WildStar sagt Weihnachten ab

Das SF-MMO WildStar konzentriert sich in der nächsten Zeit auf seine größeren Updates, die Content-Drops, und streicht Events zu Halloween oder Weihnachten.

„Und sagt Weihnachten ab!“, ist der Schlusspunkt eines legendäres Wutanfalls des Sheriff von Nottinghams im Film Robin Hood mit Kevin Costner. So böse ist das bei WildStar nicht gedacht. Stattdessen ist der Verzicht auf ein Ingame-Weihnachts-Event die Konsequenz einer neuen Ausrichtung des MMO.

Weniger soll mehr sein, Terminkalender von WildStar trotzdem prall gefüllt

WildStarVorm Release hatte man angekündigt, jeden Monat neuen Content zu bringen. Daher arbeiteten zum Start schon Mitarbeiter des Teams an Inhalten, die erst ein Jahr später erscheinen würden. Und so sind auch Events, wie das Weihnachtsfest oder ein kleiner Halloween-Spuk, schon „fast“ fertig. Nur reicht dieses „fast fertig“ Carbine mittlerweile nicht mehr. Man hat sich verkalkuliert.

Mit den ersten Patches kamen zu viele Bugs ins Spiel, die Qualitätssicherung war zu dünn, über zu viele Projekte verteilt, nur wenige Tage zum Testen reichten einfach nicht. Die Fans waren frustriert.

Jetzt hat man die Reißleine gezogen, verzichtet auf kleinere Events und möchte dafür die „großen“ Änderungen richtig gut hinkriegen. Beim letzten Nexus Report sah man Mike Donatelli mit über 100 Seiten DinA4-Papier: Alles Bugfixes und Änderungen.

Der Zeitplan für WildStar ist dicht:

  • Mitte Oktober sollen die Mega-Server kommen.
  • Im November kommt der nächste Drop mit zahlreichen Bugfixes, Balance-Änderungen, neuen Features und dem Ende des Prologs.
  • Und im Januar soll’s dann wieder ein großes Update geben mit täglichen Dungeon-Missionen, der neuen Protostar-Arena (mit Tutorial-Dungeon) und einer zweiten Arena Map.

Die Entdeckung der Langsamkeit

Bei diesem prallgefüllten Terminkalender war wohl einfach keine Zeit, um auch noch Weihnachten so hinzukriegen, dass man es den Spielern präsentieren konnte. Wir haben am Anfang oft davon geredet, dass WildStar vor denselben Fragen stehen würde wie Blizzard zum Ende von Vanilla-World-of-Warcraft. Offenbar findet man jetzt auch ähnliche Antworten.

Blizzard ist bekannt dafür, nur wirklich „polished“, polierten Content herauszugeben. Und sich dafür Zeit zu lassen – manchmal auch zuviel. Die jüngsten Änderungen bei WildStar deuten an, dass man diese Lösungen nun auch für sich entdeckt und bereit ist, die Nachteile in Kauf zu nehmen, und wenn es auch ein abgesagtes Weihnachtsfest ist.

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Quelle(n): mmorpg.com
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