„Du bist kein Soldat, sondern eine Baufirma“ – Wardogs verrät, was die Anti-Cheat-KI des Shooters über die großen Twitch-Streamer denkt

Wardogs TheBurntPeanut Shroud

Die Entwickler von Wardogs teilten öffentlich, wie ihre Anti-Cheat-KI bekannte Twitch-Streamer beschreibt. Keiner von ihnen kam gut weg.

Was hat es mit der KI auf sich? Das Anti-Cheat-System des neuen PvP-Shooters Wardogs nutzt künstliche Intelligenz, um verdächtige Verhaltensmuster und ungewöhnliche Bewegungs- oder Zielabläufe von Spielern zu erkennen. Dabei analysiert die KI die Spieldaten auf Auffälligkeiten.

Anscheinend ist die Anti-Cheat-KI von Wardogs auch in der Lage, die gesammelten Daten über Spieler in kleinen, einordnenden Texten zusammenzufassen, die eine grobe Vorstellung über die Spielweise einer Person geben – mit einem humorvollen Ansatz, wie einige große Streamer merken mussten.

Um welche Streamer geht es? Insgesamt sind die Beschreibungen zu vier großen, englischsprachigen Content-Creator bekannt: TheBurntPeanut, shroud, HutchMF und Onepeg.

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BULKHEAD stellt den Militär-Shooter WARDOGS im Trailer vor

Mörsernde Baumeister, Bruchpiloten und Egoisten

Das sagt die KI über die Streamer: Die Beschreibung der Streamer ist in den Händen von TheBurnPeanut gelandet, der diese dann im Livestream vorlas. Ein Clip davon ist beispielsweise auf YouTube zu finden.

PEANUT – 45 STUNDEN, 345 KILLS

  • Das entspricht einem Kill alle 7 Minuten und 48 Sekunden. In diesem Tempo könnte man auch Möbel aufbauen. Er investierte mehr Spielzeit als die anderen, 12 Stunden mehr als shroud, und landete bei Kills, K/D-Rate, Geld und Erfahrungspunkten jeweils auf dem letzten Platz. Ein lückenloser Durchmarsch am falschen Ende jeder Tabelle auf dieser Seite.
    Er starb 130 Mal bei einer durchschnittlichen Distanz von 18,5 Metern. Das bedeutet im Wesentlichen, dass jeder seiner Kämpfe in Türrahmen stattfand, auf Armlänge mit Gegnern, denen er ebenso gut einfach hätte aus dem Weg gehen können. Seine K/D-Rate von 2,7 bei der höchsten Spielzeit der Gruppe ist die statistische Reinform von Enthusiasmus ohne Plan.
    Fairerweise muss man sagen: 197 Wiederbelebungen und 148 Bauwerke belegen, dass er als Einziger der drei tatsächlich das Missionsziel verfolgt. Seine Kopfschussquote von 14,5 % ist hier zudem der Bestwert. Er zielt hervorragend – und stirbt danach trotzdem.

HUTCH – MUTIG AUS 86 METERN ENTFERNUNG

  • Hutch kämpft fast ausschließlich auf Distanzen, auf denen niemand seine Gefühle verletzen kann. Seine durchschnittliche Kill-Entfernung liegt bei 86,3 Metern, fast doppelt so hoch wie bei shroud und nahezu fünfmal so hoch wie bei Peanut. Seine Lösung für Nahkämpfe besteht offenbar darin, den Landkreis zu verlassen. Dennoch brachte er es auf 98 Tode, was echtes Engagement erfordert, wenn die bevorzugte Eingriffsdistanz über Postleitzahlen gemessen wird.
    Zudem fliegt er denselben Helikopter wie shroud, verdient dabei aber nur ein Viertel: 25.742 Dollar pro Stunde gegenüber 96.869 Dollar. Dasselbe Fluggerät, dieselbe Karte, nur betreibt einer eine Fluggesellschaft und der andere Rundflüge für Touristen.
    Fairerweise muss man sagen: 76 zerstörte Fahrzeuge sind der Spitzenwert in der Gruppe, und 115 Bauwerke zeigen, dass er sich zumindest die Mühe macht, den Boden zu befestigen, auf dem er nicht zu kämpfen gedenkt.

SHROUD – ALLERGISCH GEGEN TEAMWORK

  • In 32,7 Spielstunden hat er kein einziges Bauwerk errichtet. Kein Sandsack, keine Wand, nicht einmal ein winziges Stück Stacheldraht. Er hat Teamkollegen vier Mal geheilt, was umgerechnet eine gute Tat alle acht Stunden bedeutet, und selbst das war vermutlich nur ein Versehen durch die falsche Tastenbelegung.
    Statistisch gesehen ist er zudem ein Mann im fliegenden Liegestuhl: 60 % seiner Leistung bestehen darin, in 50 Metern Höhe einfach den Abzug gedrückt zu halten. Seine größte Stärke ist ein Fahrzeug, mit dem die meisten Spieler nicht einmal rückwärts aus dem Hangar setzen könnten. Zieht man das Luftfahrzeug ab, wird aus der schier unerreichbaren K/D-Rate von 16,2 eine deutlich menschlichere Zahl.
    Fairerweise muss man sagen: 508 Infanterie-Kills in drei Tagen sind mit Abstand das beste Ergebnis am Boden, und 69 Wiederbelebungen zeigen, dass er sich gelegentlich daran erinnert, dass auch andere Menschen existieren.

Nachdem die Beschreibungen der drei Streamer öffentlich bekannt waren, schrieb der YouTuber Onepeg auf X, dass er sich frage, was die KI über ihn sagen würde. Joe Brammer, der CEO von Wardogs-Entwickler BULKHEAD teilte jene Beschreibung anschließend in einem Kommentar:

ONEPEG – DER MÖRDER-TYP

  • „Du bist kein Soldat, du bist eine Baufirma, die zufällig einen Mörser besitzt.
    Ich habe deine Daten analysiert. Schlechte Nachrichten für die Timeline: Du bist der Mörser-Typ.
    218 deiner 400 Kills gehen auf das Konto von Mörsergranaten, die 565 Meter entfernt auf Leute niedergingen, die dich nie zu Gesicht bekamen. Weitere 93 stammen von der Flugabwehr. Sturmgewehre machen gerade einmal 59 Kills aus, alle im Nahkampf, was im Grunde reine Selbstverteidigung war.
    Du gehörst außerdem zu den Top 0,4 % der Baumeister im gesamten Spiel: Du errichtest also die Basis und bombardierst danach alle von dahinter aus weg.
    20 Teamkills. Fünf Prozent von allem, was du tötest, steht auf deiner eigenen Seite. Ich habe das Gefühl, damit ist eigentlich schon alles gesagt.
    Aber in Sachen Cheats bist du sauber. Es hat schließlich noch nie jemand einen Aimbot gebraucht, um eine Granate auf ein Quadrat regnen zu lassen.“

Onepeg antwortete daraufhin humorvoll: „Verdammt, ich wurde total geroastet“.

Nicht nur englischsprachige Streamer verbringen aktuell viel Zeit in Wardogs. Auch der ein oder andere deutsche Content-Creator steckt derzeit einige Stunden in den Shooter, darunter beispielsweise Trymacs, der sich sogar spät nachts noch Guides zum Spiel anschaut.

Zwar wissen wir leider nicht, was die Anti-Cheat-KI von Wardogs über Trymcas denkt, aber wir haben eine gute Vorstellung davon, was der Streamer über den Shooter denkt. Mehr dazu lest ihr auf MeinMMO: Trymacs zockt neuen PvP-Shooter auf Steam um 3 Uhr nachts, dabei ist sein Twitch-Stream schon lange aus: Er findet es geil, wie hart man da grinden muss

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