Der Content Creator Wolfe „WolfeyVGC“ Glick redet in seinem neuesten YouTube-Video über die Erfahrungen, die er auf Turnieren zu Pokémon gemacht hat. Fans sollen ihn häufiger ohne seine Zustimmung angefasst haben, was seinerseits zu Angst und Stress führte. Jetzt zieht er Konsequenzen.
WolfeyVGC ist ein bekannter YouTuber, Twitch-Streamer und Pokémon-Spieler im US-amerikanischen Bereich. Er hält den Rekord für die meisten gewonnen Regional Championships und konnte auch mehrere Siege bei den National und International Championships einfahren. Außerdem wurde er in 2016 sogar Weltmeister.
Sein Content auf YouTube und Twitch dreht sich dementsprechend um Pokémon und auf seinem YouTube-Kanal kann er über 2 Millionen Abonnenten verzeichnen (Quelle: YouTube).
In seinem neuesten Video geht es allerdings nicht um Pokémon, sondern WolfeyVGC redet darüber, warum er in naher Zukunft keine Turniere mehr besuchen möchte und was die Gründe dafür sind.
Fans sollen WolfeyVGC gegen seinen Willen angefasst haben
Was hat WolfeyVGC für Erfahrungen gemacht? WolfeyVGC berichtet, dass er auf Pokémon-Turnieren immer wieder von Leuten belästigt worden sei. Von September 2024 bis August 2025 nahm WolfeyVGC an insgesamt sieben Turnieren teil. Auf fünf von diesen soll er begrabscht worden sein.
Bei gemeinsamen Fotos mit Fans soll es zu nicht einvernehmlichen Berührungen gekommen sein, die auch teilweise sexueller Natur gewesen sein sollen. Das sei, so sagt er, allerdings eines der kleineren Probleme. Das würde „nur ein- oder zweimal pro Turnier“ vorkommen (Quelle: YouTube ab Minute 04:19).
Bei den Weltmeisterschaften 2025 hatte WolfeyVGC einen steifen Nacken, auf den keiner der Fans Rücksicht genommen haben soll. So habe man ihn immer wieder am Nacken angefasst, was zu Schmerzen und Unwohlsein führte. Es sei schließlich so unerträglich für ihn geworden, dass der YouTuber frühzeitig abreisen musste.
Hinzu kämen noch zahlreiche weitere Beispiele, meint WolfeyVGC. Das alles wäre sehr belastend für ihn und auf Turnieren würde er immer wieder nach Räumen suchen, in die er sich zurückziehen kann, um herunterzukommen. Nach solchen Events benötige er mindestens eine Woche, um seine Stress- und Angstsymptome wieder zu senken.
Die Community zeigt sich in den Kommentaren geschockt. So schreibt @i.ftekhar beispielsweise: „’Nur ein- oder zweimal pro Turnier’ Äh, was? Die Zahl sollte 0 sein.“
WolfeyVGC macht dafür vor allem das parasoziale Verhalten von einigen Fans verantwortlich. Er meint, er fühle sich durch solche Fans mehr als Symbol, und weniger als Mensch. Es sei entmenschlichend.
Zudem gäbe es immer mehr Hass im Internet, nicht nur gegen ihn, sondern auch gegen seine Mitspieler.
Bitte seid normal. Die meisten von euch sind normal. Der Großteil von Leuten ist normal, aber 0,1 % von 2 Millionen [YouTube-Abonnenten] sind immer noch 2.000 Leute und das ist nicht niemand.
– WolfeyVGC via YouTube ab Minute 32:54
Welche Konsequenzen zieht der Profi-Spieler? WolfeyVGC erklärt, dass er keinen anderen Ausweg mehr sehen würde, als sich nun mehr zurückzuziehen.
Ein Video über die Weltmeisterschaften 2025 würde auf seinem YouTube-Kanal nicht online kommen. Zu belastend seien die damit wieder hochkommenden Erfahrungen. Er kündigt außerdem an, in naher Zukunft keine weiteren Pokémon-Turniere mehr in Präsenz besuchen zu wollen.
Weiter will er sich größtenteils aus den sozialen Medien zurückziehen und weniger auf Twitch livestreamen. Seine YouTube-Inhalte sollen jedoch wie gewohnt weiter laufen.
Die Twitch-Streamerin Emiru musste ebenfalls schlechte Erfahrungen mit einer Person auf der TwitchCon in San Diego machen. MeinMMO berichtete: „Verletzt und verärgert“ – Streamerin zieht Konsequenzen nach Übergriff auf der TwitchCon
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Vor einem Monat gastierte die WWE in Paris, einige Stars war in ihrer Freizeit in der Stadt unterwegs und kurze Zeit später kursierte ein widerliches Video, in dem man sah, wie „Fans“ die Tür zu einem Taxi blockierten, in das Rhea Ripley einsteigen wollte. Diese Übergriffig- und Schamlosigkeit war ekelhaft. Für manche scheint es keine moralischen Grenzen zu geben und ich verstehe, das Menschen wie WolfeyVGC, das Handtuch werfen. Ob es heutzutage jedoch schlimmer als früher ist, möchte ich nicht behaupten. Auch Boybands und Girlgroups, früher zBsp die Beatles, Stones, Take That und Co hatten ihre Probleme mit den Fans – vermutlich wurden sie seitens des Management und psychologischer Betreuung anders darauf vorbereitet.