WildStar: Wie ich von einer Anfängerin zu einer stolzen Hecke wurde

Der Weltraum – unendliche Weiten, unendlich viele Möglichkeiten. Als Fraktion „Dominion“ oder als „Verbannte/r“ hat man die Gelegenheit das All zu erkunden. WildStar ist nun seit einem Monat free-to-play und bietet dadurch noch mehr Usern die Möglichkeit im PvP oder PvE-Modus auf den Planeten Nexus zu reisen.

Weltraumluft, kosmische Atmosphäre

[intense_blockquote color=“#ffffff“ border_color=“#db0707″ border_radius=“10%“ author=“Cortyn“ width=“30%“ rightalign=“1″]Mehr Infos zur Umstellung: WildStar: Das F2P-Review – besser oder schlechter als zuvor?[/intense_blockquote]Die Atmosphäre in Wildstar ist für mich als Neueinsteigerin etwas Besonderes. Die Filmsequenzen sind schön umgesetzt und mit einem eigenen Humor untermalt. Apropos Humor, da ist Wildstar auch in einigen Quests für das ein oder andere unterdrückte Gekicher verantwortlich. Wer wollte denn nicht schon einem auf Nashorn-ähnlichen Wesen reiten um nunja, bestimmte Tiere einfach platzen zu lassen? Okay, wahrscheinlich keiner. Aber es macht wirklich Spaß! Ab Level 10 kann man sich selber Reittiere leisten. Zuerst kauft man sich dafür seinen Führerschein.

WildStar Begleiter

Ist man ein bisschen in der Weltgeschichte herumgekommen, erfährt man auch etwas zur Hintergrundgeschichte. Die Fraktion der Dominion und die der Verbannten stehen auf Kriegsfuß und in der Rolle eines Verbannten beispielsweise setze ich alles daran, auf dem Planeten Nexus meine neue Heimat zu errichten. So verhindere ich, dass die andere Fraktion, das Dominion, die Bäume abrodet oder kleine, süße Bewohner des Waldes eiskalt in Brand setzt.

Fraktionen, Völker, Klassen, Pfade….

Innerhalb der Fraktionen leben verschiedene Völker mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Besonderheiten. Bei den Verbannten gibt es neben den Menschen die Aurin (ein putziges Hasenvolk), die Granok (harte Kerle und genauso robuste weibliche Steinwesen) und die Mordesh (sind quasi Zombies, wollen aber nicht als solche bezeichnet werden).Wildstar: Völker und Klassen

Mehr zum Thema: WildStar: Verbannte vs. Dominion – Wirklich ein Kampf zwischen Gut und Böse?

WildStar Chua

Chua…hinterlistig, aber irgendwie knufflig!

Wer lieber als kleiner Hamster in einer Kugel durch die Weltgeschichte rollen will, entscheidet sich eben für die Chua. Es heißt, diese seien wohl genauso hinterlistig und gefährlich. Selbstverständlich. Als Mechari wird man zum Roboter und entwickelt sich damit zur gnadenlosen Tötungsmaschine. Die Cassianer sind quasi auserwählte Menschen, die das Dominion in der Vergangenheit aufgebaut haben und somit nicht zu den Verbannten zählen.

Ich habe als Draken angefangen, die wilde Rasse des Dominions.

Neben den Völkern und Fraktionen entscheidet man sich noch für Klassen wie zum Beispiel den Arkanschützen (wer gerne aus der Entfernung Gegner besiegt oder Freunde heilt), den Meuchler (um sich anzuschleichen und Gegner hinterhältig zu überraschen) oder auch den typischen Krieger (mit Schwert und so).

Um seinen Charakter individueller gestalten zu können gibt es viele Pfade, mit denen man die Welt von Wildstar auf seine Lieblingsart erkunden kann. Als Wissenschaftler analysiere ich die Flora und Fauna, sammele vielfältige Objekte und scanne sie mit meinem fliegenden Bot. Oder lieber Schnitzeljagden auf hohen Bergen und überdimensionalen Pflanzen? Dann werde ich zum Kundschafter und setze an noch unentdeckten Orten meine Flagge.

WildStar Kampfsystem

Herausforderung … nicht bestanden!

Hört sich bisher alles gut an, nur gab es auch die ein oder andere Sache, die mir negativ aufgefallen ist. Zum Beispiel die plötzlich aufpoppenden Herausforderungen. Automatisch erscheint oben ein Zeitfenster und die Information, was man zu erledigen hat. Vielleicht möchte ich aber in dem Moment einfach nur meine Quest abgeben oder nichts dergleichen tun. Bekomme dann aber zu hören: Herausforderung nicht bestanden! Dankeschön, aber das wollte ich vielleicht in dem Moment auch gar nicht.

Ich oute mich als Verbannte…

Als Draken spaziere ich übrigens nicht mehr auf dem Planeten Nexus umher, sondern habe mich für das Team der Verbannten und das Völkchen der Aurin entschieden. Nicht lachen, das sind ernst zunehmende, plüschige Häschen. Ich muss gestehen, dass mir mein erster Charakter bisher zwar recht gut gefallen hat, aber dennoch hat mich diese Einseitigkeit der Quests nach dem Motto: „Sprich mich an, dann besorge dies und das, hau den Gegner dabei um, komm zurück und kassiere Geld und Ausrüstungsgegenstände“ mit der Zeit ein wenig gelangweilt. Zu Beginn meiner Reise in der Fraktion Dominion war das noch nicht der Fall. Aber seit Level 15 komme ich meiner Meinung nach nicht mehr an solchen Aufträgen vorbei (Vielleicht liegt es auch nur am Gebiet?).

dominion verbannten

Deshalb bin ich auf den Gedanken gekommen, die Seite der Verbannten zu testen und zu sehen, ob sich die Quests und die Welten auf der anderen Seite der Fraktionen genauso äußern. Und nun muss ich mich als Anhänger der Verbannten outen, weil ich diese Fraktion viel besser verstehe.

WildStar Free to Play MeuchlerIn den ersten Spielstunden habe ich gesehen, wie die Dominion die Wälder zerstören und konnte nicht mehr nachvollziehen, wieso ich jemals Teil dieser Seite sein konnte. So liegt meine Draken-Meuchlerin mit jetziger Stufe 22 für die nächste Zeit wohl auf Eis und meine Aurin ist jetzt schon nach ein paar Tagen auf Stufe 15. Und bisher keine Sicht auf langweilige „Kill dies und das“-Quests.

Neue Eindrücke, neue Abenteuer als… Hecke?!

So habe ich also meinen Weg hüpfend und mit neuem tierischen Begleiter weiterverfolgt. Konnte mich in einem Dorf in einen goldenen Vogel verwandeln und so durch die Lüfte gleiten.

WildStar Begleiter

Und immer wieder überrascht mich Wildstar aufs Neue: Durch die täglichen Anmeldebelohnungen habe ich zum Beispiel eine Schützenhecke „gewonnen“. Wow, toll. Was ist das? Wie ich eben so bin, muss ich auf alles und jeden klicken und habe dann keine Hecke gepflanzt, wie ich dachte. Ich wurde selber zur Hecke und habe dann zehn vergebliche Minuten damit verbracht, mich wieder zurückzuverwandeln. Währenddessen saß ich vor meinem Notebook und musste lachen.

Wildstar im Vergleich zu…?

Während meiner ersten Stunden bei Wildstar habe ich mich automatisch an World of Warcraft erinnert und die beiden MMOs miteinander verglichen. In manchen Punkten sind sich die beiden recht ähnlich (in Wow fliegt man mit einem seltsamen Tier von A nach B, in Wildstar fährt man in einem Taxi). Es gibt bei Wildstar wie auch bei WoW zahlreiche Aufgaben, die man hintereinander abschließt sowie Begleiter und Reittiere.

WildStar Kampfsystem

Das Kampfsystem wiederum unterscheidet sich: Bei WoW setzt man auf das Tab-Kampfsystem, wohingegen Wildstar ein eher aktives System mit Ausweichen und Zielen nutzt. Insgesamt fühlt es sich für mich komplett verschieden an, denn in World of Warcraft hatte ich nie wirklich das Gefühl, Teil eines großen Ganzen zu sein. Ich wurde am Anfang in eine Welt geschmissen, konnte den Nächstbesten anquatschen, habe einen Auftrag bekommen und versucht meine Lumpen gegen immer bessere Rüstungen einzutauschen.

WildStar CharakterWildstar hingegen gibt mir von Anfang an das Gefühl, dass mein Charakter einen wichtigen Beitrag auf dem Planeten Nexus leistet. Ich starte in einem Raumschiff und mir wird das Vorhaben, auf dem Planeten zu landen, erläutert. Auch wenn die NPCs ab und zu etwas verwirrt zu sein scheinen oder nicht darauf reagieren, dass man sie anspricht, sind sie mir lieber als die zum Teil eher leblos erscheinenden Personen in WoW.

Passend dazu: World of Warcraft vs. WildStar: Welches Spiel lohnt sich mehr?

Ebenso ist die Charaktererstellung bei Wildstar detaillierter. Nasenrücken anpassen, Kinnbreite, Kinntiefe. Naja, gut wem das dann zu viel und umständlich ist, seinen Charakter so individuell wie nur möglich zu gestalten, kann sich eben für die vorgefertigten Entwürfe entscheiden. Dennoch besteht die Möglichkeit nach Lust und Laune zu basteln.

Nun wisst ihr Bescheid und seid auf dem aktuellen Stand. Jetzt seid ihr gefragt: Wollt ihr, dass ich Wildstar weiterhin teste und wieder von meinen Abenteuern – unter anderem als Schützenhecke – berichte? Oder soll ich lieber ein anderes Spiel ausprobieren? „Level up“ wäre ja schon ein passender Name für eine neue Artikel-Reihe…

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