WoW: World First Kills – Top-Gilde fordert klare Regeln und Geld-Preise

Exorsus reagiert auf den Bann von Blizzard. Wie kann man das Rennen um Firstkills in WoW wieder spannend und fair machen?

Vor wenigen Tagen hat Blizzard gegen einige Gilden in World of Warcraft einen Bann ausgesprochen, nachdem sich diese bei Helya – dem aktuell schwierigsten Boss – eines Exploits bedient hatten. Während einige Gilden, wie Limit, ihren Bann hingenommen und den Fehler eingesehen haben, wirft Exorsus Blizzard eine Doppelmoral vor. In einem langen Beitrag auf Reddit gibt Exorsus einen Einblick in das Leben der Elite-Raider und in die Probleme, die es aktuell gibt.

Blizzard: Das Fähnchen im Wind?

Laut Exorsus gehören „Tricks“ und das Ausnutzen kleiner Bugs schon immer zum Rennen um die Firstkills dazu. Exorsus wirft Blizzard eine „kreative Auslegung“ der Regeln durch die Entwickler vor. Denn was genau nun eine legitime Taktik und was ein „Ausnutzen eines Fehlers“ ist, das ist gar nicht immer so offensichtlich. So gab es etwa schon Kill von Archimonde in Warlords of Draenor einen ähnlichen Fall, bei dem man einen Tank zur bestimmten Zeit sterben lässt, um eine Mechanik zu umgehen.Blizzard_Pic

Hier wurde das von Blizzard nicht geahndet. Tatsächlich benutzten damals sogar alle 5 Topgilden diesen Fakt aus, was daraus eine „valide Taktik“ machte.

Kein Anreiz für Firstkills

Ein weiteres Problem sieht Exorsus in dem Anreiz von Firstkills. Blizzard versucht in allen Sparten in den eSport-Markt zu drängen, aber PvE in World of Warcraft stirbt langsam aus – zumindest bei den Profigilden. Zur Elite zu gehören ist schwierig, zeitraubend und anstrengend. Die wenigsten Spieler wollen sich diesen Stress für „ein paar anerkennende Worte auf Twitter“ antun. Eine Möglichkeit wäre ein Preispool, der das Rennen um Firstkills wieder spannend macht und auch den Spielern neue Anreize gibt.

WoW Legion Exorsus Xavius-Kill

Exorsus war besonders schnell beim Mythic-Kill von Xavius.

Exorsus hat da zwar auch keine perfekte Lösung, aber einige Ideen, wie etwa diese:

„Führt einen kleinen Preispool für die X besten Gilden der Welt ein, mit klaren Regeln (Es muss der letzte Boss sein, maximal X Mitspieler pro Gilde, etc.). Das würde massenweise Spieler zurück in die Hardcore-Szene führen. Sie könnten sogar zusätzliche Haustiere einführen (etwa eine kleine Version des jeweiligen Endbosses) und sie als eine Art „Crowdfunding-Sache“ verkaufen (5%/10%/20% aller Einnahmen würden dann in den Preispool wandern).“

WoW Legion Xavius Version2

Xavius als Minipet – eine rettende Idee?

Auch das „Legendary-Softcap“ von 4 Items wurde angesprochen. Profi-Raider sahen sich gezwungen, mehrere Charaktere der gleichen Klasse auf 110 zu spielen und dann zu hoffen, dass sie die richtigen beiden Legendaries bekommen würden, um weiterhin mithalten zu können. Dieses Problem gehört aber bereits der Vergangenheit an. Siehe dazu unseren Beitrag zur Entfernung des Softcaps für Legendaries.

Den kompletten Beitrag von Exorsus findet Ihr wie gewohnt in unseren Quellen.

Cortyn meint: Mir fällt es hier schwer für eine Seite Partei zu ergreifen. Auf der einen Seite sehe ich es absolut nicht ein, dass geschummelt und exploitet wird – das hat nichts mit „Fair Play“ und einem gerechten Rennen um den First Kill zu tun. Auf der anderen Seite ist es auch schwierig, wenn Blizzard „mal so und mal so“ urteilt, was genau denn nun verboten ist und was nicht. Einige Vorschläge, wie etwa die Endbosse eines Raids als Minipets zu verkaufen und einen Teil der Einnahmen als „Gewinntopf“ für legitime Firstkills zu vergeben, finde ich dahingegen gut und würde ich vermutlich sogar unterstützen… und mich dann auch mal wieder für Firstkills interessieren.

Wie seht Ihr die ganze Sache?


Mit dem Rennen um World Firsts beschäftigen wir uns in diesem Artikel:

World of Warcraft: Twink-Raids, Nerd-Screams, Ruhm – Das Rennen um den World-First in WoW im Wandel der Zeit

Autor(in)
Quelle(n): mmo-champion.com
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