37.000 Spieler auf Steam versuchen sich gerade als Trainer von Rennpferden in Gestalt süßer Anime-Mädchen

37.000 Spieler auf Steam versuchen sich gerade als Trainer von Rennpferden in Gestalt süßer Anime-Mädchen

Pferderennen sind in Japan ein beliebter (Wett-)Sport. In einem neuen Game auf Steam werden die Spieler selbst zum Trainer eines solchen Rennpferdes. Allerdings sehen die Pferde nicht aus, wie Pferde, sondern wie süße Anime-Mädchen. Und das begeistert schon über 37.000 Gamer.

Was ist das für ein Spiel? Das Game, um das es geht, ist Umamusume: Pretty Derby von Entwickler Cygames. Es ist seit dem 25. Juni 2025 auf Steam spielbar und auch für IOS- und Android-Geräte verfügbar. Als Spieler wählt man eine von 42 verschiedenen Umamusume, zu Deutsch Pferdetöchtern.

Die gewählte Umamusume trainiert man und verbessert ihre Stats, damit sie ihre Rennen gegen 17 andere Pferde(mädchen) gewinnt. Das Training wird jeden Tag neu ausgewählt und die Schwerpunkte können unter anderem auf Tempo, Kraft, Ausdauer und Taktik liegen.

Je höher die Werte, desto höher die Chancen auf den Sieg. Und nach jedem Sieg gibt das Pferdemädchen eine musikalische Idol-Einlage zum Besten. Das funktioniert so gut, dass laut SteamDB zuletzt 37.384 Spieler gleichzeitig ihre Ladies trainierten.

Süße Pferdemädchen, Gesangseinlagen und Gacha

Was ist Umamusume? Umamusume: Pretty Derby gehört zum gleichnamigen Anime-, Manga- und Game-Universum, das auf populären Pferden des japanischen Pferderennsports basiert.

Der Anime umfasst 13 Episoden, die in der Frühlings-Season 2018 via Crunchyroll ausgestrahlt wurden. Zeitgleich sollte ein Mobile-Game erscheinen, das bis 2021 verschoben wurde. Mittlerweile gibt es mehrere Manga-Adaptionen und mehrere weitere Spin-Off-Animes. Mit Uma Musume Pretty Derby: Sprinter’s Story wurde sogar ein Theaterstück aufgeführt.

Jeder Charakter in Umamusume basiert auf einem realen Rennpferd und sie werden auch nach diesen benannt. Zusätzlich orientiert sich das Aussehen der Mädchen an den Rennpferden:

Der Charakter Special Week korrespondiert zum Beispiel mit dem gleichnamigen Pferd, das 1997 bis 1999 Rennen bestritt. Der Game-Charakter übernimmt dabei das braune Fell und die weiße Blässe, sowie die weiß-lila-Uniform des reitenden Jockeys. Das Geschlecht des Tieres wird hingegen nicht adaptiert. Special Week und viele weitere Rennpferde sind oder waren männlich, werden aber trotzdem als Anime-Mädchen dargestellt.

Die Charaktere der Umamusume sind aber nicht nur optisch, sondern auch charakterlich an ihre Vorbilder angelehnt. Haru Urara wird als fröhliches Anime-Girl dargestellt, das aber jedes Rennen verliert und trotzdem nicht ihre Fröhlichkeit verliert. Ihr Vorbild ist das gleichnamige Rennpferd, das Anfang der 2000er immer wieder antrat, nie siegte und trotzdem von den Renn-Fans gefeiert wurde.

Bei einem Sieg gibt das eigene Pferdemädchen übrigens eine Idol-Einlage mit Tanz und Gesang.

Die Gacha-Mechaniken im Spiel sind wiederum dafür da, die Pferdemädchen zu ziehen und sie dann mit ebenfalls zu ziehenden Karten zu verbessern.

Wie hängen reale Rennen mit Umamusume zusammen? Zum einen lizenziert Umamusume für die Games, Serien und Co. die Namen beliebter Rennpferde von deren (ehemaligen) Besitzern.

Zum anderen gibt es Kooperationen mit Rennbahnen und Verbänden. Die National Association of Racing ist zum Beispiel unter anderem mit der Bahn Kasamatsu beteiligt. Entwickler Cygames sponsert außerdem in den USA Rennen, um dort die entsprechende lokale Version von Umamusume: Pretty Derby zu bewerben.

Zudem ist der Wettumsatz rund um die Rennen seit dem Start von Umamusume gestiegen. 2019 lagen diese bei der Japan Racing Association noch bei 2.881 Billionen Yen (ca. 19,32 Milliarden Euro) und 2023 zuletzt bei 3.275 Billionen Yen (ca. 17 Milliarden Euro). Wer sich übrigens allgemein für Animes interessiert – auch über die, die nichts mit Pferderennen zu tun haben – könnte sich über eine Neuankündigung von der Anime Expo freuen: „Habe keinen Anime erwartet, aber bin froh, dass er kommt“ – Die Autorin von Full Metal Alchemist überrascht Fans mit einer neuen Serie

Quelle(n): Netkeiba, Horsenetwork.com, Together for Racing International, Steam
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Hubschraubaer

Witzig, wie das Spiel in Japan über Steam gar nicht verfügbar ist 😀

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