Jungle Cruise mit Dwayne „The Rock” Johnson war ein weiterer Versuch von Disney, eine beliebte Freizeitpark-Attraktion zu verfilmen. Obwohl Fans das Ergebnis lieben, floppte der Film im Kino.
2003 gelang Disney ein wahres Meisterstück: Der Konzern nahm sich eine beliebte Attraktion aus dem hauseigenen Freizeitpark als Vorbild für einen Abenteuerfilm. Das Ergebnis hieß Fluch der Karibik und entwickelte sich zu einem großen Überraschungserfolg mit mehreren Fortsetzungen.
Ähnliches wollte Disney wohl auch mit Jungle Cruise erreichen. Der Film erschien im Jahr 2021 und basierte ebenfalls auf einer Attraktion. Sie hört auf denselben Namen und wurde erstmals 1955 im originalen Disneyland in Anaheim eröffnet.
Über die Jahre hinweg folgten weitere Versionen in allen anderen Parks weltweit, einzige Ausnahmen bilden Paris und Shanghai. Das Konzept blieb meist dasselbe: Man fährt in einem Boot einen Fluss entlang, tief hinein in einen Dschungel, wo an den Seiten oder im Wasser verschiedene Tiere auf einen warten.
Ein Mitarbeiter kommentiert das Geschehen und sorgt so für zusätzliche Unterhaltung. Insgesamt ist die Attraktion ein ziemlich gemütliches Unterfangen. Dennoch machte Disney einen aufregenden Abenteuerfilm mit Fantasy-Elementen daraus. Das Ergebnis konnte nur mäßig überzeugen.
Star-Power konnte dem Film nicht helfen
Worum geht es im Film? Die Geschichte dreht sich um die Wissenschaftlerin Lily Houghton, die sich 1916 auf eine Expedition ins Amazonasgebiet aufmacht, um dort einen Baum mit heilenden Kräften zu finden.
Der Kapitän eines Boots, Frank Wolff, soll als Führer fungieren. Schnell stellen sich aber Probleme in den Weg. Nicht nur sucht auch der deutsche Prinz Joachim nach dem Baum, um dessen Blüten für kriegerische Zwecke zu nutzen, auch untote Soldaten machen die gemütliche Flussfahrt zum Abenteuer.
Mit Dwayne „The Rock“ Johnson als Frank Wolff und Emily Blunt als Lily Houghton kann Jungle Cruise mit zwei beliebten Darstellern in den Hauptrollen aufwarten. Das bewahrte den Film aber nicht vor dem finanziellen Misserfolg. The Rock gehört übrigens zu den reichsten Schauspielern der Welt.
Wie schlug sich der Film im Kino? Jungle Cruise erschien im Juli 2021 und kostete laut IMDb allein in der Produktion rund 173 Millionen Euro. Hinzu kamen noch Marketingkosten, Berichten von Movieweb zufolge lag das Gesamtbudget bei etwa 311 Millionen Euro.
Im Kino spielte der Film am Ende aber nur 190 Millionen Euro. Ein klarer Flop. Dennoch gab es Gerüchte über eine Fortsetzung, die Dwayne Johnson 2025 gegenüber Entertainment Weekly aber begrub.
Spannend ist bei dem Misserfolg, dass Jungle Cruise bei jenen, die ihn gesehen haben, sehr gut ankam. Auf Rotten Tomatoes verschaffen über 5.000 User dem Film einen Score von 92 %. Der Streifen sei lustig, voller Action und wäre ein „Ride, der sich lohnt“.
Die Kritiker sind deutlich negativer und vergeben bei 348 Reviews eine Wertung von 62 %. Jungle Cruise sei ihnen zufolge zwar lustig und familienfreundlich, würde aber nicht die Höhe klassischer Abenteuerfilme erreichen. Habt ihr den Film gesehen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. Ein anderer Flop beeinflusste das Action-Kino: Ein SciFi-Kultfilm mit Christian Bale floppte vor über 20 Jahren kläglich, dabei nahm er John Wick vorweg
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Kommentare
Für einen verregneten Sonntagnachmittag ist es durchaus ein unterhaltsamer Film. Emily Blunt (ich mag sie seit „Edge of Tomorrow“ sehr) und Dwayne Johnson harmonieren gut miteinander. „Jungle Cruise“ hat einige nette Schauwerte und ist vom Pacing recht flott erzählt. Ob es dafür ins Kino gemusst hätte, steht auf einem anderen Blatt – wobei der Film auch zu einer Zeit in die Kinos kam, in der es Kinofilme generell schwer hatten (Hochphase der Pandemie und Lockdowns). Auch Imdb zeigt sich Wohl gesonnen und votet ihn mit 6.5, bei 220K Votes, aus meiner Sicht, ganz gut.