Neues Koop-Game kommt für PS5 und Steam – Sah in Trailern gut aus, ist zum Release aber ganz anders

Am 27. Juli erschien Tribes of Midgard für PlayStation 4, PlayStation 5 und PC (Steam). Nachdem die Trailer ein actionreiches Survival-RPG versprochen hatten, haben die Spieler nach dem Release einen deutlich anderen Eindruck bekommen. Das schlägt sich auch in den Reviews nieder.

Was ist das für ein Spiel? In Tribes of Midgard spielt ihr einen gefallenen Wikinger, der nach seinem Tod noch einmal als Einherjar in den Kampf gerufen wird. Ihr sollt die Saaten des Weltenbaumes Yggdrasil beschützen und Ragnarök verhindern, die Götterdämmerung.

Dazu spielt ihr alleine oder in einem Team aus bis zu 10 Spielern in zufällig generierten Welten, sammelt Ressourcen, baut Ausrüstung und verteidigt eure Basis. Regelmäßig greifen die Monster der Unterwelt oder sogar mächtige Riesen mit besonderen Fähigkeiten eure Siedlung an.

Jede Runde beginnt wieder von 0 und ihr müsst euren Charakter neu ausbauen, könnt eine der 8 Klassen des Spiels wählen und stellt euch neuen Gefahren. Durch die verschiedenen Runden, in denen ihr immer neu anfangt, ist Tribes of Midgard eine Art „Roguelite“.

Wie kommt es an? Die ersten Reaktionen auf Tribes of Midgard sind gemischt. Das Spiel erschien am Dienstag, dem 27. Juli für PlayStation-Konsolen und PC. Auf Steam sind die Bewertungen aktuell „ausgeglichen“ mit 61 % positiver Stimmen von 1.137 Reviews.

In der Presse kommt Triebs of Midgard bisher recht gut an, Screen Rant etwa bezeichnet es als „fantastisches Wikinger-Abenteuer“ (via Screenrant.com). Allerdings gibt es bisher nur recht wenige Rezensionen und noch keine Metascore.

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Der Launch-Trailer von Tribes of Midgard.

Tribes of Midgard als „besseres Tower-Defense-Game“?

Das wird kritisiert: Einer der größten Kritikpunkte ist, dass Tribes of Midgard im Vorfeld deutlich anders aussah als das fertige Spiel. In den Trailern sah man Spieler gemeinsam kämpfen und Gebäude bauen – mehr wie ein Survival-RPG, eine Mischung aus Valheim und Diablo.

Das Spiel gleicht nun nach Release laut der Spieler jedoch eher einem Koop-Roguelite, Survival- und RPG-Elemente seien kaum vorhanden. Zwar gibt es Kälte und Hitze, aber kein Verlangen nach Nahrung und die Klassen werden jedes Mal zurückgesetzt. Steam-Nutzer moowl-wurf fasst seine Erfahrung so zusammen:

Leider muss ich sagen, dass die Trailer mehr hergeben, als es sich tatsächlich spielt. Grundsätzlich kann man es als ‘besseres Tower-Defense-Game’ bezeichnen, in dem man den Baum in der Mitte beschützen muss. Nach einiger Zeit kommen einfach Gegnerwellen, die man abwehren soll und in der Zwischenzeit sammelt man Ressourcen.

moowl-wurf via Steam

Auf Steam als auch in der Community etwa auf reddit beschweren sich Spieler zudem über den Schwierigkeitsgrad (via reddit.com). Alleine sei es kaum möglich, ordentlich zu spielen. Die Zeit reiche nicht, um die Aufgaben zu erledigen, Ressourcen zu sammeln und zudem noch die Basis zu verteidigen.

Gemeinsam sei es leichter. Als Verbesserungsvorschlag verlangen einige Spieler etwa, dass die Tage länger und die Nächte kürzer sind, denn nur nachts kommen die Angriffe auf die Basis vor. Tagsüber können Spieler mehr oder weniger frei erkunden.

Ist alles schlecht? Trotz der Auffassung, dass Tribes of Midgard nicht ganz den Erwartungen entspricht, sind viele Spieler noch immer zufrieden damit. Gelobt wird häufig das Gameplay und die Kurzweil – Tribes of Midgard ist offenbar ein ordentlicher Zeitvertreib für zwischendurch.

Selbst der Schwierigkeitsgrad wird teilweise gelobt. Auch, wenn besonders Solo-Spieler sich hier etwas Anpassung wünschen, scheint die knackige Härte doch durchaus Leute anzusprechen. Besonders Fans von Roguelite- und Roguelike-Spielen schätzen die Schwierigkeit.

Wie ist euer Eindruck von Tribes of Midgard? Habt ihr schon gespielt und findet ihr es auch zu schwer, oder sollte es so bleiben? Vermisst ihr Survival- und RPG-Elemente oder gefällt euch das Spielprinzip? Schreibt uns einen Kommentar!

Ein anderes Spiel hat übrigens wirklich versucht, Survival und RPG zu verbinden und erschein kürzlich auf Steam – kam dort aber nicht so gut an:

Neues MMO auf Steam will Survival und RPG verbinden – So kommt es an

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Andre

Das Spiel ist im solo Modus viel zu einfach. Sobald man etwas Übung hat schafft man sogar 20 Wellen und mehr trotz fimbulwinter. Wenn man sich früh genug um Riesen und Fragmente kümmert ist auch fenrir kein Problem im solo da reichen 2 lila Waffen und ne grüne rüstung. Die meisten Leute geben zu schnell auf, es dauert halt ein paar Runden bis man weiß welche Rohstoffe man braucht für Waffen und rüstung. Und man sollte immer Steinbruch und Bauernhof bauen da man dort sehr viel Material bekommt. Ich selber war bis Welle 19 im saga Modus und hatte dann einfach keine Lust mehr Stumpf die Basis zu verteidigen. Ich habe aber festgestellt das es eher unklug ist mit randoms zu spielen da diese nur ihr eigenes Ding machen und nichts zur kriegskasse beitragen.

Lucifron

Ich hab es gestern gespielt (gab / gibt es sogar bei offiziellen Resellern für 14€ statt 20€ auf Steam ;)) und bis die Server Probleme kamen auch immer recht volle Lobbies gehabt.

Was mich persönlich stört ist, dass das Tutorial wenig erklärt z.B. die Klassenauswahl wäre hilfreich gewesen. Allgemein hat es mir aber auch schon Spaß gemacht, wobei ich hoffe, dass es noch mehr Events in der Welt gibt + es müsste halt etwas besser erklärt werden, dass man die Riesen am besten angreifen sollte bevor sie in die Nähe der Basis kommen.

Allgemein werde ich mal gucken ob ich nicht irgendwo dann eine festere Gruppe finde bzw mal im Survival Modus schauen 🙂

Horteo

koop ist so eine Sache, bisher noch kein einziges Spiel gefunden bei denen tatsächlich 10 Spieler dabei waren. Meistens zwischen 2 und 4.

Und diese haben meistens das Spiel in den ersten 3 Tagen verlassen.

Somit habe ich noch keinen einzigen Riesen erledigen können. So wird das nix

Marker

Tag 8 finde ich tatsächlich schon stark im Solo. Ich ka, 2 mal bis Tag 4 und konnte mich bisher nicht einmal mit dem Ausbau des Dorfes beschäftigen geschweige denn mehrere Quests machen. Vielleicht muss man sich da noch reinfuchsen, aber der erste Eindruck von mir stimmt fast genau mit den ersten Solo-Bewertungen überein.

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