Valve löscht 248 Spiele eines einzelnen Studios von Steam, und das hat einen guten Grund

Valve löscht 248 Spiele eines einzelnen Studios von Steam, und das hat einen guten Grund

Ganze 248 Spiele eines einzelnen Entwicklers sind plötzlich von Steam verschwunden. Dabei handelt es sich keineswegs um einen Fehler, sondern um ein bewusstes Einschreiten von Valve.

Um welches Studio geht es? Auf euren Streifzügen durch den Steam-Shop seid ihr vielleicht schon einmal dem Namen „Atomic Fabrik“ begegnet. Dieser Entwickler hat eine absurd hohe Zahl an Spielen auf Steam, bei denen es sich zumeist um Billigproduktionen handelt.

„Atomic Fabrik“ ist nämlich ein Studio, das sich der Methode des „Asset Flips“ bedient. Dabei werden vorgefertigte Assets, also Elemente für ein Spiel, gekauft und kaum modifiziert weiterverwendet. Ein populärer Fall eines Spiels, das so entstanden ist, war zuletzt der Skandal rund um The Day Before.

Das allein reicht aber nicht, damit Steam knapp 250 Spiele einfach so von der Plattform löscht. Schuld daran sind viel mehr die Methoden, mit denen „Atomic Fabrik“ in der Vergangenheit Geld verdiente.

Valve selbst hat vor kurzem heimlich ein neues Spiel entwickelt – lest auf MeinMMO nach, was es damit auf sich hat. Hier seht ihr außerdem den Trailer:

Teure Spiele und viele positive Bewertungen

Wie funktionierte das Geschäftsmodell? Viele Spiele von „Atomic Fabrik“ warteten auf Steam mit absurd hohen Preisen auf. Hier zahlte man weit über den klassischen Vollpreis von 60 Euro. 90 Euro und mehr waren normal, einzelne Spiele kosteten sogar bis zu 260 Euro.

War man bereit, so viel Geld auszugeben, wurden die berechtigterweise hohen Erwartungen aber enttäuscht. Die Spiele waren von geringer Qualität und den verlangten Preis nicht wert. Trotzdem hatten sie zahlreiche positive Bewertungen auf Steam. Wie war das möglich?

Die Masche bestand darin, ein Spiel zunächst billig anzubieten, oftmals auch nur für knapp ein Euro. Daraufhin wurden positive Bewertungen eingekauft und das Rating verbessert. Anschließend erhöhte das Studio den Preis für ein Spiel kontinuierlich so weit, dass kaum noch jemand auf herkömmlichen Weg zuschlagen würde.

Die Spiele fanden dann ihren Weg in Random Key Bundles, die User über Drittanbieter kaufen können. Die kosten meist nur wenige Euro und versprechen eine bestimmte Anzahl an zufälligen Spielen – gleichzeitig aber auch eine gewisse Qualität, basierend auf Steam-Reviews.

Da die Spiele von „Atomic Fabrik“ zu diesem Zeitpunkt bereits viele (gekaufte) positive Bewertungen hatten, fielen sie in diese Kategorie. Auf diese Weise verkaufte das Studio seine Titel fleißig weiter, nur eben über Key-Bundles. Von solchen Keys stehen einem Entwickler auf Steam pro Spiel 5.000 Stück zur Verfügung.

Übrigens ist es nicht relevant, ob Käufer der Key-Bundles anschließend doch noch eine schlechte Bewertung hinterlassen. Denn die Bundles berechnen nur Reviews, die über direkte Käufe eingehen. Keys zählen nicht.

Valve hat in diesem Fall nun eingegriffen und einen Großteil des Katalogs von „Atomic Fabrik“ von Steam gelöscht. Kanntet ihr das Studio und ihre Spiele bereits? Habt ihr eines gespielt? Schreibt uns gerne eure Erfahrungen in die Kommentare. Ein anderes Spiel auf Steam hatte zuletzt mit Vorwürfen zu kämpfen, es wäre Betrug. Lest auf MeinMMO nach, was es damit auf sich hat und was Experten dazu sagen.

Quelle(n): 3djuegos.com
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