World of Tanks: Chef erklärt die 2 größten Fehler in der Geschichte des MMOs

World of Tanks gibt es schon 10 Jahre und das Panzer-MMO hat einige Erfolge feiern können. Doch es gab auch herbe Fehler und Rückschläge. Darüber hat sich der Chef von Wargaming, Victor Kislyi, jetzt zu Wort gemeldet.

Um was geht es? 2020 ist das Jahr, in dem Wargamings Panzer-MMO World of Tanks sein 10. Jubiläum feiert. Dazu gab der Firmengründer und Chef, Victor Kislyi, ein Interview mit der Seite VentureBeat, worin er über die Vergangenheit des Spiels sprach und was gut lief, aber auch was schiefgegangen ist. Zwei der größten Fails aus der Geschichte des Spiels erklären wir euch hier.

Die größten Fehler in World of Tanks – Rubicon und der 9.0-Bug

Auf die Frage nach den schlimmsten Fails der Vergangenheit kamen Kislyi gleich zwei Schnitzer in den Kopf, die in der Vergangenheit für großen Ärger bei den Fans gesorgt hatten. Das berüchtigte Rubicon-Update und ein fieser Bug aus Update 9.0, den die Qualitätssicherung übersehen hatte.

Victor Kislyi
Victor Kislyi ist der Boss von Wargaming und in Interviews meist erfrischend offen.

Das war das Problem mit dem 9.0-Bug

Was ist passiert? Als Update 9.0 an den Start ging, hatte die Qualitätssicherung leider einen schwerwiegenden Bug übersehen, der trotz Prüfung live auf die Server kam und sämtliche Spieler weltweit betraf.

Der Bug sorgte bei ungefähr 20 Prozent der Spieler für massive FPS-Einbrüche und machte das Spiel auf deren Rechner quasi unspielbar. Betroffen waren vor allem Spieler, die World of Tanks auf alten, schwachen Rechnern bisher flüssig spielen konnten.

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Auf solchen hohen Detailgraden spielen nicht alle Fans WoT.

Was war daran so schlimm? Laut Kislyi sind viele der WoT-Spieler keine Hardcore-Gamer, die massig Geld in ihre Rechner stecken. Es gibt auch viele Spieler, die einen alten Rechner zu Hause haben, auf dem sie sonst E-Mails schrieben oder ihre Steuererklärung machen.

Gerade in Russland und China sind solche Spieler häufig. Und genau diese Spieler waren dann auch besonders betroffen vom Bug und konnten plötzlich nicht mehr zocken. Das wurde noch schlimmer, da der Bug kurz vor dem großen russischen Feiertag „Tag des Sieges“ auftrat. An diesem Tag feiert man in Russland den Sieg über die Nazis und welcher Tag würde besser zum Zocken eines Spiels voller Panzer aus dem 2. Weltkrieg passen?

Da viele russische Spieler aber genau da nicht zocken konnten, waren die stinksauer und das war laut Kislyi auch bei den Finanzen zu spüren. Man habe einen herben Treffer hinnehmen müssen und ordentlich Geld ging dadurch verloren.

Rubicon – Das schlimmste Update von WoT

Was ist passiert? Das große Update Rubicon aus dem Jahre 2015 sollte ein fetter Brocken werden und WoT massiv voranbringen. Man hatte große Pläne. So kam ein neuer Spielmodus namens Rampage, bei dem man Respawns, Luftangriffe und neue Maps bekam. Das ganze Spielprinzip von World of Tanks sollte sich hier ändern.

Doch am Ende war der Modus alles andere als das, was die Spieler wollten:

Wir versprachen diesen super neuen Modus, und wir versprachen ihn bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, aber wir schafften es nicht, den Modus selbst hinzubekommen. Die „Regeln“ des Modus waren nicht gut genug, sagen wir es mal so. Wir dachten, es würde eine innovative neue Erfahrung sein, aber es machte einfach keinen Spaß, wenn echte Spieler anfingen, ihn zu spielen.

Damit mein Kislyi wohl die damals übliche Praxis, dass sich Gilden gegenseitig Siege zuschoben, um den exklusiv in diesem Modus verfügbaren Super-Tank T-22 zu bekommen.

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Das war der Trailer zu Rubicon.

Was ist dann passiert? Victor Kislyi und sein Team entschlossen sich dann schließlich, die Notbremse zu ziehen und den Modus wieder zu streichen. Da dies die Spieler wütend machte, wurde viel Arbeit darin gesteckt, die Umstände zu erklären. Dort war man auch sehr transparent und erklärte im Prinzip, das man zu arrogant und optimistisch war und davon ausging, besser zu wissen, was die Spieler wollen, als diese selbst.

Damals wurden erst alle wichtigen russischen Blogger und Influencer zu Wargaming eingeladen, um über die Fehler bei Rubicon zu berichten. Später wurde dies in Europa und den USA wiederholt. Diese Transparenz habe am Ende dazu geführt – so Kislyi – das die Spieler ihnen das Rubicon-Desaster verziehen hätten.

Am Ende hat World of Tanks aber trotz aller Fehler und Rückschritte nach wie vor großen Erfolg und bringt Wargaming viel Geld ein. Anders sieht es um das Flugzeug-MMO World of Warplanes aus. Das stand schon immer im Schatten des Konkurrenten War Thunder und konnte nie wirklich abheben. Daher erklärte Victor Kislyi auch jüngst, das man auf Warplanes nicht mehr viel Zeit und Energie verwenden werde.

Quelle(n): VentureBeat
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ZerberusAC

Ach wie gerne würde ich die Stats der kommentierenden bei Noobmeter sehen^^

Thor2D2

Das ist ja lustig, als ich die Überschrift des Artikels gesehen habe, wusste ich ganz genau, wie die Kommentare aussehen werden und ich wurde nicht enttäuscht. 😛
Das Geheule über den MM, die Premiummunition, die Aluhuttheorien über spezielles RNG für Zahler, es ist alles dabei. Allerdings hab ich mich gewundert, dass sogar die toxische Community erwähnt wurde. Da genau die es ist, die immerzu rumjammert und die Schuld bei anderen sucht. Siehe erster Kommentar: „Kein einziger ist fähig zur Selbstkritik oder Fehleranerkennung.“ Am Besten mal bei sich selber nach Unfähigkeit suchen, dann findet man den richtigen Ansprechpartner für die schlechte Winrate. Das Beste sind allerdings dann immer die, die nur am Rummeckern sind und wenn man sich ihre Garage anschaut, ist sie voller aktueller Premiums. Wenn alles so schrecklich ist, dann bezahlt doch nicht mehr, dann hört auf zu spielen. 😀
Ich habe auch persönliche Kritikpunkte, die muss aber nicht jeder teilen. Mir gefällt es nicht, dass das Spiel immer schneller wird. Die taktische Komponente leidet darunter. Die Radpanzer sind die Spitze dieser Entwicklung und ich hoffe, dass sie wieder verschwinden oder zumindest durch richtige Nerfs an Einfluss verlieren. Bis dahin versuche ich, von ihnen so viele wie möglich zu erledigen, oder ich fahre sie selber. :silly:

Franzl

Tun wir mal so als würde es keine Manipulierung der RNG(und mehr?) nach Zahlung und Sanktion geben:
1. Radpanzer
2. Goldmunition
3. Utopische HE-Heavys und -TDs und utopische Panzerung
4. Zu viel und viel zu starke Arty(was nicht heißt das jede Arty nur trifft und genug Schaden machen würde)
5. Das Matchmaking muss Spielerwerte beachten und Teams entsprechend ausgleichen, die derzeit genutzte Punkteformel ist schlicht idiotisch, ebenso ist es selbst mit nur 2 Stufen Unterschied oft völliger Unsinn, da bspw. viele T7 realistisch gar keine T9 durchschlagen können, man ist da einfach nutzlos und soll Opfer sein als Spielspaß interpretieren? Hingegen reicht für 9er meist n simpler Rechtsklick ohne groß zu visieren um einen 7er um 50-70%, selten komplett zu zerlegen. Lächerlich.

Zum heute eingeführten Valantine kann man nur sagen, dass WG die Missachtung der tatsächlichen Spielerschaft(und nicht die der Influenza und Blogger mit Traum-RNG) ständig weiter suf die Spitze treibt. Das Ding bewegt sich kaum vom Fleck und durchschlägt selbst mit Gold kaum etwas.

Wargaming scheint sich selbst auf die Suche nach dem größtmöglichen Fail zu begeben. Nicht um ihn auszumerzen, nein, um ihn zu Integrieren!

Der Spielzustand ist so desaströs, dass es unmöglich für neuere Spieler ist etwas zu lernen. Alles was einmal funktionierte, funktioniert zu 99% nie wieder! In exakt gleicher Situation. Das erklärt dann auch wieso 7-12 Spieler im Team rein gar nichts machen. Alle anderen wundern sich wieso so extrem viel bounced. Außer die Top-Zahler und WG-Schleimer ohne Sanktion wegen irgendwas, die alle anderen für paranoid und schlechter als sich selbst halten. Und wer wird ernst genommen? Genau jene.

Ich kenne andere Russenspiele (bspw. RF4) die DEVs sind alle irre, paranoid und rächen sich für eingebildete Sachen! Kein einziger ist fähig zur Selbstkritik oder Fehleranerkennung. Genauso einer ist Victor Kislyi. Da kann auch das Bild auf dem er mal nicht wie ein Psycho aussieht nicht von ablenken. Ihr habt hier kein Interview gemacht, sondern Werbung geschenkt.

Trotzdem spiele ich WOT noch. Die Sucht nach dem Durchschlag, der immer seltener kommt, ist grade auf den oberen Stufen gewaltig. Aber seit Monaten gibt es kein Geld mehr, von mir. Die Strafe folgt, mit immer schlechteren Werten.

Schlachtenhorn

„Tun wir mal so als würde es keine Manipulierung der RNG(und mehr?) nach Zahlung und Sanktion geben:“
„und nicht die der Influenza und Blogger mit Traum-RNG“
„Aber seit Monaten gibt es kein Geld mehr, von mir. Die Strafe folgt, mit immer schlechteren Werten.“
comment image

So habe ich auch gedacht, bis ich das Spiel gelernt habe, zwar bin ich nur bei 51% winrate und einer durchschnittlichen w8, doch ich weiß wo meine Fehler liegen und was ich falsch mache.
Die Profis können das Spiel halt besser, das fängt vom Makroplay und hört beim Mikroplay auf.

Sich aber hinzustellen und einer höheren Gewalt dafür verantwortlich zu machen, bloß weil man schlecht ist und/oder nicht lernfähig ist, ist kein Weg.

schaican

Moin sorry aber bei den ersten 3 Punkten hat er recht

Schlachtenhorn

Diese 3 habe ich auch nicht angesprochen oder ansprechen wollen.
Es ging mir ausschließlich um die Aussagen „Wargaming bevorzugt jeden anderen weil ich nicht genug cashe, nicht weil ich das Spiel noch nicht vollständig verstanden habe“.

Ansonsten hätte ich ihn recht gegeben, Radpanzer sind nerftötend und besiegen die meisten Lights.
Goldmunition, eine Munitionsart die (fast) keine Nachteile hat (man bedenkt normalsierung etc., einige Parameter beeinflussen die Goldmunition nicht).
Und die Allrounder-panzer zusammen mit den megabollwerke (am besten mit he Kanonen damit wenigstens eine Seite spaß hat).
Aber das wollte ich wie gesagt nicht ansprechen.

JayBo

Die größten Fehler:
1. leFH ins Spiel zu bringen
2. Premium Munition für Paar credits mehr, keine Limitierung whatsoever (Stufe 8-10 goldfest sein Urgroßvater)
3. Vergammeltes matchmaking
4. Kein Schwerpunkt auf balancing im Spiel oder team play

ZerberusAC

Für ihn waren natürlich mit die Sachen der Größte Fehler, die richtig Geld gekostet haben…..

Für mich waren das über die Jahre andere…

Einführung Stufe 10 Jagdpanzer
Autoloader
Premium-Ammo für Credits
MM im Tier 8 (+/-2)-Bereich
Nicht vorgehen gegen Botter

schaican

nur die 2 da fallen mir aber noch mehr ein
der genauigkeits nerf von 0.9.17
die munitions überarbeitung ( HE kann abprallen )
die neue schußverteilung seit 1.1. zitat wg „ungenaue panzer werden genauer und genaue panzer werden ungenauer“ ratet mal welche panzer bis dato am ungenausten waren
goldmunition viel zu billig und leider seit punkt 1 und 2 für viele situationen nötig
durch missionen und internem/externem Wertungssystem ( WN8 ) wurde aus einem Teamspiel ein einzelkämpferspiel
der mm ist ein witz gab schon vor jahren den vorschlag den abzuändern, 1min. tierspread +-0, 2min. +1, 3min. +2
wurde aber mit der höherren wartezeit als begründung abgelehnt
unfaire mods zb „Warpack“ gibt es schon seit jahren mittlerweile auch für die schiffe, wg hat die Technischen und juristischen möglichkeiten dagegen vorzugehen aber ausser ein paar bannwellen passiert da nichts, wer 10 euro im monat fürs bescheißen ausgibt der hat auch mehere accaunts

Max Mustermann

Premium Munition und Matchmaking sind die größten fehler… seit release…

MikeLee2077

Ich fand damals diese Ankündigung mit der Havok-Engine und der damit möglichen Zerstörung von Häusern, Zäunen und anderen Objekten noch schlimmer. Man konnte in Videos diese ganzen geilen Effekte sehen, die es aber so nie ins Spiel geschafft haben. Man hat die Spieler Jahrelang darauf warten lassen und konnt es lange nicht zugeben das es so gar nicht kommen wird.
Goldammo und der Fakt das viele Panzer erst imba (oft auch Premium) und dann absichtlich zu stark abgeschwächt werden um die Leute praktisch dazu zu zwingen wieder neue Panzer freizuspielen oder noch besser, zu kaufen fand ich als Spieler ebenfalls schlimm. Genau so dieser riesige nerf von TD’s vor paar Jahren der zwar nötig, aber in diesem Ausmaß absolut lächerlich war. Die Dinger konntest du eigentlich in die Tonne werfen danach.
Das größte Problem was WoT hat ist die toxische community. zugegeben, sie sind nicht das einzige Spiel das dieses Problem hat, aber von der Konzentration und vom Pegel her sie sie mit marktführend.

Max Mustermann

„Das größte Problem was WoT hat ist die toxische community. zugegeben, sie sind nicht das einzige Spiel das dieses Problem hat, aber von der Konzentration und vom Pegel her sie sie mit marktführend.“

Dann musst mal LoL spielen 😉

Malocher

ungeachtet des artikels waren für uns gamer die 2 größten fails :
ingamechat mit gegnerteam rauszunehmen
und
TEAMDAMAGE ….jetzt kann jeder scoutsp*st campen gehen ohne das man ihn wegballern kann OMG
….*ollidi*ten !!!

ich spiele es seit 1 jahr nicht mehr , kann mir gestohlen bleiben dieses botverseuchte game PFFF

Thor2D2

„TEAMDAMAGE ….jetzt kann jeder scoutsp*st campen gehen ohne das man ihn wegballern kann OMG
….*ollidi*ten !!!“ So, wie Du Dich äußerst, hast Du wahrscheinlich nie begriffen, dass es Situationen gibt, in denen es für einen Scout durchaus angebracht sein kann, eine Zeit lang zu campen. Ja, es gibt WN8 Pusher, die hinten stehen, aber ich kenne viele, die sich mit dem Scoutfahren nicht auskennen und den „Campern“ erst mal zeigen müssen, wie sie zu spielen haben. So schätze ich Dich nach Deinen Äußerungen ein. Ich glaube nicht, dass Du ein großer Verlust für das Spiel bist.

Malocher

wer redet den hier von bestimmten situationen?!
ich rede von deppen die sich auf td positionen hinstellen gleich zu gefechtsbeginn und dann noch nix machen wenn ein td neben (in dem augenblick sollte der scout vorne und idealerweise die ersten gegner aufgedeckt haben ) ihnen steht, bereit feueruntertützung zugeben
aber neeeein scout steht , deckt nix auf und artis+tds bekommen keine ziele ….super !
das ist sooo oft der fall gewesen , das hat und macht einfach kein spass mehr, wenn man nicht gerade selber lights fährt.

wie oft habe ich als heavy fahrer mehr scoutpunkte bekommen als unsere campenden scouts …einfach nur traurig

wenn man solche spiele spielt will man auch gewinnen und dazu gehört es nunmal seine rolle zu spielen aber so wie du dich angegriffen fühlst hast DU das wohl noch nicht begriffen und wurdest wohl schon paar mal abgeknallt wie?^^

Thor2D2

Nö, ich werde so nicht abgeknallt, weil mir der redline passiv spotting Spielstil nicht gefällt. Allerdings wurde ich früher ab und zu auch vorne beim passiv spotten von freundlichen Teamkollegen wie Dir angeschossen, weil sie der Meinung waren, dass ich entweder wie bekloppt hin und her fahren und mich abschießen lassen oder an einer anderen Stelle für sie Licht machen sollte. Hab mich dann meistens irgendwohin in Deckung vor ihnen begeben und sie, wenn sie offen waren dauergetrackt, bis sie weg waren. Und wenn ich nachgeschaut habe, war unter ihnen nur in den seltensten Fällen jemand mit einer Winrate von über 50%.

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