleichen Universum wie schon der Vorgänger.

Ganz ähnlich wie schon das erste Spiel der Reihe des koreanischen Entwicklers SHIFT UP, gibt es auch wieder eine Kontroverse, die wieder die Protagonistin betrifft. Dieses Mal wirkt die neue Heldin „Evie“ nämlich nicht „einfach nur“ sexualisiert – in den Augen vieler sieht sie aus, als habe sie das Gesicht eines Kindes.

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Stellar Blade: Blood Rain im Ankündigungstrailer

Kindliches Gesicht auf dem Körper einer sexualisierten Frau

Was wird kritisiert? Neben einigen Vorwürfen der KI-Nutzung geht es in erster Linie um die Darstellung der Protagonistin Evie.

Während der wieder stark sexualisiert dargestellte Körper in hautenger Kleidung deutlich zu einer erwachsenen Frau gehört, wirkt das Gesicht jugendlich, regelrecht kindlich. Die Gesichtszüge entsprechen dem typischen „Kindchenschema“, bei dem die Augen besonders groß dargestellt sind oder die Nase recht klein und die Wangen eher rundlich.

Die Sexualisierung geht dazu noch mit den „üblichen“ Merkmalen einher, die man aus Stellar Blade 1 kannte, wie etwa deutliche Jiggle-Physics, dieses Mal nicht nur an der Oberweite, sondern auch am Hintern.

Das sorgt bei vielen Betrachtern sofort für Unbehagen und lässt den Verdacht aufkommen: Man will die Vorlieben von Menschen mit pädophilen oder hebephilen Neigungen ansprechen.

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Allerdings muss man fairerweise anmerken, dass Evie im Verlauf des Trailers mehrfach unterschiedlich dargestellt wird. Während ihre kindliche Darstellung vor allem in den ersten Szenen auffällt, sind ihre Gesichtszüge vor allem im Gameplay deutlich erwachsener. Das bestärkt Kritiker in dem Verdacht, dass bei der Erschaffung des Trailers viel KI zum Einsatz kam, wenn nicht einmal die Protagonistin einheitlich aussieht.

Stellar Blade Evie Childlike
Besonders in dieser Szene wirkt Evie kindlich.

Das sagen Stimmen der Community: In den verschiedenen Gaming-Subreddits wird die Darstellung von Evie heftig diskutiert. Der Vorwurf ist recht eindeutig. Man erschafft eine Protagonistin, die absichtlich kindlich wirken soll, um damit eine ganz bestimmte Zielgruppe anzusprechen. Einige Auszüge der Meinungen:

  • „Bekommt da noch jemand einfach einen ICK und findet das falsch? Sie hat das Gesicht eines Kindes, die Stimme einer Erwachsenen, ihr versteht schon. Die haben mich damit wirklich angewidert, man kann doch gar nicht leugnen, dass der Charakter wie ein kleines Mädchen aussieht. Was denkt ihr dazu?“Skylander1987 im GirlGamers-Subreddit
  • „Ich dachte im ersten Moment, das sei ein Kind. Kommt schon. Ihr könnt mir nicht sagen, dass das ein Erwachsenen-Gesicht ist.“Hereitisguys9888 im Gaming-Subreddit
  • „Ganz ehrlich, da wurde mir beim Zuschauen übel. Das ist so eklig. Aber du weißt einfach, dass es eine Menge ‚Gamer‘ geben wird, die solche und andere mittelklassige Spiele wie Stellar Blade feiern, damit sie sich weiter an Charakteren aufgeilen können, die aussehen, als wären sie 11.“AloneElk999 im GirlGamers-Subreddit

Cortyn meint: Ehrlich gesagt hatte ich mich zuerst auf Stellar Blade 2 gefreut. Trotz der kontroversen Diskussionen rund um den ersten Teil, hat das Gameplay von Stellar Blade extrem viel Spaß gemacht. Selbst wenn die Story ziemlich dünn war, hatte mich das Gameplay an eine wilde Action aus Bayonetta und Nier: Automata erinnert und ging einfach gut und stylisch von der Hand.

Dass die Vorstellung von Teil 2 mit einer noch größeren Kontroverse beginnt, ist ziemlich traurig. Denn während man bei einer klar sexualisierten EVE aus dem ersten Teil noch darüber hinwegsehen kann, wenn man sich an der Darstellung stört, fällt das bei Blood Rain deutlich schwieriger.

Dass man sich hier für ein kindliches Design entschieden hat, ist nicht von der Hand zu weisen. Dass man damit Inhalte für eine ganz spezielle Zielgruppe entwickelt, auf die – vollkommen zurecht – im Großteil der Welt mit Verachtung geschaut wird, muss den Entwicklern klar gewesen sein.

Ich kann nur hoffen, dass sie am Design der Protagonistin noch arbeiten. Doch selbst dann wird immer der eklige Beigeschmack bleiben, was denn die ursprüngliche Vision für das Spiel gewesen war. Und ganz ehrlich: Das alleine ist schon ein Grund, Stellar Blade: Blood Rain von der Liste der Games zu schmeißen, die ich gerne gespielt hätte.

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