The Invitation: Warum ihr diesen MMO-Shooter unbedingt im Auge behalten solltet

Mit The Invitation ist aktuell ein vielversprechender MMO-Shooter mit SciFi-Setting in der Mache, den viele noch gar nicht auf dem Schirm haben. MeinMMO zeigt, was hinter diesem ambitionierten Projekt steckt und stellt euch das Spiel im Rahmen unserer Aktion Find Your Next Game näher vor.

Kennt ihr The Invitation? Nein? Zu Unrecht, meine ich, Sven Galitzki, Shooter-Experte bei MeinMMO. Bei diesem PvX-MMO-Shooter vom deutschen Entwickler-Studio tool1 handelt es sich um ein ambitioniertes Projekt in frühem Entwicklungsstadium, das man aber trotzdem und gerade als Shooter-Fan im Auge behalten sollte. Denn The Invitation sieht nicht nur grafisch ansprechend aus, es bietet auch einige innovative Elemente und Ideen, die frischen Wind ins Shooter-Genre bringen könnten.

Selbst, wenn ihr von The Invitation bereits gehört oder es verfolgt habt: Wir haben in einem exklusiven Interview mit den Gründern Martin Kleingräber und Timo Becker sprechen können, die uns so manch ein neues, bislang unbekanntes Detail über das Spiel verraten haben. Auch diese stellt euch MeinMMO euch im Zuge der Aktion Find Your Next Game vor.

Das ist The Invitation

Worum geht’s überhaupt? The Invitation spielt in verwahrlosten ländlichen Regionen Europas im Jahr 2081. Eine fortgeschrittene Alien-Zivilisation hat die Erde an ein interstellares Transport-Netzwerk angeschlossen und so lebt der Großteil der Menschheit in Metropolen und genießt die Vorzüge der namensgebenden Einladung.

Diejenigen, die außerhalb der Städte leben, tun das nach eigenen Regeln. Täglich kämpfen verschiedene Fraktionen um die Vorherrschaft über essenzielle Schlüsselpunkte wie Fabrikanlagen oder Rechenzentren, um Loot und das blanke Überleben.

So wird gespielt: Gespielt wird dabei in der First-Person-Perspektive. Die Spielwelt von The Invitation sowie die Ziele sind offen. Betreten wird die (noch) instanzierte Karte an einem beliebigen Punkt am Rand. Vorbei ist das Abenteuer erst, wenn man die Karte irgendwo am Rand wieder verlässt.

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Im Vordergrund stehen eine höchstmögliche Interaktion zwischen Spielern (dazu später mehr), das Spezialisieren sowie Optimieren des eigenen Charakters sowie möglichst lange mit einem Charakter zu überleben.

Dabei soll nicht nur ein Weg oder eine Strategie für den Erfolg richtig und am effektivsten sein, der dann alle Spieler folgen. Stattdessen sollt ihr mit den unterschiedlichsten Mitteln das eigene Ziel erreichen können und möglichst weit kommen – ob nun durch Ausschalten von Gegnern, Verhandlungen, Handel, Kooperation oder List und Täuschung.

Was heißt überhaupt PvX? PvX ist ähnlich wie das PvEvP. PvE und PvP werden vermischt, es geht also für Spieler gegen die Umgebung, die KI, aber gleichzeitig auch gegen andere Spieler.

Im Prinzip soll PvX bei The Invitation nochmal verdeutlichen: Es geht für Spieler gegen so gut wie alles. Aber auch Kooperationen sind dabei möglich, wenn auch nicht Pflicht. Man kann sich also nie sicher sein, gegen wen oder was es für die Spieler letztendlich geht.

Zum dem Kampf gegen dieses Alien könnten sich auch andere Spieler dazugesellen – am Ende nicht unbedingt als Freunde.

„Man weiß nie wirklich genau, was als Nächstes passiert, man steht immer wieder vor neuen Situationen, wie man mit Herausforderungen umgeht.“, so Timo Becker. Euer Abenteuer kann als Angriff auf ein KI-gesteuertes Alien beginnen, doch dann im Kampf mit weiteren Spielern um die Beute enden, die euch eben noch dabei geholfen haben, die außerirdische Kreatur zu erlegen.

Was macht The Invitation so besonders?

Neben Genre-typischen Shooter-Mechaniken sowie Loot soll bei The Invitation vor allem eines im Fokus stehen: maximale Spieler-Interaktion.

Maximale Spieler-Interaktion

In Abenteuer schlittert man bei The Invitation nicht etwa durch NPC-Quest-Geber, sondern über drei Arten von Einladungen (Invitations):

  • PvX
  • durch andere Spieler
  • und durch die Umgebung.

Generell sollen Spieler bei The Invitation in höchstmöglichem Maße miteinander interagieren – indem sie sich gegenseitig Quests geben, diese erfüllen, sich bei Gelegenheit zusammentun oder eben einander in den Rücken fallen.

„Alles, was man tut, hat drastische Konsequenzen. Egal, was man tut – Man wird immer irgendwelche Folgen davon haben, die unumkehrbar sind“ ergänzte Martin von tool1 im Interview mit MeinMMO.

Über ein Interface könnt ihr eine vorgegebene Quest aufgeben oder eine eigene Aufgabe kreieren.

Player Invitations: Diese gehen direkt von den Spielern aus: Jeder hat dabei die Möglichkeit, verschiedenste Arten von Quests an andere Spieler zu stellen. Egal, ob ihr bestimmte Ressourcen benötigt, Hilfe bei einer bestimmten Aufgabe braucht oder einen bestimmten Spieler tot sehen wollt – Es ist so einiges dabei.

Herzstück des Ganzen ist das Kommunikations- und Quest-Menü, in dem jeder Spieler aus vorgefertigten Quests wählen oder Aufträge nach eigenen Wünschen selbst frei editieren kann. Hier kann man zudem auch einstellen, welche Quest-Anfragen euch angezeigt werden sollen.

PvX Invitations: Dabei handelt es sich im Prinzip um Events, um Geschehnisse und Ereignisse aller Art – von umherstreifenden Aliens bis zu Kämpfen zwischen rivalisierenden Gangs ist so einiges dabei. Damit die Spieler sich hier einbringen, lockt The Invitation mit Loot in Form von Ausrüstungsgegenständen.

Hier gibt es Ressourcen und Anpassungsmöglichkeiten. Allerdings nicht nur für euch.

Environment Invitations: Dabei handelt es sich um spezielle Areale, die dazu einladen, erkundet und genutzt zu werden. Dort können Spieler wichtige Ressourcen finden oder Anpassungen an ihrem Spiel-Charakter vornehmen. Die Anpassung ist übrigens nur in diesen Gebieten und dort nur in speziellen Gebäuden möglich.

So könnt ihr dort euren Charakter beispielsweise mit frisch gefundenen Prothesen-Teilen ausstatten und dadurch eure verfügbaren Fähigkeiten modifizieren. Oder ihr fertigt an speziellen 3D-Druckern verschiedene Arten von Granaten.

Kurzum: Diese speziellen Areale und Gebäude stellen wichtige Knotenpunkte dar, wo ihr mit viel Kampf, Handel oder Betrug rechnen könnt.

Mit welchen Spielen lässt sich The Invitation am ehesten vergleichen? Oder ist es dafür zu besonders? Timo Becker, einer der Gründer von The Invitation, erklärte, dass sich der MMO-Shooter in erster Linie mit 2 Titeln vergleichen lässt.

Das wäre DayZ – als Vergleich. Das hat eine gewisse Schnittmenge. Unser Spiel hat aber einige Elemente, die DayZ nicht hat. Gerade diese Events, diese Special Locations und die Spieler-Interaktion. Eigentlich alle unsere drei Kernelemente gibt es nicht in der Form in DayZ.

Timo Becker im Interview mit MeinMMO
dayz-screen
DayZ lässt sich in vielen Zügen durchaus mit The Invitation vergleichen.

Von da aus lässt sich das aber in den Augen der Macher ganz gut beschreiben. „Stell dir vor, du hast DayZ und unsere drei Kernelemente“.

Zum zweiten Spiel ergänzte Timo Becker: „Relativ spät haben wir gemerkt, dass das Gesamtkonstrukt, was wir jetzt haben, relativ viel Schnittmenge mit Sea of Thieves hat – auch wenn man erstmal überhaupt nicht an das Spiel denken würde.“ Dazu fuhr er fort: „Die Art, wie Events und Spielerinteraktionen zusammengehen, da gibt’s nochmal ’ne große Schnittmenge.“

Auch Escape from Tarkov habe gewisse Parallelen, doch die recht klare Zielsetzung dort würde es unter anderem nochmal deutlich von der offenen Art in The Invitation unterscheiden.

Ausrüstungssystem und Charakter-Spezialisierung

Das Ausrüstungssystem: Herzstück des Systems ist ein modularer Charakter. Dort könnt ihr in verschiedene Slots neben Rüstungen auch unterschiedliche Prothesen einsetzen, mit denen ihr eure Fähigkeiten modifiziert.

Es wird keine Powerlevel oder Wert-Bereiche geben, die vorgeben, wie gut oder mächtig das jeweilige Ausrüstungsteil ist. Diese bestimmen lediglich, für welchen Spielstil sich euer Charakter am besten eignet. Auch Skill-Trees oder Leveling sucht ihr bei The Invitation vergebens.

Das Prothesen-System von The Invitation

Viele Spiele richten sich aktuell an Leute, die sehr sehr viel Zeit haben und lange grinden können. Was weiß ich wie viele Ressourcen abbauen und Wildschweine tothauen können, um ihre Rüstungen und ihr Level zu bekommen. Man macht all das Zeug, um am Ende dann irgendwann endlich den Kram machen zu können, der einem eigentlich Spaß macht. Und da haben wir irgendwann direkt am Anfang gesagt: Warum nicht eigentlich direkt mit Spaß anfangen? […] Wir möchten, dass man sich am Anfang eine Aufgabe stellt: Das und das möchte ich machen. Und man kann es dann auch direkt von Anfang an direkt machen.

Martin Kleingräber im Interview mit MeinMMO

Jedes Ausrüstungsteil wird Vor- und Nachteile für bestimmte Spiel-Situationen mit sich bringen, wodurch es nicht DEN einen Über-Build gibt, der alles überschattet. Gewinnt ihr in einem Bereich an Effektivität und Macht hinzu, büßt ihr entsprechend in einem anderen Bereich ein.

Als Beispiel nennt Martin Kleingräber die Rüstung:

„Hat man eine Rüstung an und wird getroffen, wird man zu Boden geworfen und nicht durchschossen. Man bekommt mit einer Rüstung weniger Schaden, aber jeder Treffer ist auch eine Art Crowd-Controll-Effect. Das hilft einem, den Schaden für die Gruppe zu fressen, aber ohne jemanden, der einem den Rücken deckt, wird man mit den Kugeln zu Boden gehalten…“

„Rüstung ist keine gute Idee als Solo-Spieler“, ergänzt er lachend. „Aber man ist sehr hilfreich für eine Gruppe.“

Festgelegte Klassen gibt es nicht. Die Ausrüstung bestimmt eure Rolle und Spielstil.

Die Spezialisierungen: Durch die Kombination von Ausrüstung und verschiedener Prothesen spezialisiert ihr euren Charakter. Ihr bestimmt damit also, wie ihr The Invitation spielt. Und das soll deutlich spürbare Auswirkungen haben. Festgelegte Klassen gibt es nicht.

Seid ihr beispielsweise mit euren Prothesen ein guter Hacker, so werden ihr im direkten Kampf kaum etwas reißen können und seid auf die Hilfe eines guten Soldaten angewiesen. Andererseits könnt ihr noch so ein mächtiger Krieger sein – bestimmte Türen zu wertvollem Loot bekommt ihr ohne euren schmächtigen Hacker-Freund (oder entsprechende eigene Ausrüstung) nun mal nicht auf. Egal, wie sehr ihr es auch versucht.

Auch hier soll die Spieler-Interaktion nochmals gepusht werden. Denn kein Charakter wird ein perfekter Allrounder, man ist bei Vielem auf die Hilfe oder die Fähigkeiten anderer angewiesen.

The Invitation setzt auf Perma-Death – Was bedeutet das?

Was heißt Perma-Death? Ja, The Invitation setzt auf Perma-Death – und das ist auch nicht optional, sondern gehört fest zum Prinzip und der Philosophie des Spiels. Zumindest im Kampf gegen andere Spieler.

Stirbt euer Charakter durch einen menschlichen Gegner, verliert ihr euer ganzes Hab und Gut. Bei der KI läuft das etwas anders, doch dazu gleich mehr.

Jede Begegnung könnte die letzte sein.

Warum Perma-Death? Vor diesem Hintergrund würden viele ganz anders spielen, so die Entwickler. Wenn man weiß, dass man alles verlieren kann. So habe man stets im Hinterkopf, dass es um etwas geht, ist vorsichtiger, geht mit Bedacht vor und überdenkt unter Umständen so manch eine Aktion, in die man sich sonst blind gestürzt hätte.

Das Schöne an Perma-Death ist ja, dass man wirklich was zu verlieren hat … Das macht eine gewisse Würze aus, die man sonst in Spielen nicht kriegt. Und gerade in unserem Spiel ist es schon wichtig, dass man merkt, dass alles wirklich ernsthafte Konsequenzen hat und alles, was man sich erarbeitet hat, sich wertvoll anfühlt, weil man es verlieren kann.

Das ist ein bisschen wie in der Schulzeit mit Freunden Pokern. Auch wenn nicht viel Geld auf dem Tisch sein sollte, aber so zumindest 2 Euro Einsatz sollte schon jeder geben. Damit es um irgendwas geht. Weil sonst die Leute einfach nicht vernünftig spielen.“

Martin Kleingräber im Interview mit MeinMMO

Tod des Gegners ist nicht immer das Ziel: Doch der Tod ist nicht immer das beste Resultat – auch nicht für eure Gegner. Vielmehr sei das der wirklich letzte Schritt, wenn man wirklich nur darauf aus ist.

Tötet man jemanden endgültig, kann man eventuell wertvolle Beute oder die Möglichkeit verlieren, an weiteren Loot über den niedergerungenen Feind zu kommen.

Ihr könnt noch mehr Loot von eurem Opfer aushandeln – falls ihr es am Leben lasst.

Um jemanden zu looten, müsst ihr ihn nicht zwangsläufig ausschalten – es gibt auch einen Down-Status, wo ihr zwar durch eure Verletzungen kampfunfähig, aber nicht tot seid. Bereits in diesem Stadium könnt ihr gelootet werden.

Und so seid ihr unter Umständen für viele noch nützlicher als komplett tot. Denn so kann euch der Gegner bereits einigen Loot abnehmen, sich aber mit euch unter Umständen noch darauf einigen, dass ihr ihm für das „Verschonen“ weitere wichtige Ressourcen aus eurem Inventar per Drohne verschafft oder gegebenenfalls mit euren Fähigkeiten irgendwo weiterhelft, wo er selbst nicht weiterkommt – beispielsweise beim Öffnen einer bestimmten Tür als Hacker.

So könnt ihr euren Charakter behalten und fangt nicht wieder komplett von vorne an. Und der Feind hat dadurch noch mehr aus der Aktion gewonnen, als er das durch euren Tod getan hätte. Generell soll mieses Verhalten nicht das effektivste sein.

Übrigens, KI-Gegner bringen euch in den Down-Status, aus dem ihr euch beispielsweise mit einer angeforderten Hilfsdrohne oder einem Hilferuf an Freunde retten könnt, sobald die computergesteuerte Gefahr weg oder beseitigt ist. Beim PvE sind die Entwickler also etwas lockerer mit Perma-Death.

Auf Kickstarter ist der MMO-Shooter mit seinem speziellem Quest-System gescheitert. Doch es geht definitiv weiter.

Weitere wichtige Fragen zu The Invitation

Kickstarter-Kampagne gescheitert – Was heißt das für The Invitation? Die Entwicklung von The Invitation sollte ursprünglich über die Crowdfundig-Plattform Kickstarter finanziert werden. Doch die Kampagne dort scheiterte. Wir von MeinMMO wollten deshalb im Prinzip als Erstes wissen: Wie geht’s weiter? Geht es überhaupt weiter?

„Das geht auf jeden Fall weiter“, so Timo Becker. Man könne schon noch eine Weile normal weiterarbeiten, sitze aber gerade bereits an Plan B und kläre die Finanzierung mit verschiedenen Investoren auf mittelfristige Sicht, damit man Vollzeit dranbleiben kann. Zudem laufen bereits parallel dazu erste Gespräche mit Publishern, auch wenn man sich dabei Zeit lassen will.

Denn bei der Publisher-Suche sei es sehr wichtig, dass man alle Freiheiten behalten kann. Man will nicht aus Marketing-Gründen irgendwelche Game-Design-Entscheidungen ändern müssen, so die beiden Entwickler.

„Wenn ein Publisher jetzt sagt: Die Leute mögen kein Perma-Death, bitte ändern. Sowas wollen wir nicht“.

Ab wann kann man diese hübschen Landschaften unsicher machen?

Wann soll The Invitation überhaupt erscheinen? Im Rahmen der Kickstarter-Kampagne war der erste Alpha-Test für den Mai 2021 vorgesehen.

Dieser Termin ist im Moment jedoch erstmal ausgeklammert. Es könnte immer noch klappen, ist immer noch denkbar, hängt aber davon ab, wie schnell sich jetzt die weitere Finanzierung des Projekts klärt.

Kurzum: Die Entwickler können aktuell noch keine genaue Zeit nennen, wollen dabei aber lieber für eine positive Überraschung sorgen, als für eine negative.

Kommt The Invitation nur für PC oder auch für Konsolen? Geplant sind bislang Versionen für Windows, Mac und Linux.

Konsolen wie die PS4, PS5, Xbox One und Xbox Series X sind auf lange Sicht nicht kategorisch ausgeschlossen, aber im Moment sagt man dazu „Nein in Klammern“.

Man weiß noch gar nicht, ob die Steuerung auf einem Controller gut funktionieren würde. Das sei die größte Stellschraube. Doch auch technisch gesehen sei noch nicht alles endgültig geklärt, so Becker gegenüber MeinMMO.

Xbox-vs-PS5-Controller
Die Konsolen bleiben wohl außer vor.

Hat The Invitation Open PvP? Ja, es ist Open PvP. Es gibt keine Lobby, keine Social Hubs und kein wirklich komplett sicheres Gebiet, sobald ihr die Karte an ihrem Rand betretet. Zwar ist es am Rand sicherer, da die Points of Interest (Events Locations) sich zur Karten-Mitte häufen, doch auch am Rand kann man noch erwischt werden. Ihr könnt überall auf der Karte sterben.

Wirklich sicher ist es nur, wenn man die Karte irgendwo wieder am Rand verlässt, also eine Art Extraction vollführt. Feste Extraktions-Punkte gibt es nicht, man kann überall zum Rand hin raus.

Für Spieler, die einen Disconnect erleiden oder plötzlich mitten auf der Map aufhören müssen, soll es ein System geben, was sie nach einiger Zeit in der Untätigkeit wieder rausholt – allerdings nicht sofort, damit man so nicht vor entscheidenden Kämpfen oder gekonnt gelegten Hinterhalten fliehen kann.

Auf lange Sicht will man, dass die KI von The Invitation zwecks Immersion solche Spieler auf möglichst sicherem Wege rausführt und sie sich nicht vor den Augen anderer einfach auflösen.

Hier könnte nicht nur wertvoller Loot auf euch warten.

Was macht man gegen Griefer/Ganker? Toxisches Spielerverhalten will man weder fördern, noch komplett unterbinden. Man legt aber nicht künstlich den Fokus auf Dinge oder Mechaniken, die für Streit unter Spielern sorgen, fördert jedoch jeden eingeschlagenen Weg auf seine Art – beispielsweise mit einem eigenen Leaderboard für Exekutionen.

So wird man optisch erkennen können (z.B. durch Skins), ob jemand sich um euch kümmert und von der Community respektiert wird, oder ob ihr einem Spieler besser aus dem Weg gehen solltet, wenn ihr nicht selber eine direkte Konfrontation sucht. Auch in den Leaderboards wird man erkennen können, wer in welchem Bereich des Spiels führend ist.

Ferner wird es beim Betreten der Karte Indikatoren geben, die einem signalisieren, ob der entsprechende Eintrittspunkt sicher ist oder ob sich dort in der Nähe andere Spieler befinden. Griefer direkt am Startpunkt müsst ihr also nicht fürchten. Sollte es doch für euren Geschmack doch zu voll sein, könnt ihr euch für eine andere Map entscheiden.

Zudem kommt man bei The Invitation generell besser weiter, wenn man Freundschaften schließt. Auch aggressive Spieler sind auf diese angewiesen und werden das ein oder andere Mal sicherlich über eine Kooperation nachdenken müssen, wenn sie eine bestimmte Ressource oder Hilfe bei einer Quest brauchen, bei der sie allein nicht weiterkommen.

The Invitation Shooter titel
Alleine kommt man nicht immer weiter. Auch nicht als Griefer.

Aber auch mögliche Kopfgelder, auf die sich viele Spieler stürzen dürften, und der drohende Verlust des eigenen Charakters sollten da für weniger Toxizität sorgen, als in so mach anderem Game. Griefen und Ganken wird also nie dauerhaft möglich sein. Denn auch Griefern und Gankern dürfte der eigene Charakter angesichts von Perma-Death genau wie den anderen Spielern sehr am Herzen liegen und auch sie müssen andere Aspekte des Spiels zwangsläufig berücksichtigen.

Die Entwickler sehen solche Problem-Spieler dabei eher als Herausforderung als ein Problem. Dazu sagte Martin Kleingräber gegenüber MeinMMO:

Wir wollen viel experimentieren, um zu schauen: Wie kann man verschiedene Spieler-Typen und Spieler-Interessen, die in anderen Spielen total das Problem darstellen, bei uns so mit einbeziehen, dass sie für alle Spieler eine Herausforderung und einen Spaßfaktor darstellen, anstatt einfach nur ein Hindernis. Dass Leute davon auch profitieren können, sich dieser Herausforderung spielerisch zu stellen.

Wie groß ist die Welt? „Auf ganze lange Sicht wollen wir eine große, zusammenhängende Spielwelt haben – mit dynamischen Servern“, so die Entwickler gegenüber MeinMMO.

Dort sollen dann alle Spieler in einer riesigen Open World auf einer Map vereint spielen.

Es wird erstmal kleine Karten geben, wo ihr aber regelmäßig auf andere trefft.

Zu Beginn wird man aber mit einzelnen, instanzierten Maps in verschiedenen Größen arbeiten – im Schnitt circa 4 Quadrat-Kilometer groß. Die Größe hängt dabei unter anderem von der Anzahl der möglichen Spieler dort ab. Denn man soll nicht elend lange Strecken zurücklegen oder viel Zeit mit Wandern verbringen müssen, bis man auf andere Spieler trifft. Hier soll es regelmäßig zu Begegnungen kommen können.

Im Prinzip heißt das: Je größer die Karte, desto mehr maximale Spieler wird sie beherbergen können. Man wird sich mehr anstrengen müssen, andere nicht zu treffen, als andere Spieler zu finden.

Wie viele Spieler können maximal gleichzeitig spielen? Aktuell zielt man auf eine Gruppe von 40 bis 50 Spielern (möglich wären mehr) als Idealzustand auf einzelnen, instanzierten Maps ab, anstatt alle auf einer großen. Man kann aber frei entscheiden, welche Karte man besuchen möchte.

Ein intelligentes Ticket-System soll dafür sorgen, dass die Server nie zu voll und nie zu leer sind, damit man immer bei Wunsch auch mit Freunden zusammen spielen und diesen nachjoinen oder zu sich selbst auf die Karte einladen kann.

Was ist das Ziel? Wie sieht das Endgame aus? MeinMMO wollte wissen, womit tool1 die Spieler immer wieder ins Spiel locken möchte. Schließlich braucht man eine Art Karotte vor der Nase, die einen immer weiter antreibt.

Unter anderem sollen hier die Leaderboards eine wichtige Rolle spielen. Diese gelten nicht für Accounts, sondern für einzelne Charaktere. Dort werden unterschiedliche Dinge gemessen und belohnt. Bereits in den besseren 50% geht es los mit exklusiven Skin-Belohnungen (sind nicht permanent, können nicht gekauft oder beim Looten abgenommen werden). Je höher man aufsteigt, desto exklusivere Belohnungen gibt es.

Diese Skins waren für Kickstartet geplant

Zudem wird das Jagen der oberen Spieler immer mehr zum Antrieb, je näher man sich selbst der Spitze oder einem gewissen Prozent-Satz in den Leaderboards nähert. Ferner sind auch über den reinen Charakter-Progress hinaus accountweite Fortschritts-Elemente geplant. Da wollte man aber bislang noch keine Details nennen.

Generell soll der Reiz aber sein, seinen Charakter möglichst nah an den eigenen Vorlieben oder an den eigenen Spiel-Stil anzupassen und möglichst weit zu kommen, möglichst lange mit ihm zu überleben. „Wie beispielsweise im Hardcore-Modus von Diablo 3“, ergänzte Martin.

Kurzum: Man soll das sich eigens gesteckte Ziel bestmöglich erreichen und dabei möglichst lange überleben und möglichst viel Spaß haben. Daran soll man dann letztendlich für sich selber beurteilen können, wie erfolgreich man dann mit dem jeweiligen Charakter war.

Wird es Mikrotransaktionen für Echtgeld geben? Ja, aber nur für visuelle Inhalte, also für Cosmetics, die dann dauerhaft freigeschaltet sind und einem nicht beim Looten weggenommen werden können.

Als Beispiel: Skins, die man finden kann, wie eine coole Jacke, kann man sich auch für Echtgeld kaufen. Der Unterschied ist: Wenn man stirbt, ist die gefundene coole Jacke weg. Hat man sie jedoch gefunden und dann gekauft, dann ist sie an den Account gebunden und kann dauerhaft von euch verwendet werden – auch beim nächsten Charakter.

Es soll nichts geben, was irgendwelche Auswirkungen auf das Gameplay hat oder Ingame-Vorteile bietet.

Für wen ist The Invitation interessant?

Steht ihr auf Shooter, Open World und setzt dabei auf eure Fertigkeiten, statt auf Zahlen sowie auf große spielerische Freiheit? Gefällt es euch zudem, wenn die Welt und das Spiel in vielen Belangen durch Handlungen der Spieler bestimmt werden? Sucht ihr einen besonderen Loot-Shooter, der neue Wege geht und bei dem man nie wirklich weiß, was als Nächstes passiert? Dann solltet ihr The Invitation definitiv im Auge behalten.

Was gefällt uns bisher? Und was gefällt uns nicht?

Pro
  • Spannende Ideen…
  • …die frischen Wind ins Genre bringen könnten
  • Alles wirkt sehr durchdacht, alle erläuterten Game-Design-Entscheidungen haben Hand und Fuß
  • Das Gezeigte macht bisher einen guten Eindruck
Contra
  • Frühes Entwicklungsstadium, noch recht wenig vom Spiel zu sehen
  • Einige Entwickler sind schon mit ähnlich ambitionierten Projekten gescheitert

Potential: Spanneder Ausblick

Zugegeben, The Invitation ist noch ein ganzes Stück weit weg. Wenn alles gut läuft, startet im nächsten Jahr die Alpha. Doch das Gesamtkonzept wirkt schlüssig und zu meiner eigenen Überraschung wirklich bis ins kleinste Detail durchdacht – auch wenn das bei den wenigen öffentlichen Infos bisher unter Umständen anders gewirkt haben könnte.

Die Entwickler arbeiten an zahlreichen spannenden Ideen, das bisher Gezeigte in Verbindung mit den vielen Details sieht dabei bislang vielversprechend aus.

Ich persönlich bin großer Fan von Hardcore-Modi und finde den Reiz von Perma-Death sehr aufregend. Sollte alles stimmig umgesetzt werden, könnte The Invitation diese sonst nischigen Elemente vielleicht sogar einem breiteren Publikum schmackhaft machen.

Generell sieht das Konzept von The Invitation spannend aus und konnte mich als eines der wenigen kommenden Shooter-Projekte so richtig triggern. Ich werde die Entwicklung des Spiels definitiv mit Spannung verfolgen. Hier könnte uns in einiger Zeit ein durchaus interessanter MMO-Shooter abseits der bewährten AAA-Titel wie Destiny 2 erwarten, der frischen Wind ins Genre bringt.

fragt meinmmo sven

Sven Galitzki
Freier Autor und Shooter-Experte bei MeinMMO

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Kev

Permadeath, schade, damit hat sich das ganze für mich schon wieder erledigt. Eines der nervigsten „Features“ der heutigen Zeit. Schade Schade Schade.

Ist wie bei Hunt Showdown. So ein geiles Game aber so dermaßen frustrierend. Wenn ich zocke möchte ich eines bestimmt nicht, frustriert werden…

Sheed

Klingt für mich ziemlich blauäugig und sie werden mit dem Konzept zu 90% scheitern. Wer wie ich seit Arma 2 Dayz so ziemlich jedes Survival open world Spiel gespielt hat, der weiß wie hinterhältig und clever die Spieler sind.

Die warten schön, bis du den Boss down hast, killen dich und nehmen alles mit – Glückwunsch, das hat doch Spaß gemacht!

Also sorry, da müsstet ihr schon eine sehr spezielle Community aufbauen. Nein, nein und nein – das wird nicht funktionieren, so sehr ihr es euch wünscht.

Macht den Permadeath und Spieler leer looten raus, dann wirds vielleicht Interessant.

Tronic48

Ich gebe zu nicht alles gelesen zu haben, warum?

Als ich las, auch gegen andere Spieler, da war Schluss mit lesen, Open World und PVP, nein Danke, wie oft muss man das den noch sagen.

Und es steht auch ganz klar in dem Kasten, bei Pro und Contra, das schon viele Hersteller daran gescheitert sind.

Aber sonst, muss ich sagen, es sieht gut aus, auch das Gameplay scheint gut zu sein, und was man so hört, auch das Gunplay.

Mal ab warten was noch so kommt, aber solange es Open PVP hat, bin ich raus.

Das Schöne an Perma-Death ist ja, dass man wirklich was zu verlieren hat … Das macht eine gewisse Würze aus, die man sonst in Spielen nicht kriegt. Und gerade in unserem Spiel ist es schon wichtig, dass man merkt, dass alles wirklich ernsthafte Konsequenzen hat und alles, was man sich erarbeitet hat, sich wertvoll anfühlt, weil man es verlieren kann.

Sorry, aber wer um alles in der Welt glaubt den so ein Mist, wer Bitte freut sich Über Perma-Death, und Full Loot, doch nur die Endwickler, oder soll das eine Art von Scherz sein, ich kann darüber nicht Lachen.

EViolet

Genau so ging es mir auch 🙂 bis zum dem Punkt gelesen und danach nur runter gescrollt. Also für mich ist das Game vom Radar wieder weg, da NULL Interesse daran, da kann alles noch so toll aussehen.

Klarus

Absolut dieselbe Reaktion auch von mir. PvP in Verbindung auch noch mit Permadeath…nein Danke. Trotzdem weiterhin gutes Gelingen beim Entwickeln.

MeisterSchildkröte

Als ich las, auch gegen andere Spieler, da war Schluss mit lesen, Open World und PVP, nein Danke, wie oft muss man das den noch sagen.

du tust so als wär deine meinung/vorliebe die logische und einzig richtige für alle spieler. sehen fans von escape from tarkov anders. oder von sea of thieves.. dayz, hunt showdown und so weiter.

ist dann eben nicht dein genre, aber es gibt durchaus spiele die das prinzip erfolgreich anwenden.

ich für meinen teil mag so spiele, kann sie aber nicht lange am stück spielen da der stressfaktor (man ist permanent angespannt) sehr hoch ist. werde es weiter beobachten.

Chiefryddmz

Ich freue mich nicht nur darauf

Ich warte darauf. Schon lange

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