Weil Steam von neuen Titeln überschwemmt wird und Valve nicht hinterherkommt, müssen Entwickler jetzt ihre Spiele wirklich spielen

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Jährlich werden zigtausende Spiele auf Steam veröffentlicht. Jetzt hat Valve die Richtlinien für neue Spiele angepasst. Mit dabei: Entwickler müssen jetzt ihre eigenen Spiele spielen. Was nach einer Selbstverständlichkeit klingt, war es wohl bisher nicht.

Wer beim letzten Steam Next Fest durch die vorgestellten Spiele gesucht hat, wird gemerkt haben, dass tausende neue Spiele hinzu gekommen sind. Tausende Spiele auf Steam waren obendrein KI-generiert und das sorgte für reichlich Kritik.

Selbst Valve ist jetzt wohl aufgefallen, dass sich die Zahl der Spiele auf Steam massiv erhöht hat. In einem neuen Post räumte das Team ein, dass man „in den letzten Monaten einen deutlichen Anstieg bei den Einreichungen zur Überprüfung von Store-Einträgen und Seiten verzeichnet“ habe. Außerdem erklärte das Team, dass etwas „etwas im Rückstand“ sei, da die Überprüfungen „bis zu 12 Werktage“ statt der üblichen 3–5 Tage dauerten.

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Ein User fragt Valve, ob er seine vielen Spiele auf Steam vererben darf – Sie antworten

Spiele müssen jetzt wirklich gespielt werden, bevor sie geprüft werden

Zusätzlich hat man die Richtlinien für die Einreichung von Spielen angepasst. Denn der Rückstand käme daher, weil man viele Spiele erneut überprüfen müsse.

Zu den Änderungen gehört unter anderem die Anforderung, dass Entwickler ihre Spiele mindestens fünf Minuten lang über Steam ausführen müssen. Valve schreibt dazu selbst in seinem Post:

Ob Sie es glauben oder nicht: Manchmal überprüfen wir Builds, die noch nie über Steam gespielt wurden. Selbst wenn ein Spiel beim Start über seine ausführbare Datei reibungslos läuft, bedeutet das nicht, dass es fehlerfrei auf Steam funktioniert. Es fehlen möglicherweise grundlegende Schritte, die einem Nutzer erlauben, das Spiel über Steam zu installieren und zu spielen.

Die Veröffentlichungscheckliste erfordert daher jetzt eine gewisse Steam-Spielzeit, bevor ein Spiel zum Prüfverfahren eingereicht werden kann.

Valve betont, dass die eigentliche Spielzeit ingame erst etwas später anfängt zu zählen und nicht direkt mit dem Spielstart.

Es dürfte aber unwahrscheinlich sein, dass die verpflichtende Spielzeit die Schwemme von billigen KI-Inhalten eindämmen wird. Hier hatte Valve aber bereits erklärt, dass man Entwickler nicht darin einschränken wolle, auf welche Weise sie KI verwenden.

Künstliche Intelligenz ist mittlerweile in vielen Bereichen zu finden, auch im Gaming. Aber Spieler profitieren nicht nur davon: Plattformen wie Steam werden von KI-Müll überschwemmt und Entwickler haben Angst, dass ihre Ideen kopiert werden. Und das ist nur ein Ausblick auf ein Ausmaß, welches vielen Spielern bisher vermutlich noch gar nicht bewusst geworden ist: Was KI gerade beim Gaming anrichtet, ist kaum noch zu ertragen

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