The Elder Scrolls Online: Jetzt spricht der Chef

In einem Statement an die Fans hat sich Matt Firor, der Chefentwickler hinter dem Fantasy-MMORPG The Elder Scrolls Online, nun zu den Problemen geäußert, die sein Baby plagen. Der Probleme gibt es viele, allen voran Bugs, Dupes, Goldseller und Bots. Doch Firor ist zuversichtlich. Zwar räumte er Schwierigkeiten ein, das Spiel sei aber auf einem guten Weg.

Goldseller und Bots die Hauptprobleme

Firor machte in seinem Statement deutlich, dass er kein abgehobener Armlehnen-General ist, der von den Beschwerden der Spieler nur aus Mails oder Berichten hört, sondern er und seine Mitarbeiter zockten selbst The Elder Scrolls Online. Auch ihnen seien die Bots aufgefallen, die in den Höhlen campen und es ehrlichen Spielern erschweren, Spaß zu haben. Zenimax tue alles in seiner Macht stehende um gegen Bots und Goldseller vorzugehen.

Und der Kampf zeige bereits Früchte: Erst seien die Goldseller im Chat gewesen, dann in der Ingame-Post und mittlerweile gründeten sie Fake-Gilden, um Spieler einzuladen und mit ihren Angeboten zu belästigen.

TESO Cheater

Zahlreiche Bots, Cheater und Goldseller wurden bereits eingesperrt. Für immer.

Inzwischen habe man schon zahlreiche Bots gebannt und es würden immer mehr. Der Kampf gegen die Bots und Goldseller sei aber kein Sprint, sondern ein Marathon.

Die Goldseller machte Frior auch dafür verantwortlich, dass manche Spieler mit dem Support unzufrieden waren. Denn Bots und Goldverkäufer machten 85% der Arbeit des Supports aus. Da kämen andere Probleme manchmal zu kurz.

Firor äußert sich zu den Dupes

Auch die beiden jüngsten Dupes sprach Firor an. Dabei konnten Gegenstände im Spiel durch ein Ausnutzen einer fehlerhaften Gildenbankmechanik beziehungsweise durch Fehler bei der Systempost dupliziert werden. Beim ersten Dupe habe man sofort reagiert, die Gildenbanken geschlossen und beteiligte Spieler aus dem Verkehr gezogen. Zu Unrecht gebannte Spieler hätten bereits nach acht Stunden wieder einloggen können. Nach Ansicht von Firor hat man das Problem damit eingedämmt und es sei nicht so weit verbreitet, dass es die Ingame-Wirtschaft massiv schädigen könne. Der zweite Dupe-Bug, der mit den Lehrlingen in den Handwerksberufen zu tun habe, sei ebenso rasch behoben worden und hätte sich in einer deutlich kleineren Dimension abgespielt.

Die beiden Fixes für die Dupes hätten allerdings zu deutlich mehr Wartungsarbeiten geführt, als eigentlich geplant waren.

The Elder Scrolls Online: Kargstein

Zum Abschluss seines Briefs ging Firor noch auf die angekündigte erste Content-Erweiterung Kargstein ein. Die Abenteuer-Zone fürs Endgame werde bald auf den Test-Server aufgespielt und nach 7 bis 10 Tagen live gehen. Firor attestierte The Elder Scrolls Online einen allgemein guten Zustand, der in Zukunft nur besser werden könne.

Mein-mmo meint:

Ja, das ist das Statement auf das alle gewartet haben und es fällt so aus, wie man es annehmen konnte. Die entscheidende Frage wird sein, ob die Auswirkungen der Dupes auf die Ingame-Wirtschaft wirklich so gering sind, wie Firor das sagt. Es wäre dem Spiel und seiner Spielerschaft sehr zu wünschen.

Offenbar ist der erste größere Schlag gegen Botter nun mit dem inneren Loot-Timer für Höhlenbosse erfolgt. Das ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Die Folgen der Dupes hätte man wohl nur mit einem massiven Eingriff in das Spiel vollends beheben können, einem Rollback. Dass davon keine Rede ist, war eigentlich zu erwarten. Da hätte man den Teufel mit dem Beelzebub austreiben müssen.

Das Spiel geht jetzt in die entscheidende Phase. Spieler stehen vor der Wahl, ihr Abo auslaufen zu lassen oder zu verlängern. So ist die Aussicht auf neuen Content mit Kargstein wesentlich angenehmer als die Aussicht auf einen Rollback.

Autor(in)
Quelle(n): STATE OF THE GAME ADDRESS
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