Valve bringt kontroverse Änderung zum neuen Shooter auf Steam, Spieler erinnern: „Wir sind der Test“

Deadlock ist der neue Shooter von Valve auf Steam und befindet sich aktuell in einer Testphase. Dazu gehören auch Updates, die Kernmechaniken des Spiels ändern, um zu schauen, wie sie sich ins bisherige Game integrieren. Eine Mechanik ist die Urne, die jetzt eine kontroverse Änderung durchmacht.

Was ist die Änderung? In der Nacht von Freitag auf Samstag kam das neueste Balance-Update zu Deadlock. Dort wurden viele Anpassungen, Nerfs und Buffs vorgenommen. Die größte Änderung ist jedoch die Urne, welche ein Ziel auf der Karte ist, die einem Team helfen soll, mehr Seelen – also die Währung von Deadlock – und Buffs zu bekommen.

Was zuvor ein Transport der Urne von einer Seite der Karte zur anderen Seite war, ist jetzt ein regelrechter Fightclub geworden, bei dem es nur wenige Überlebende gibt.

Sobald die Urne aufgehoben wird, ertönt ein Geräusch für jeden Spieler und die Mitte der Karte wird aufgedeckt. Dort befindet sich eine Brücke, auf der sich der Abgabepunkt befindet. Statt einfach den Punkt mit der Urne zu berühren, muss sie jetzt dort abgeliefert werden und benötigt einige Sekunden, um eingelöst zu werden.

Während dieser Zeit kann jeder Spieler der beiden Teams einen starken Nahkampfangriff auf die Urne ausführen, um sie auf seine Seite zu holen und den Timer zu erhöhen. Sollte der Timer ablaufen, gehören die Belohnungen der Urne dem Team, das zuletzt einen starken Nahkampfangriff getroffen hat.

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Das ist Deadlock – Der neue MOBA-Shooter von Valve

Die neue Urne scheint unfair zu sein

Was sagt die Community zu dem Experiment? Das Subreddit zu Deadlock ist reichlich gefüllt mit Diskussionen, Memes und Clips zu der neuen Urne. Ein Post sticht besonders hervor, der ein Problem mit dem neuen Abgabeplatz der Urne aufzeigt: Die Lanes an der Seite sind leer.

Dabei geht der User auf die Tatsache ein, dass die alten Abgabeplätze der Urne entweder weit links oder weit rechts auf der Lane für Möglichkeiten sorgten, strategisch eine Seitenlane zu pushen.

Auch die „Comeback-Urne“, welche durch eine hohe Seelendifferenz verfügbar war und die man stattdessen auf seine eigene sichere Seite bringen musste, ist jetzt schwieriger zu verwirklichen.

Ein weiteres Problem zeigt sich: Teams, die einen Seelenvorteil haben – und demnach stärker sind –, haben es mit der Änderung leichter, die Urne zu ergattern, da sie den Kampf in der Mitte provozieren können. Das führt zu einem Kampf, bei dem das gegnerische Team einfach klar im Nachteil ist.

Zusätzlich zum gewonnenen Teamfight erhält das sonst schon siegende Team auch noch die Urne.

Auch viele User in den Kommentaren sind nicht gut auf die Änderungen zu sprechen und hoffen, dass sie ganz oder zum Teil revidiert werden. Besonders wird der Abgabeort in der Mitte kritisiert.

Spieler erinnern an die Testphase

Ein anderer Reddit-User erinnert an die Testphase, in der sich Deadlock befindet. Das Spiel ist nur mit Einladung verfügbar und Valve fragte die Community sogar, ob sie sich mehr Experimente wünschen würde.

Demnach solle jedem klar sein, dass es Phasen in Deadlock geben kann, in denen sich das Spiel einfach unfair oder nicht gut gebalanced anfühlt, aber dafür sei so ein Test schließlich da.

Der User des Top-Kommentares mit 700 Upvotes schreibt: „Ich habe vorhin jemanden sagen sehen: ‚Wahnsinn, dass sie solche Dinge nicht vor dem Update testen.‘ Bruder, wir sind der Test.“ (Stand: 24. Mai, um 11:20 Uhr)

MeinMMO-Autor und Deadlock-Spieler Nico meint: Die Änderungen machen im ersten Moment durch die intensiven und geförderten Teamfights verdammt viel Spaß. Allerdings gibt es – wie auch im Reddit-Beitrag beschrieben – deutliche Probleme mit dem Balancing und dem Nachteil des hintenliegenden Teams. Die Runden fühlten sich bisher auch einseitiger an als noch vor dem Update.

Trotzdem freue ich mich über jede größere Änderung, mit der Valve weiter versucht, eine eigene Identität für Deadlock zu erschaffen. Für mich gilt Deadlock allerdings ohnehin schon als Meisterwerk: Ich habe schon vor Release über 1.000 Stunden in den neuen Shooter von Valve auf Steam gesteckt und sage: Das wird ein Meisterwerk

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