Space Marines gelten oft als die leuchtenden Beispiele für den perfekten Soldaten in Warhammer 40.000: genetisch modifiziert, loyal und übermenschlich stark. Was viele dagegen nicht kennen, ist der „menschliche Gegenpart“ dazu: Ogryns, die möglicherweise treusten Kameraden, die man überhaupt haben kann.
Stellt euch einen Oger vor, aber in Science-Fiction. Das ist ein Ogryn, zumindest so in etwa. Sie sind groß, stark und haben eine unerschütterliche Loyalität gegenüber ihrer Überzeugung, was zumeist bedeutet, dass sie dem Imperator der Menschheit bis zum Tod dienen.
Grundsätzlich sind Ogryns – anders als Space Marines – noch so etwas wie Menschen, aber, genau wie Psioniker und andere Menschen mit einer „erlaubten“ Mutation, oder „Abhumane“. Ihre wissenschaftliche Bezeichnung ist homo sapiens gigantus, wobei zumindest die Verwandtschaft zum Menschen noch im Namen zu erkennen ist.
Ogryns entstanden ursprünglich auf harschen Welten mit hoher Gravitation, wodurch eine natürliche Anpassung mit mehr Körpermasse und dichteren Knochen begünstigt wurde. Meist handelt es sich dabei um Strafkolonien.
Körperlich überragen Ogryns sogar einen Space Marine: Die Astartes sind im Schnitt etwa 2,5 Meter groß, was schon absurd ist. Ein Fan hat einmal gezeigt, wie groß eine Waffe der Space Marines wirklich ist.
Ogryns dagegen erreichen Größen von bis zu 3 Metern oder mehr, was selbst die lebensgroße Statue des Verräter-Primarchen Horus überragt. Und nicht nur das: Sie sind sogar loyaler als Space Marines!
Die ideale Vorhut und der beste Bodyguard, den man sich wünschen kann
Während Ogryns auf den meisten ihrer Heimatwelten oft keinen Kontakt zum imperialen Glauben haben, lassen sie sich wegen ihrer geringen Intelligenz leicht von Missionaren und deren Geschichten überzeugen.
Grundsätzlich gilt: Woran ein Ogryn einmal glaubt, davon kann man ihn nicht mehr abbringen. Entsprechend dienen sie im Astra Militarum als ideale Soldaten. Sie folgen jedem Befehl, als stamme er vom Imperator selbst, und sie sind absolut treu gegenüber ihren Vorgesetzten, meist dem Kommissar.
Das kommt jedoch mit einer Kehrseite, denn Ogryns sind in der Regel auch eher … primitiv, oder vielleicht besser: grobschlächtig. Im Kampf hauen sie einfach drauf, was es unter Umständen schwierig macht, sie zu kontrollieren.
Allerdings gilt das nicht für alle Ogryns, denn unter ihnen gibt es durchaus intelligente Exemplare, auch wenn viele davon künstlich erzeugt werden.

Von wegen dumm: Kluge Ogryns sind wichtige Teile der Armee
Ogryns sind im Regelfall nicht die Klügsten. Das Imperium schafft hier jedoch Abhilfe in Form von Implantaten und dem Prozess des „Biochemical Ogryn Neural Enhancement“, kurz: BONE. Diese „Bone’eads“ verstehen komplexe Zusammenhänge und können etwa militärische Taktiken nachvollziehen.
Entsprechend werden sie als Offiziere in Ogryn-Squads eingesetzt. Schlägt der Prozess jedoch fehl, endet der Ogryn oft mit noch weniger Intelligenz als zuvor, was … zur Folge hat, dass er einfach seinen alten Arbeiten nachgeht, entweder als Soldat oder als Arbeitssklave. Im Zweifel wird er einfach zu einem Servitor umgearbeitet.
Es gibt sogar Berichte darüber, dass unter Ogryns Psioniker existieren, also magisch begabte Wesen mit einer Verbindung zum Warp. In mindestens einem dieser Fälle hat das dazu geführt, dass sich eine Ogryn-Frau (ja, auch die gibt es) selbst lesen und schreiben beigebracht hat.
Auf Necromunda, einer der bekanntesten Makropolwelten, werden sogar Ogryn-Psioniker künstlich erschaffen. Da ihnen eine gewisse Vorstellungskraft fehlt, erliegen sie den Horrors des Warp quasi nie und sind die idealen Zauberer, die dazu noch körperlich belastbar sind.
Groß und unkorrumpierbar, aber trotzdem Teil des Chaos
Ja, richtig gelesen: Ogryns sind im Prinzip immun gegen das Chaos, ähnlich wie es bei Orks der Fall ist. Ihnen fehlt schlicht das Verständnis der Chaos-Götter und sie kennen das Prinzip des Verrats nicht. Dennoch gibt es Ogryns, die auf der Seite des Chaos dienen und das sogar freiwillig, aber nicht unbedingt bewusst:
- Verfällt das Regiment oder auch nur der Kommissar dem Chaos, folgt der Ogryn weiterhin jedem seiner Befehle. Der Kommissar muss es schließlich wissen.
- Chaos-Streitmächte bemächtigen sich oft Ogryns durch finstere Rituale oder anderen Mitteln, um sie einfach als Werkzeug zu nutzen.
- Im Großen Bruderkrieg sollen Ogryns auf beiden Seiten gekämpft haben, indem man ihnen jeweils klargemacht hat, dass man selbst loyal ist und die anderen die Verräter sind.
Es ist jedoch so gut wie ausgeschlossen, dass ein Ogryn von sich aus entscheidet, dem Imperator zu entsagen und sich den Dunklen Göttern anzuschließen. Ihre eingeschränkten mentalen Fähigkeiten machen sie absolut loyal … mit allen Vor- und Nachteilen.
Würdet ihr euch sicher fühlen, wenn ein Ogryn neben euch auf dem Schlachtfeld steht? Welchen Teil des Imperiums findet ihr am faszinierendsten? Schreibt uns einen Kommentar!
Ogryns sind im Übrigen nicht die einzigen, die es mit Space Marines – zumindest in einigen Belangen – aufnehmen können. Zwar gelten die Astartes als perfekte Kämpfer, aber zumindest eine (fast) rein aus Frauen bestehende Armee kommt ihnen fast gleich: Vergesst Space Marines: Ein Frauen-Orden in Warhammer 40.000 ist viel beeindruckender, denn das sind „nur Menschen“
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Kommentare
In Darktide hab ich nur nen Ogryn gespielt. Ich mag Ogryn einfach- nette, zufriedene, knuffige, knuddel Kumpel.