Warframe soll 2018 einige Veränderungen erfahren, doch ist das gut?

Das Team hinter Warframe hat nach über 5 Jahren den Mut und die Zuversicht, das Spiel in seinen Grundlagen zu überarbeiten. Anstatt meist nur neue Sachen zu bringen, will man sich endlich um alte Baustellen wie die Dark-Sector-Eroberungen und Schadenstypen kümmern. Doch ist das eine gute Sache?

Warframe begann im Jahre 2013 als recht simpler Shooter. Ihr hattet eine Handvoll Klassen, es gab nur einen Typ Gegner und die Level waren immer die gleichen Korridore.

Mittlerweile sind 5 Jahre vergangen und wer seitdem nicht mehr in Warframe reingeschaut hat, dürfte das Spiel kaum wiedererkennen. Inzwischen gibt es Dutzende von Klassen, Hunderte von Waffen, ein ganzes Sonnensystem voller Missionen, eine Open World, eine komplexe Story, PvP, Space-Haustiere, einen Charakter-Editor und Housing.

Warframe-GruppeDie Entwickler brachten nach und nach Neues ins Spiel, aber viele alte Baustellen blieben offen. Das soll sich nun ändern.

Waffen und Warframes werden angepasst

Nach dem großen Erfolg der Open-World-Map Plains of Eidolon will man beim Entwicklerstudio Digital Extremes 2018 endlich die alten Baustellen abschließen:

Warframe-ChromaDie Waffen wurden bereits angepasst. Ränge sind dabei Erfahrungsstufen, die ihr euch im Spiel verdient, wenn ihr viele Waffen und Warframes beherrscht. Doch die Einteilung war bisher äußerst willkürlich. Die mächtige Bleispritze „Grakata“ ist eine der stärksten Waffen im Spiel, hat aber einen Rang von 0. Jeder Anfänger kann sie sofort mitnehmen.

Mit dem neuen System ist sie im viel angemessenerem Rang 9 untergebracht, den man nur nach einigem Aufwand im Spiel erreicht. So sollen Anfänger sanft in das recht komplexe System der Waffen und Upgrades eingeführt werden und nicht gleich von Dutzenden seltsamen Schießprügel erschlagen werden.

Wettkämpfe in den Dark Sectors kommen endlich wieder

Eine weitere alte Baustelle betrifft die Wettkämpfe um die Dark Sectors. Dabei handelte es sich um einen Spielmodus, in dem Clans bestimmte Missionen „erobern“ konnten und dann von anderen Spielern dort Steuern kassierten. Dank vieler Exploits wurde das Feature 2015 abgeschaltet und bis auf weiteres auf Eis gelegt.

Warframe1Drei Jahre später soll diese Spielmechanik in überarbeiteter Form wiederkehren. Clans liefern sich in der angekündigten neuen Version ein Wettrennen um Relikte. Wenn ihr in einer bestimmten Zeit am meisten davon zusammenrafft, bekommt ihr dicke Prämien.

Entwickler sind jetzt selbstsicherer, Community teils skeptisch

Die Entwickler bei Digital Extremes gaben an, dass sie sich nach 5 Jahren mutig und selbstbewusst genug fühlen, um endlich mal die Probleme des Spiels anzugehen und die offenen Rechnungen abzuschließen. Man sei jetzt ein anderes Studio als damals 2013.

warframe chains of harrow 2Viele Spieler begrüßen die Neuerungen und sehen gerade die Waffeneinteilung und das neue Schadensystem positiv. Bei den Warframes beklagen viele den Nerf der beliebten Frames Banshee und Ember. Und dass man 3 Jahre auf den Rework der Dark Sectors warten musste und stattdessen die Raids aus dem Spiel flogen, verzeihen viele Spieler so schnell nicht.

Schere zwischen Anfängern und Profis wird größer …

Außerdem befürchtet so mancher Fan, dass es eine immer größere Schere zwischen Neulingen und Veteranen geben wird. Denn mit der Neueinteilung der Waffen sind viele Wummen für Anfänger nicht mehr zu haben.

warframe-shrine-of-the-eidolonWeiterhin beklagen sich manche Spieler darüber, dass viele neuen Inhalte speziell für die Open-World-Map Plains of Eidolon ausgelegt sind. Wer diese Map nicht mag, hat gerade wenig zu lachen.

Warframe verändert sich jedenfalls. Es wird neue Spieler geben, aber auch alte Spieler, denen es nicht mehr gefällt und die abspringen werden. Aber es wird Veränderung geben. Stillstand passt nicht ins Zukunftskonzept von Digital Extremes. Ob das nun „gut“ oder „schlecht“ für das Spiel ist, wird die Zeit zeigen.


Die neuen Eidolon-Weltbosse auf den Plains sind schonmal nichts für Noobs!

Autor(in)
Quelle(n): PC-Gamer
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