Anthem: Meine ersten 60 Stunden in Anthem

Anthem: Meine ersten 60 Stunden in Anthem
Wertung: 9 / 10

Zu aller erst muss ich gestehen, dass Anthem für mich kein gehyptes Spiel war. Wie schon bei Destiny gefiel mir die Demo (bzw. Beta bei Destiny) überhaupt nicht.

Man hatte Vieles gehört, manches wurde nicht eingehalten und anderes hinzugefügt. Wie bei einer guten Lovestory fangen wir mit dem Negativen an.

Zum einen gibt es einen Punkt, der mich bereits störte bevor die Demo draußen war… Die Community. Kritik und Falsche Aussagen sind leider zwei paar Schuhe. Mein liebstes Beispiel hierbei ist die Startrampe. Es wurde nur aufgrund der Community implementiert. Niemand nutzt das Ding.

Es ist schön zu sehen, wie schnell Bioware auf die Community reagiert und wie fleißig, als Beispiel, Michael Gamble auf Twitter das Spiel schon fast transpiriert. Aber wirft man einen Blick in Richtung Bungie, so weiß man, dass ein gutes Spiel nicht durch die Community bestimmt wird, sondern ins Negative rutscht.

Mein nächster Punkt sind mehrere Kleinigkeiten, die mir fehlen oder mich stören, allerdings weil ich wahrscheinlich zu verwöhnt bin (Apex/Destiny). Es wäre super, wenn man auf der Karte wegpunkte setzen könnte. Es wäre ebenfalls hilfreich eine Minimap beim Fliegen zu haben und natürlich mein liebster Punkt, die Fähigkeit Dinge oder Gegner zu markieren. Ja hier schwingt sehr viel von Apex mit.

Der Sinn und Zweck der beiden Händler erschließt sich mir immer noch nicht. Im Menü kann ich darauf zugreifen (ok), aber dann auch noch zwei identische Händler? Wozu??

Ebenfalls einer meiner Kritikpunkte ist, dass das Spiel leider nicht so schön aussieht, wie es auf der E3 dargestellt wurde. Klar, der Downgrade musste sein, aber manche Sachen hätte man beibehalten können (wilde Ursix, die Wölfe angreifen).

Ich liebe die Lore, ich lese mich wahnsinnig gerne in solche Thematiken ein, aber für meinen Geschmack habe ich von Bioware eine wesentlich längere Kampagne erwartet. Nichtsdestotrotz hatte ich mir für Anthem eine Woche Urlaub genehmigt und bin nun (Stand heute Mittag 12 Uhr) mit den ersten 60 Stunden fertig (wahrscheinlich sind 20 davon Ladebildschirm) und nur noch acht Erfolge sind zu holen (Xbox One).

Doch wenn ich bisher nur Negatives berichtet habe, wieso habe ich es dann so gesuchtet (keine Sorge, ich suchte es auch weiter)?

Die Antwort ist simpel:

  • Es macht Laune
  • Es ist intuitiv
  • Es ist das, was man sich in vielen Games immer wieder erhofft, aber nie bekommen hat. Man fühlt sich mächtig!

Jeder Schritt, jede Explosion, jedes Meisterwerk (egal ob doppelt) fühlt sich fantastisch an! Das Fliegen ist natürlich das Highlight und da hört man ja zum Glück kaum Gegenstimmen. Meiner Meinung nach würde Anthem besser ankommen, wenn die Community aufhört zu versuchen es mit Titeln wie Destiny, Division, usw. zu vergleichen und sich auch mehr als nur fünf Stunden (davon zwei im Ladescreen) aufhält.

Mir ist klar, dass es nicht so einen Hype auslösen wird, wie einst Destiny, aber für mich ist es ein Titel nach meinem Geschmack. Optisch eines der schönsten Dinge, seit ich das erste Mal vor vielen Monden als junger Kerl den Halo Ring in Combat Evolved bestaunt hatte.

In diesem Sinne verabschiedet sich euer,

Blaise, the Beard
-Spartans never die-

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