Streamer sagt, Twitch fordere riesige Opfer von ihm: „Alles verloren“

Der Twitch-Streamer hinter dem Kanal „DansGaming“ sagt, er hat es bei Twitch geschafft, an die Spitze zu kommen. Aber das habe einen hohen Preis gefordert. Er hat dafür alle sozialen Kontakte abgebrochen. Sein ganzes Leben ordnete er dem Streaming unter.

Das sagt der Streamer: In einem Twitch-Clip sagt der Streamer, er fühlt sich einsam und traurig. Er habe alle sozialen Verbindungen zu Leuten verloren.

Man müsse eine Menge opfern, wenn man Streamer sein will. Denn man sei die ganze Zeit auf Sendung – Tag für Tag, immer.

Wenn man nicht schon einen Partner gefunden hat, bevor man Profi-Streamer wurde, sei es schwer, jemanden kennenzulernen. Man kommt nie raus – gehe nie mit Freunden weg.

Alles fokussiere sich aufs Streaming. Nur „Stream, Stream, Stream – Grind, Grind, Grind“, wenn man nach oben kommen wolle. Jetzt sei er oben, aber habe auf dem Weg dahin alles verloren.

Fließband-Arbeit auf Twitch

Was ist das für ein Kanal? Der Kanal „DansGaming“ ist nach Followern auf Platz 133 auf Twitch mit etwa 800.000 Leuten.

Es ist ein „Variety-Gaming“-Kanal. Der Streamer spielt alles Mögliche. Im letzten halben Jahr vor allem Skyrim, They are Billions, World of Warcraft, Fire Emblem, Days Gone oder Borderlands 3.

Im Gegensatz zu vielen aktuell angesagten Streamern, die mit Fortnite explodierten, macht Dans Gaming das schon lange.

Die Tracking-Seite Sullygnome zeigt, dass er seit mindestens 4 Jahren Vollzeit streamt.

Seit 4 Jahren jeden Tag 10-14 Stunden Twitch

Das ist das Besondere an dem Kanal: An den Statistiken kann man sehen, dass „Dans Gaming“ konstant und viel sendet:

  • Er ist seit mindestens Oktober 2015 fast jeden Monat zwischen 180 und 350 Stunden auf Twitch.
  • Der Durchschnitts-Deutsche in einem Vollzeitjob arbeitete 2018 im Schnitt 137,25 Stunden pro Monat (via statista).
Fortnite: Ninja sagt, er hat 2018 nicht gelebt, war Sklave des Streams

Zwischenzeitlich hatte Dan’sGaming Phasen, wo er 500 Stunden im Monat auf Sendung war, dann wieder Phasen, wo es „nur“ 183 Stunden waren – aber der Schnitt ist gewaltig.

Und das ist nur die Zeit „live auf Sendung“ – für einen Profi-Streamer fällt zusätzlicher Zeitaufwand an für:

  • Buchführung und Steuern
  • Verhandlungen mit Partnern
  • Fan-Pflege

Bei den Streams von Dan’s Gaming schauen ihm im Durchschnitt des letzten halben Jahres etwa 10.000 Leute zu.

Fortnite-Montanablack
MontanaBlack ist extrem erfolgreich auf Twitch und dabei meist nur zwischen 60 und 90 Stunden im Monat auf Sendung.

Irrsinniger Stundenaufwand bei Streamern, die „grinden“ müssen

Das steckt dahinter: Das System Twitch verführt Streamer zur Selbst-Ausbeutung. Denn das kennt keine Beschränkungen für etwas.

Wer sehr erfolgreich ist, muss vergleichsweise wenig streamen, weil er einen hohen Stundenlohn hat. So ist der deutsche Streamer, MontanaBlack, im Monat nur etwa 60 bis 90 Stunden  zu sehen. Der ist also 3-4-mal weniger online als Dan’s Gaming. Er hat aber auch im Schnitt 4-mal mehr Zuschauer.

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Aktuell einer der erfolgreichsten Streamer Tfue: Machte im September auch eine lange Pause.

Wer vergleichsweise wenige Zuschauer hat, muss viele Stunden arbeitet und streamen, um mit Twitch seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Das alltägliche „Streamen als Arbeit“ wird denn als Grinding beschrieben, als Tretmühle.

Dazu kommt der „Es kann immer mehr sein“-Effekt: Streamer glauben, sie könnten ihren Kanal nur ausbauen, wenn sie maximal arbeiten und ständig auf Sendung sind, sonst verlieren sie den Anschluss. Zuschauer vergessen den Kanal und wenden sich in ihrer Freizeit der Konkurrenz zu.

Nach dem Bann kann MontanaBlack mal Freitagabends weg sein.

Das System „Twitch“, das Streamern völlig Freiheit lässt, hat hier offenbar einige Nachteile. Das Beispiel von Dan’sGaming zeigt, was Leute bedenken sollten, wenn sie selbst planen, „Vollzeit“ auf Twitch zu gehen.

Destiny: Populärer Streamer fürchtet, Twitch frisst sein Leben auf
Quelle(n): Dexerto
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Henoch Buch
Henoch Buch
7 Monate zuvor

lächerlich. ich Zocke auch täglich und Streame dazu man will sich was aufbauen und steckt viel Zeit rein. Logisch von nichts kommt nichts wenn man ProGamer dazu werden will. Ich lerne soviele nette leute kennen wenn man dazu noch 20k monatlich als Streameinnahmen hat kann man die besuchen? grin

BigFreeze25
BigFreeze25
7 Monate zuvor

Sein Problem ist, dass er nur durch den Grind diesen Erfolg haben konnte. Andere Streamer haben bestimmte, ich nenne es jetzt mal „Alleinstellungsmerkmale“, die sie aus der riesigen Masse der Streamer hervorheben und sie es daher einfach nicht nötig haben viel zu streamen.
Bei einem Tfue ist das beispielsweise sein extrem hoher Skill. Ein Dr.Disrespect ist der geborene Entertainer. Andere sehen vielleicht einfach nur gut aus oder sind extrem charismatisch. Wenn du nichts davon hast, dann geht der Weg nach oben eben nur über den Grind. Und scheinbar war ihm das Streaming so wichtig, das er dafür alles andere aufgegeben hat. Vielleicht ist er jetzt an einem Punkt angekommen, an welchem er realisiert, das seine Zuschauer ihm nicht das gleiche geben können wie echte Freunde…

Seska Larafey
Seska Larafey
7 Monate zuvor

..und andere gewarnt sind den gleichen Pfad zu betreten

Es ist mehr eine Warnung an andere

BigFreeze25
BigFreeze25
7 Monate zuvor

Allerdings ist bei ihm ja auch noch nicht alles verloren. Wenn er knapp die Top 100 aller Streamer streift, dann sollte er seine Schäfchen inzwischen im Trockenen haben (ist vielleicht sogar schon Millionär?)…wenn ers schlau anstellt wird er auf Streaming dann nicht mehr angewiesen sein und kann den Rest seines Lebens all das nachholen, was er durchs Streaming verpasst hat.
Also ganz so traurig wie er das schildert würde ich die Situation nicht sehen: ist mit Sicherheit finanziell deutlich besser dran als die meisten.

Seska Larafey
Seska Larafey
7 Monate zuvor

Ha, schön waärs. Es gab hier letztens News wo eSport Tunier gewinner nicht gross abgesahnt haben wegen den Steuern. Würde er in Deutschland Besteuert ist er sicher Steuerklasse 1 und die haben nicht gerade wenig zu zahlen. Ausserdem Selbstversorgung und und und. Was bleibt am ende von den „Millionen“?

Ausserdem das sollte wirklich ein Single machen, den am ende verpasst ein Elternteil den Teil wie die Kinder „gross“ werden, das kann man nicht nachholen

Die Realität ist ein schlechter Spielverderber

Dheimos
Dheimos
7 Monate zuvor

Jeder Job fordert seinen Preis. Dafür ist es auch Arbeit. Aber ich frage mich eher, was der Herr für eine selbstwahrnehmung hat, wenn er erst nach 4 Jahren da drauf kommt. Soll er etwas anderes machen! Und wenn er es versäumt hat ein wenig Rücklagen bilden zu können um sich ggf umorientieren zu können, finde ich das leider sehr kurz gedacht.

Sarakin
Sarakin
7 Monate zuvor

Das sehe ich ähnlich, außerdem hat er es noch vergleichsweise gut, da er einen „Variety-Gaming“-Kanal betreibt. Das heißt er hat dadurch noch mehr Freiheiten als andere Streamer.

Das wäre für mich ein Punkt, denn ich noch eher nachvollziehen könnte, wenn du als Streamer auf ein gewisses Produkt/Spiel festgelegt bist, besteht meiner Meinung nach mehr Grund zum jammern.

Als Beispiel hab ich das mal bei einem YouTuber gesehen, der mit ARK ganz gut durchgestartet ist, als er nach einiger Zeit etwas anderes hochgeladen hat, sind Fans abgesprungen oder es stand in den Kommentaren immer wieder „wann kommt die nächste Folge ARK?“

Diese Leute sind dann mehr oder weniger gezwungen, ein Spiel zu spielen, auf das sie vllt überhaupt keine Lust mehr haben, aber wenn sie das Spiel nicht mehr spielen, enorme Einbrüche in der Viewerzahl in kauf nehmen müssen.

Das wäre ein Grund zum jammern. Aber er hat denn Luxus einfach irgendwas zu spielen und muss sich da nicht speziell festlegen.

Seska Larafey
Seska Larafey
7 Monate zuvor

Ja du hast schon recht. Aber wenn Umstände diese Rücklagen auffressen und man vor dem „Aus“ steht….

Ich ich, will nicht tiefer gehen.

Dheimos
Dheimos
7 Monate zuvor

Das stimmt! Ich gebe dir voll recht! Aber wenn man erst 4 Jahre braucht um darauf zu kommen wundert mich das schon! Hat der Mensch denn keine Ausbildung gemacht? JEDEM sollte klar sein, das streamen In den meisten Fällen nichts ist, was ewig andauert! Eine berufliche Grundlage im rL sollte sich jeder zulegen.

Ayrony
Ayrony
7 Monate zuvor

Ja, Streamer werden nur die, die nichts anderes können.

Und wenn man noch weniger kann als streamen postet man auf Spieleseiten Kommentare in denen man erklärt, dass nur die Streamer werden, die nichts können.

Heimdall
Heimdall
7 Monate zuvor

Ganz ehrlich, ich hab kein Mitleid mit ihm
Jeder Mensch muss für sich selbst Prioritäten setzen was er möchte. Bin ich so geldgeil, dass ich dafür meine sozialen Kontakte vernachlässige oder nehm ich mir auch mal 1-2 Abende die Woche einfach mal frei um was zu unternehmen? Diese Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen. Und da die Streamer selbstständig und im Grunde sogar ohne jeglichen Termindruck „arbeiten“ können, haben die sogar noch mehr Möglichkeiten sich einfach mal frei zu nehmen. Aber jammern ohne was ändern zu wollen ist einfacher

horst
horst
7 Monate zuvor

Du hast wohl keine ahnung von der selbständigkeit. Immer den druck zu haben, es am laufen zu halten und selber dafür verantwortlich zu sein, wie es in einem monat ausschauen wied. Klar, du hast jederzeit die entscheidung, ob du streamen willst oder nicht. Aber wenn du im hinterkopf hast, dass zuschauer abspringen, lässt du schnell einmal eine verabredung wegen dem streamen sausen.

DDuck
DDuck
7 Monate zuvor

Du siehst das ein wenig falsch. Heutzutage bist du genauso schnell wieder in der Belanglosigkeit verschwunden wie du aufgetaucht bist. Die Leute suchen sich dann einfach eine Alternative und vergessen dich wieder.

Selbstverständlich hast du immer die Möglichkeit zu sagen „Ich streame heute nicht“. Allerdings verdienst du an dem Tag dann auch kein Geld. Wenn du mit einer Produktion selbstständig bist, also irgendwas in Handarbeit machst, kannst du ohne Weiteres sagen „Heute mach ich nichts, dafür mache ich dann morgen länger und mache doppelt so viel“…das ist bei einem Stream, der deinen Lebensunterhalt finanziert nun mal nicht so einfach möglich. Geld das du heute liegen lässt, kannst du an einem anderen Tag nicht reinholen.

Womit du allerdings recht hast: Man sollte damit kein Mitleid haben. Wer sich entscheidet einen hauptberuflichen Stream einem konventionellen Job vorzuziehen, muss halt eben auch mit diesem Aufwand leben, der dafür betrieben werden muss.

Seska Larafey
Seska Larafey
7 Monate zuvor

Ihr alle überseht etwas

Existenzängste

Wenn er was anderes macht, wie bezahle ich morgen das Essen auf dem Tisch?

Es ist nicht alles so einfach, das er morgen „Zack“ eine neue Stelle findet und so…

Dheimos
Dheimos
7 Monate zuvor

Bevor man etwas macht sollte man es überlegen. Und wenn der Job so ist, dass er mein Leben fordert, nehme ich ihn nicht an! Man sollte arbeiten um zu leben und nicht andersrum!

Cortyn
Cortyn
7 Monate zuvor

Mit deinem letzten Satz hast du natürlich grundsätzlich recht – aber wir leben leider nicht im Berufe-Schlaraffenland, in dem man einfach einen von drölf Berufen wählt. Manchmal muss man nehmen, was man kriegen kann.

Seska Larafey
Seska Larafey
7 Monate zuvor

Oh wie wahr.. danke die Art von Antwort hätte ich auch gerade geschrieben

Dheimos
Dheimos
7 Monate zuvor

Hallo cortyn. Auch da hast du recht. Allerdings gibt es in unserem Land genug Auswahl, ich weiß nicht wie das bei ihm aussiehst, aber eine berufliche Grundlage im rL sollte jeder haben. Und er muss ja nicht 24/7 streamen, es geht auch weniger! Und wenn ich merke das mein Job alles zerstört und ich gerade damit leben kann, verändere ich etwas, gerade wenn ich wie er Single wäre (er scheint ja wohl ohne Frau und ohne Kinder zu sein). Und ich sage das als Familienvater. Auch hier würde ich etwas ändern wenn der Beruf mir alles andere verwehrt!

DerFrek
DerFrek
7 Monate zuvor

Tja das ist halt das Leid der Leute, die sich selbstständig machen. Da ist es egal ob ich Streamer, Musiker, Elektriker oder Kfz-Meister bin. Nicht ohne Grund gehen daran so viele kaputt.

Heimdall
Heimdall
7 Monate zuvor

Streamer mit Elektrotechnikern, Kfz-Meistern oder ähnlichen Berufen zu vergleichen finde ich schon gewagt.
Wenn man sich als KFZ-Meister, Elektriker oder ähnliches selbstständig macht, hat man Termine die man einhalten muss, und das Tag für Tag. Streamer hingegen haben diesen Druck nicht
Die können jederzeit Streamen wann sie wollen und lust haben. Und manchmal bringt es mehr nicht so viel zu Streamen und stattdessen den Freundeskreis aufrecht zu erhalten

DerFrek
DerFrek
7 Monate zuvor

Wenn ich jetzt nur den zeitlichen Aufwand betrachte, wenn ich das ganz Vollzeit betreiben will, dann kommt es für mich schon auf etwas ähnliches bzw. das selbe hinaus. Er beschwert sich ja gerade darüber, dass er soviel Zeit darin investieren muss um davon leben zu können. Das ist bei den anderen genannten Berufsgruppen nicht anders. Und eben weil du nur am scheffeln bist, gehst du auch irgendwann kaputt.

DDuck
DDuck
7 Monate zuvor

Ich denke du machst es dir da ein Bisschen einfach. Als Streamer muss man Leute unterhalten, muss dafür vielleicht auch Themen vorbereiten, die man anspricht und diskutiert mit seiner Community. Dazu kommt, dass ein Streamer sich bspw. auch keine schlechte Laune erlauben kann. Ein Mechaniker oder Büroangestellter, macht die Tür zu und macht halt einfach seine Arbeit. Der Streamer muss halt funktionieren, für seine Zuschauer…und dass das alles an keine Termine und Uhrzeiten gekoppelt ist, stimmt ja auch nicht so ganz: die o.g. Sachen müssen zum Stream eventuell vorbereitet sein und auch die Uhrzeit ist ja ziemlich ausschlaggebend. Wenn du deinen Lebensunterhalt mit dem Geld aus den Streams bestreitest, macht es beispielsweise keinen Sinn Ressourcen in Streams zu stecken, die keiner sieht. Morgens/Vormittags zum Beispiel. Dementsprechend, hast du nun mal von 20:00 bis 24:00 Uhr meinetwegen einen Termin an den du dich halten solltest, um Geld zu verdienen.

Ayrony
Ayrony
7 Monate zuvor

„Selbstgewähltes Schicksal“ … wenn jeder so denken würde, wie hier viele Kommentatoren, würden wir noch mit den Arbeitsbedingungen zu Zeiten der Erfindung der Dampfmaschine leben müssen.

Ist doch gut das jemand mal die Klappe aufmacht und preisgibt, was man für ein erfolgreiches Streamingleben opfern muss. Denn nur weil man etwas mit „Computerspielen“ macht heißt das noch lange nicht, dass der Job schlecht bezahlt sein muss (…weil man ja was macht, was einem Spaß machen MUSS!)

Dheimos
Dheimos
7 Monate zuvor

Was die Klappe aufmachen angeht gebe ich dir recht! Allerdings kann man das auch gut darstellen ohne so viel Selbstmitleid dabei zu erklären! Wenn ich etwas wirklich nicht gut finde, dann ändere ich etwas (zumindest leite ich etwas dafür in die Wege). Ich kann mich auch mit etwa arrangieren, es muss nicht alles gut sein, aber ich weiß das es dennoch gut so ist! Aber zu meckern obwohl man es wirklich selbst in der Hand hat (ja man lässt auch Geld liegen, aber dann ist das eben so, ich könnte auch Stunden aufstocken, Nebenjob annehmen usw und mache es nicht!) finde ich einfach zu billig! Das können 3 jährige machen aber bitte keiner jenseits der 18!

DDuck
DDuck
7 Monate zuvor

Ich denke bei vielen Leuten wirkt es einfach wie Selbstmitleid, obwohl das eigentlich gar nicht die Intention ist. Da ja ohnehin ein großer Teil der Leute die Meinung haben, dass Streaming oder Content-Creation keine Arbeit ist, verstärkt sich dieser Eindruck noch mehr. Er schildert halt nur die Schattenseiten, die er in seinem Leben als Vollzeit-Streamer kennengelernt hat. Es kommt ja auch immer auf die Art des Inhalts an, aber oftmals hängt da echt ziemlich viel Arbeit dran und hat ziemlich wenig mit „einfach mal ein paar Stunden daddeln zu tun“.

Nora mon
Nora mon
7 Monate zuvor

Da wir nicht mehr 1800 haben ist es wirklich selbstgewählt, bekannt ist es auch die Steamer die ich ein wenig verfolge sprechen häufiger darüber das es sehr anstrengend ist und es ist auch nicht der erste Artikel darüber.

Lotte
Lotte
7 Monate zuvor

Was bleibt denn bei den Streamern so hängen im Monat.
Also bei denen die nicht unter den Top 100 sind?

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
7 Monate zuvor

Das ist extrem individuell, denke ich, und rein von der Leistung abhängig. Es gibt da kein „festes“ Grundgehalt.

BigFreeze25
BigFreeze25
7 Monate zuvor

Kannst du dir teilweise selber ausrechnen. Für jeden Sub bekommt der Streamer 2,99$. Um also beispielsweise 1000€ (Brutto!) im Monat zu verdienen brauchst du 408 aktive Subs.
Dazu kommen dann natürlich noch diverse Einnahmen von z.B. Werbung, die auf deinem Kanal geschaltet wird. Allerdings bekommt man solche zusätzlichen Einnahmen erst ab einer bestimmten Zuschauer-Basis…
Unter Strich kann man festhalten: je mehr Zuschauer und Subs desto größer auch deine Einnahmen.
Die überwältigende Mehrheit der Streamer wird damit nicht genug zum Leben verdienen. Die müssen daher nebenbei zwingend noch was anderes machen. Für die meisten wirds aber ohnehin nur ein Hobby sein wink

Minox
Minox
7 Monate zuvor

Du liegst etwas falsch ich kenn die genauen zahlen von Affiliates und Partners für subs 4,99€ (die werden dann auf $ umgerechnet und dann mit % gerechnet was teils $1,51 schwankend bei Affiliates ist) bekommt A(Affiliates) 50% P(partner) 70% 9,99 A 50% und P 60% sowie 24,99 A&P 50% und pro bit 0,01€ also 1€ = 100bits

Uwe müller
Uwe müller
6 Monate zuvor

wobei nicht NUR die Subzahl wichtig ist! Es gibt genügend Streamer die keinen rieesen Kanal haben(also auch deutlich unter 50000 Abonnenten) aber Unmengen an Donations verdienen weil sie sehr spendable User haben! Da sind teilweise 200-500€ an einem Abend keine Seltenheit, von Geschenken der User an die Streamer ganz zu schweigen, ich habe da schon ALLES erlebt. Geschenkte Iphones bis hin zu neuen Kameras usw. Es gibt auf Twitch wirklich unglaublich spendable Leute, also mir braucht keiner mehr erzählen Deutschland sei arm, erst gestern hat einer wieder 200!! Subs auf einmal verschenkt!

alfredo
alfredo
7 Monate zuvor

jeder wie er will. nur rumheulen sollte er nicht, er hat es sich doch selbst so ausgesucht…

CLKRUN
CLKRUN
7 Monate zuvor

richtig. Er kann sihc ja auch für einen richtigen Beruf entscheiden. Dann ist er wenigstens nützlich für die Menschheit.

alfredo
alfredo
7 Monate zuvor

naja so würde ich das nicht sagen. er unterhält die leute. könnte man sonst bei sehr vielen berufen genauso sagen. schauspieler, fussballer, comedians usw. sind nur zu unserer unterhaltung da.

CLKRUN
CLKRUN
7 Monate zuvor

Klar, Schauspieler, Fußballer, Comedians benötigen ja Talent. Das fällt einem ja nicht in die Wiege. Streamen benötigen nach meinem Verständnis wenig Talent. Entweder habe Sie Glück, das diese durch einen anderen Streamer gepusht werden oder Sie treffen einfach den IQ der heutigen Jugend. Siehe MontanaBlack. Zumindest Shroud und der schnautzbart Typ kann ich was ab. Shroud war zuvor schon sehr Erfolgreich und Letzterer spielt einfach eine super durchdachte Rolle.

Nyaromight
Nyaromight
7 Monate zuvor

Also sind alle Unterhalter ohne Daseins-Berechtigung? Dann würde ich Spiele nicht spielen, Filme nicht schauen, keine Stand-Up Comedy, kein Sport usw.

CLKRUN
CLKRUN
7 Monate zuvor

Naja, ich würde ganz gewiss keinen Streamer als Unterhalter bezeichnen.

Bodicore
Bodicore
7 Monate zuvor

Nützlich für die Menschheit…

Dieser Satz aus dem Mund einer Arbeitsdrohne ist irgendwie so bescheuert dass es mir in der Seele weh tut und leider auch so normal.
Willst du deinen Enkeln mal deinen Kontostand zeigen wenn die ihren Opa nach seinen Abenteuern fragen ?

Seska Larafey
Seska Larafey
7 Monate zuvor

dann bekommt der Opa „Dir wahr das Geld also wichtiger als uns!?“ (nicht genau aber im sinne) als frage gestellt und… man kann nicht antworten

CLKRUN
CLKRUN
7 Monate zuvor

Hallo liebe Kinder. Ich habe schon so viel in meinem Leben erlebt. Vor ein paar Jahren konnte ich mit nur einer Hand einen feuer speienden Drachen erschlagen. Und 20 Bots haben mir zugeschaut. Ich sage euch das war ein tolles Gefühl Kinder. Tut das bitte auch….

Meinste sowas?

Elfenlied Lucy
Elfenlied Lucy
7 Monate zuvor

Naja ich mein ich hab auch wöchentlich meine 40h und zusätzlich dann in der Woche jeden Tag außer Freitag nochmal 2 Stunden streamen und am Wochenende beide Tage meist 12 std. Streamen und dennoch habe ich viel Freizeit
Klar er redet von Monat
Aber so sieht es bei mir wöchentlich aus ^^ ich mein sorry ich jammere auch ned Rum und ich bin ein kleiner Fisch im haibecken und baue mir derzeit alles auf ^^

xVongolaXth
xVongolaXth
7 Monate zuvor

Also ich hab einen Arbeitsmonat mit 165h. Da Überstunden, Arbeitsweg und Umzieh Zeiten dazu kommen, kommen wir schon auf gute 180 Stunden. Ich persönlich komme trotzdem perfekt mit meinem sozialen Umfeld in Kontakt. Das einzig blöde, ich arbeite Schicht. Da kann es bei einer Spätschicht schon mal vorkommen, dass man mal eine Woche für sich ist. Ich sag euch eines. Aus jeder Situation kann man etwas schlechtes finden. Behaart man sich darauf und ist unzufrieden, dann sollte bzw muss man etwas ändern. Ändert man nichts und lebt bewusst mit solchen „Problemen“ weiter, dann ist man selbst Schuld. Erwähnen kann man es ruhig aber, so wie von vielen erwähnt „rumzuheulen“, sollte man dann halt nicht da man etwas an der Situation ändern könnte. Davon abgesehen muss auch ein „normaler“ Arbeiter nach Steuern und co schauen.

Psycheater
Psycheater
7 Monate zuvor

„ Der Durchschnitts-Deutsche in einem Vollzeitjob arbeitete 2018 im Schnitt 137,25 Stunden pro Monat (via statista).“

Wobei man hier dann auch noch den Arbeitsweg zurechnen muss; da werden aus den 137 Stunden auch mal ganz schnell 150 und mehr. Von daher ????????‍♂️
Selbst gewähltes Schicksal. Wer sich für diesen Weg entscheidet sollte eben solche Dinge berücksichtigen

Comp4ny
Comp4ny
7 Monate zuvor

Die meisten streamen nur des Geldes wegen und ja… es lohnt sich.
Jemand der 150 Stunden in der realen Welt in Arbeit steckt wie du sagst verdient.. sagen wir 30…35k im Jahr Brutto? … ein Vollzeit-Streamer verdient das unter Umständen in 1-2 Monaten wenn er erfolgreich ist. Manche sogar an 1. Tag oder in 1. Woche.

Montanablack verdient das doppelte fast jeden Monat was andere in 1. Jahr verdienen NUR durch Twitch & Youtube. Hinzu kommen dann noch seine Firma & Co. Haupteinnahme ist aber Twitch.

Viele denken „Streamen“ ist keine Arbeit. Man sitzt nur vor dem PC & spielt spiele. Ein starker Irrglaube von Menschen die sich mit dem Thema nie beschäftigt haben.

LIGHTNING
7 Monate zuvor

Ja, aber wenn ich hier Michael Jordan anführe, verdient MontanaBlack einen Dreck.

Man muss schon den Durchschnittsverdienst und die Chancen anschauen und die sind einfach nur miserabel für die allermeisten. Aber es ist halt ein Hobby, das man zum Beruf machen kann. wink

Sarakin
Sarakin
7 Monate zuvor

„Viele denken „Streamen“ ist keine Arbeit. Man sitzt nur vor dem PC & spielt spiele.“

Ich denke nicht das es keine Arbeit ist, aber gerade am Anfang ist es wirklich nicht viel mehr als vorm PC zu sitzen und zu spielen.

Was noch dazu kommt, das es kaum Ausgaben benötigt. Webcam, Mikrofon und man ist good to go. Da ist das Existenzrisiko doch sehr überschaubar.

Insane
Insane
7 Monate zuvor

Na ja. Das Publikum ist limitiert. Wie viele Streamer gibt es, die den deutschsprachigen Raum bedienen und in ähnlichen Dimensionen Euros verdienen? Ich glaube meine Finger reichen aus um sie zu zählen.

Es reicht also scheinbar nicht aus, einfach sein Mic und die Cam einzustöpseln und los zu zocken. Irgend wie gehört da wohl auch noch Entertainment dazu. Andernfalls würde es sehr viel mehr Streamer geben, die sich so erfolgreich ihr Leben finanzieren. Gibt es aber nicht.

Geht ja auch nicht. Wie viele Zuschauer gibt es im deutschsprachigen Raum? Gäbe es sehr viel mehr Streamer, müssten diese noch stärker um ihre Zuschauer konkurieren. Wenn diese sich aufteilen würden, würde alle wieder weniger verdienen. Oder ein Teil verlässt die Bühne, sobald Neue nachrücken. Es gibt einfach eine begrenzte Zahl an Konsumenten. Auch wenn mehr Streamer eventuell mehr Leute dazu bewegen würden zuzuschauen, so ist vermutlich weit unterproportional.

Wie man es auch dreht und wendet, wenige Streamer konkurieren um begrenzte Zuschauer und um dort zu bestehen muss man die Leute unterhalten. Und zwar besser als der Rest. Wie auch immer das dann aussehen mag – das muss ich zumindest beherrschen.

Sarakin
Sarakin
7 Monate zuvor

Das ist alles verständlich, aber trotzdem ist es nicht viel mehr als vorm PC zu sitzen. Der eine führt ne Show auf der andere spielt das was gerade angesagt ist. Aber alles in allem ist es trotzdem nicht viel mehr.

Und wie gesagt die Ausgaben halt sich auch sehr in Grenzen. Wenn das ganze nicht gut läuft kommt man auch gut wieder raus.

Anders wie jemand der monatlich hohe Ausgaben für Miete, Wareneinsatz, Marketing oder sonstiges hat.

Insane
Insane
7 Monate zuvor

Wenn man so argumentiert, kann man das auf alle beziehen, die keine schweren Sachen schleppen oder ähnliches. Dann stehst du halt im Fernseher nur vor der Kamera und im Büro nur am Schreibtisch und der Pilot nur am Schaltknüppel.

Risiko besteht nicht nur aus einer Komponente sondern ist das Produkt aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Impact bei Eintritt.

Die Investitionskosten sind vermutlich relativ gering, wenn ich kein Team einkaufe wie Cutter, Designer, Layouter, Texter, SM-Agent und so weiter und ich auch keine Marketingkosten anhäufe wie Werbung, Promos, Giveaways etc.

Du vergisst allerdings andere Kosten wie Opportunitätskosten, wenn ich 12 Stunden am Tag dafür investiere. Zudem ist die Chance zu scheitern enorm hoch – viele Streamer und kaum Gipfelstürmer. Das heißt das Produkt aus enorm hoher Fail-Wahrscheinlichkeit und den „Nebenkosten“ kann hoch sein. Bei mir wäre es fast astronomisch, da meine Opportunitätskosten halt extrem wären.

Es ist nicht immer ganz so einfach ^^

Sarakin
Sarakin
7 Monate zuvor

Ich beziehe das ganze lediglich auf mich selbst, ich habe mit 20 meine eigene Physiopraxis eröffnet. Da hat man hohe Mietkosten und hohe Anschaffungskosten, eine Massagebank kostet schon mal 5.000 vom restlichen Inventar mal abgesehen. Da hat man auch ordentliche Auflagen um eine Kassenzulassung zu bekommen.

Das sind schon mal etwas mehr Ausgaben als die, die ein Streamer benötigt. Von der investierten Zeit mal ganz abgesehen.

Mit 23 hab ich meine zweite Praxis eröffnet.

Mit 28 dachte ich mir, ob probierst nochmal was neues, da bin ich zum E-Commerce gekommen. Da hat man auch sehr viele Ausgaben die man berücksichtigen muss, extrem hoher wareneinsatz, lagerkosten, Marketingkosten usw.

Das kann einem auch mal schnell die Existenz kosten, wenn man mit seinen Produkten daneben liegt. Trotz zwei gut laufenden Praxen.

Glücklicherweise hat bei mir alles sehr gut geklappt, aber da hat man auch kaum Zeit für soziales. Man hat eben einen sehr langen Tag vor sich, aber das ist eben normal wenn man mehr verdienen möchte als der Durchschnitt.

Diese Risiken hat ein Streamer nicht wirklich, wenn es nicht gut läuft, kommst du sehr gut wieder raus. Zumindest am Anfang, ich spreche noch nicht von zusätzlichen Angestellten für Merch, Marketing und Co.

Insane
Insane
7 Monate zuvor

Ich kann nur noch mal darauf verweisen, dass du die Wahrscheinlichkeit ignorierst.

Die meisten Streamer starten ja nicht wie eine Rakete durch und sind dann am Gipfel. Falls ich mich nicht täusche, brauchen die Meisten mehre Jahre dafür. Du investierst also Zeit in dieses Projekt, das aber höchstwahrscheinlich draufgeht.

Am Ende stehst du mit garnichts da. Deine Praxis hat höhere Investitionskosten aber die Wahrscheinlichkeit fehlzuschlagen ist geringer. Für PT Praxen weis ich es jetzt nicht aufs Prozent, aber der Durchschnitt für deutsche Entrepreneure liegt bei 31 % Erfolgswahrscheinlichkeit. Für den Streamer würde das bedeuten jeder dritte Streamer wird zum Geldregen – nein. Ich schätze die Zahl liegt irgend wo im 0,x % Bereich.

Multiplizierst du deine Kosten mit deiner Wahrscheinlichkeit und die deren Kosten mit deren Wahrscheinlichkeit, so relativiert sich dein Bild direkt. Und vor allem: deine Opportunitätskosten sind viel geringer. Wenn deine Praxis nach 3 Jahren platzt, ok – dumm gelaufen. Insolvenzantrag und die Sache ist rum. Dann warst du eben 3 Jahre Selbstständig, hast Erfahrungen gesammelt und im besten Fall ein gutes Netzwerk aufgebaut. Wenn der Streamer nach 2 oder 3 Jahren aufgibt, hat er garnichts. Was haben sie die letzten Jahre gemacht? Naja.. ich .. ehh .. hab auf Twitch Computerspiele gestreamt. Außer einer Lücke im Lebenslauf hast du dabei nichts gewonnen.

Das sind einfach total unterschiedliche Welten.

Sarakin
Sarakin
7 Monate zuvor

Wie sieht der Vergleich mit jemandem aus der ein Produkt entwickelt, kosten 50.000 oder mehr, Herstellungskosten, Materialkosten, Lagerkosten, Warenkosten…das kann gut und gerne schnell über 100.000 Taler gehen.

Wenn das nicht läuft hast du halt Schulden von 150.000 oder mehr. Jetzt könnte man sagen, machst Privatinsolvenz und gut, aber diese Frage muss sich ein Streamer gar nicht erst stellen.

Es sind wie du sagst, einfach total unterschiedliche Welten. Das eine ist ein schlechter Lebenslauf, das andere Existenz bedrohlich.

Insane
Insane
7 Monate zuvor

Also die wenigstens Menschen dürften einen Produktionsbetrieb, im Alleingang ohne Personal und in Eingenfinazierung aus dem Boden stampfen. Was soll das sein? Omas gehäkelte Baumwollpullover?

Ansonsten vergleichst du jetzt einen kleinen Rahmen mit einem großen Rahmen. Dann ist es wohl eher ein sehr großer Youtuber mit mehren Angestellten, eigenem Büro, einem Studio und so weiter.

Im Digitalgewerbe hast du halt immer hohe Eigenkapitalrenditen, da du in der Regel nur überschaubare Investitionskosten hast. Allerdings hast du halt auch nichts in der Hand. Im produzierenden Gewerbe hast du ja meist ein USP, Patente oder irgend was – das man dir nicht einfach nachbauen kann. Es kann also nicht jeder Hinz und Kunz in dein Gewerbe kommen und ohne Aufwand und ohne Investition dein Geschäft stilllegen. Im digitalen geht das recht fix. So ziemlich alles lässt sich kopieren und das mit geringsten Aufwand.

Nachtrag… das Wichtigste habe ich natürlich vergessen. In der realen Welt, wenn ich Dienstleistung anbiete oder Produkte produziere, ist immer noch Platz für einen Zweit- und Drittbesten. Wenn meine Lieblings Eisdiele so beliebt ist, dass ich 20 Minuten Schlage stehen muss, kann ich auch zur zweitbesten Diele gehen, wo das Eis fast genau so gut schmeckt, aber ich sofort ran komme.

Im Digitalen gibt es keinen Bedarf für einen Zweitbesten, da es die Limitierung von Produkten oder räumlichen Ressourcen nicht gibt. Der Konkurrenzdruck ist also auch ein ganz anderer.

Sarakin
Sarakin
7 Monate zuvor

Wir entfernen uns immer mehr vom eigentlichen Thema. Ich diskutiere das ganze gerne weiter mit dir aus aber was ich eigentlich meine, ist das der Typ im Artikel eigentlich nur jammert auf hohem Niveau. Jeder Unternehmer der erfolgreich ist, hat oft auf dem Weg dahin, wenig bis keine Zeit für soziale Kontakte.

Und wie gesagt ich empfinde das Risiko eines Streamers vergleichsweise gering gegenüber jemandem der mit einem Online Shop startet.

Der hat nicht Ninja und Co als Konkurrent sondern Amazon und Co als Konkurrent.

Und wenn ich mich nicht ganz täusche, dann macht Jeff Bezos etwas mehr Geld als ein Ninja.

Insane
Insane
7 Monate zuvor

Aber genau das ist meine Aussage. Vielleicht hast du den Nachtrag nicht gelesen. In der Regel ist da kein Platz für noch einen Ninja. Aber je nach Lage und Stadt gibt es Platz für alles mögliche – aus den oben genannten Gründen.

Und wie du das Empfindest, liegt ja an dir. Aber objektiv kann man niemanden empfehlen Streamer zu werden. Freiberuflicher Physiotherapeut aber schon. Und warum? Richtig, sein Risiko ist eben höher, aus den genannten Gründen. Oder würdest du deinem Kind empfehlen Streamer zu werden?

Und du hast vollkommen recht, das geht jedem so. Und jeder Gründer den ich kenne, inklusive mir selbst, hat irgend wann mal darüber gemault. Wieso sollte man das auch nicht dürfen? Angestellte maulen über ihr Kollegen oder Vorgesetzte, Gründer über ihre Angestellten und ihr bisschen Freizeit und der Streamer halt über seine Einsamkeit. Ist doch ok, oder nicht?

Sarakin
Sarakin
7 Monate zuvor

Hatte deinen Nachtrag nicht gelesen sorry. Da hast du schon recht, es gibt kaum Platz für einen zweiten Ninja, aber es gibt auch kaum Platz für ein zweites Amazon.

Das die Praxen gut laufen auf Grund der hohen Nachfrage ist klar. Aber wenn mich jemand fragen würde ob er mit es mit dem Streamen oder mit einem Online Shop versuchen sollte, dann würde ich auf Grund meiner Erkenntnisse ihn raten es lieber mit dem streamen zu versuchen, weil es eben vergleichsweise geringe Ausgaben sind gegenüber derer eines eigenen Shops.

Die Erfolgschancen sind bei beiden relativ gering den man muss sich bei beidem mit großen Konkurrenten messen. Aber was die finanziellen Mittel angehen, braucht man beim Streaming einfach wesentlich weniger.

Edit: sich darüber zu beschweren das die sozialen Kontakte flöten gehen ist mehr als verständlich, aber nach der ganzen Zeit in der er das ganze betreibt, fällt es ihm erst jetzt auf? Das ist für mich schon etwas unverständlich.

Insane
Insane
7 Monate zuvor

Weil du immer nur an die offensichtlichen Kosten denkst. ^^
Und die Eröffnung eines Webshops ist wahrscheinlicher erfolgreich als das Streamen. Ich meine, das kann man ja ausrechnen… google mal wie viele Streamer es gibt und setzt das in Relation zu denen, die davon hauptberuflich gut leben können.

Ich hatte erst vor ein paar Monaten ein Projekt für die Einführung eines Shops für eine Töpferei.

Sarakin
Sarakin
7 Monate zuvor

Welche Kosten hat ein Streamer am Anfang?

Insane
Insane
7 Monate zuvor

Ich habe es bereits aufgezählt. Es gibt noch mehr Kosten als Investitionskosten.

Sarakin
Sarakin
7 Monate zuvor

Ja diese hat jeder Unternehmer auch plus eben wesentlich höhere Investitionskosten.

Insane
Insane
7 Monate zuvor

Ja aber sie fallen unterschiedlich aus.

Mal eine stark vereinfachte Modellrechnung, in der du erst eine Praxis eröffnest und dann quasi in der Zeit zurückreist und statt eine Praxis zu eröffnen Streamer wirst:

Du eröffnest eine Praxis. Mit Miete, Einrichtung und so weiter entstehen dir Fix- und variable Kosten. Die Einnahmen sind okay, aber langfristig reicht es nicht aus. Nach zwei Jahren machst du dicht. Unterm Strich hast du ein Minus von 25.000 Geldeinheiten. Allerdings hast du ein paar treue Stammkunden gewonnen und bist im Rahmen deiner Selbstständigkeit öfters auf Kongressen gewesen. Dort hast du ein kleines Netzwerk aufgebaut. Einer dieser Kontakte ist interessiert an dir. Er kennt deine Arbeit schon und weis das du gut bist. Außerdem bringst du ein paar Kunden mit. Du bekommst eine neue Stelle und dein Verdienst ist mit 60.00 GE pro Jahr ganz gut.

Der Streamer hatte nur ein paar GE in sein Projekt investiert. Als er nach zwei Jahren erfolglos aufgibt, hat er so gut wie keine Verluste, außer seiner Würde. Er bewirbt sich schon eine weile, aber es ist schwer in seinem alten Job Fuß zu fassen. Es fällt ihm schwer die riesige Lücke in seinem Lebenslauf zu erklären oder zu Kaschieren. Am Ende gibt er erneut auf und nimmt einen schlechteren Beruf an. Sein verdienst ist nicht so gut: 35.000 GE. Außerdem ist er unzufrieden mit seinem Leben.

Das heißt der Unterschied im Verdienst beträgt 25.000 GE pro Jahr, angenommen, er hätte die gleichen Voraussetzungen gehabt und hätte auch 60.000 GE verdienen können, wenn er seinen Beruf behalten hätte und nicht Streamer geworden wäre.

Angenommen der Zustand bleibt in beiden Szenarien 3 Jahre so erhalten – danach werden die Karten neu gemischt – so hat ihn das Streamen 75.000 GE gekostet. Also ist die Differenz, durch die 25.000 GE Minus, 50.000 GE.

Sarakin
Sarakin
7 Monate zuvor

Häng dich doch nicht an den Praxen auf, das waren meine Anfangsjahre, mit meinen Online Shops ist wesentlich mehr Geld drin.

Wenn wir nun das von dir beschriebene Szenario nehmen und streamen mit nem eigenen online shop vergleichen, dann kommen wir zum selben Ergebnis wenn das ganze in die Hose geht.

Mit dem Nachteil, dass der Betreiber des Shops wesentlich mehr Ausgaben hatte.

Man könnte auch ein Projekt starten, nächstes Jahr, in Q4 hab ich jetzt noch einiges zu tun.

Aber machen wir das ganze so, ich starte mit streaming und du startest einen online shop, nach einem Monat ziehen wir Bilanz, wer hatte mehr Ausgaben…

Tebo
Tebo
7 Monate zuvor

Genau!

Und ganz wichtig: Wer steht schlechter da, nachdem es den Bach runter ging? Der Streamer mit dem verletzten Stolz der am nächsten Tag weitermachen kann als wäre nichts geschehen oder der Unternehmer mit 100+ Tsd Schulden bzw Privatinsolvenz die sich über 6 Jahre zieht, bei der Du jedes Butterbrot begründen darfst, was Du mehr isst.

Du hast recht. Deine Last die Du trägst ist deutlich höher, während Du aber keine Chance auf 8 Mio Jahreseinkommen hast (siehe Ninja)

Insane
Insane
7 Monate zuvor

Wie gesagt, dann vergleichst du unterschiedliche Dimensionen miteinander. O ich jetzt Streamer werde oder überspitzt sage einen Weltkonzern gründe, ist nicht der gleiche Rahmen. Genau so wie es ein Unterschied ist als Freiberufler anzufangen oder einen Konzern zu gründen.

Wenn, dann sollte man schon gleiche Dimensionen miteinander vergleichen.

Sarakin
Sarakin
7 Monate zuvor

Also meiner Meinung nach, vergleiche ich schon gleiche Dimensionen miteinander.

Es geht keiner zum Gewerbeamt und sagt, ich möchte einen Weltkonzern gründen. Viele werden mit einem Kleingewerbe anfangen.

Das sind im Grunde die selben Voraussetzungen die ein Streamer hat.

Als Beispiel war es vor einigen Jahren noch ganz gut machbar über beispielsweise Dropshipping in den Markt einzusteigen. Die Kosten sind hierbei auch überschaubar, aber trotzdem höher als die eines Streamers.

Zusätzlich kommen die Risiken dazu, wenn hier das Retourenhandling nicht stimmt, sitzt man schnell auf nem Berg voller Ware, die man selbst zahlen muss. Rechtssicherheit…der Shop muss abmahnsicher gestaltet sein, das sind alles Kosten und Probleme die ein Streamer nicht wirklich hat.

Wie gesagt ich spreche von dem Anfang zum starten in das Business. Da kann man diese zwei Dinge sehr wohl miteinander vergleichen.

Insane
Insane
7 Monate zuvor

Dann ignorierst du aber eine Seite komplett. Das ist alles richtig was du aufzählst. Wenn du dieses Risiko aber nicht stemmen kannst, weil deine Kapitaldecke zu klein ist, du dich nicht Auskennst, die Logistik nicht hin bekommst, dann hättest du von vorherein kein Shop aufmachen sollen. Das ist Scheitern mit Ansage.

Ein Streamer, der das in Vollzeit und Gewerblich macht – geht eben Risiken anderer Natur ein. Ich habe schon die Opportunitätskosten erklärt, die extremhohe Fehlschlagwahrscheinlichkeit und dazu kommt noch mehr.

In Deutschland brauchst du zum Beispiel eine Rundfunklizenz. Um eine Rundfunklizenz zu bekommen, brauchst du schon mal einen Jugendschutzbeauftragten. Außerdem kostet die Lizenz – je nach dem Umfang mehrere tausend Euro. Den Anwalt, den ich vermutlich brauche mal nicht mitgerechnet. Eventuell hast du noch ein Team im Rücken, so wie dass einige haben – die wollen auch alle Geld. Dort gehst du also auch Verpflichtungen ein. Auch ein Streamer kann nicht machen was er will. Siehe Monte, der schon oft rechtliche Schwierigkeiten aus der Streamer Tätigkeit hatte. Auch das musst du Einhalten – weil du auf Rechtssicherheit verwiesen hattest .

Ich sagte nicht, dass man das nicht vergleichen kann. Man kann alles vergleichen und dann die Unterschiede herausarbeiten. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass du unterschiedliche Dimensionen miteinander vergleichst.

Ich kann aus dem Stand, solange ich die Mittel dazu habe, ein bundesweit operierendes Unternehmen aus dem Boden stampfen. Keine Notwendigkeit dafür klein anzufangen. Jedes StartUp ist so ausgelegt.

Oder ich kann eine Kleinunternehmen starten, in dem nur ich und vielleicht zwei Hilfskräfte arbeiten und ich regional… keine Ahnung Steuerberatung vornehme. Die ursprüngliche Aussage, die uns hier her führte, war, dass Vollzeit-Erwerbsstreamer zu werden nicht weniger Riskant ist, als ein Kleinunternehmen zu gründen.

Klar, jetzt kann ich mir irgend ein Unternehmen ausdenken und immer mehr Risiken aufladen mit irgend welchen Beträgen von hunderttausende von Euro wie Tebo, dann stimmt natürlich die Relation nicht mehr und die Aussage trift nicht mehr zu. Aber das war auch nicht Bestandteil des Ursprünglichen Szenarios.

Tebo
Tebo
7 Monate zuvor

Da hab ich aber lieber ne Lücke im Lebenslauf – bin dafür aber schuldenfrei und hab keine Insolvenz angemeldet.

Ja es sind zwei verschiedene Welten. Ein Streamer riskiert so gut wie nichts, jemand der eine Praxis mit 100 Tsd Euro in den Sand setzt, bekommt nachher noch nicht einmal einen Handyvertrag. Da hilft mir auch die niedrigere Wahrscheinlichkeit zu scheitern nicht. Wenn beide Seiten Scheitern, steht der „echte“ Unternehmer deutlich schlechter da!

Desweiteren vergisst Du weitere Gefahren wie bspw evtl. Regressansprüche bspw. Behandlungsfehler einer Praxis. Der Patient kann dann nicht nur 6 Wochen nicht laufen sondern 12 weil Du falsch zugepackt hast. Dann wird geklagt und es geht rund. Hat der Streamer alles nicht.

Zum Thema Opornität: Dadurch das die Physio Praxen so stark ausgelastet sind, müssen sie vielen Patienten absagen. Auch dort kein Vorteil des „echten“ Unternehmers.

Zusammengefasst: Ein Streamer hat abgesehen von den doch umfangreichen Arbeitszeiten, kaum was wirklich existenzgefährdendes. Ausser seiner Ehre verliert er nichts, der andere seine komplette Existenz.

Insane
Insane
7 Monate zuvor

Ich habe es schon weiter unten geschrieben: du vergleichst unterschiedliche Dimensionen miteinander. Ob ich jetzt Streamer werde oder überspitzt sage einen Weltkonzern gründe, ist nicht der gleiche Rahmen. Genau so wie es ein Unterschied ist als Freiberufler anzufangen oder einen Konzern zu gründen.

Wenn, dann sollte man schon gleiche Dimensionen miteinander vergleichen.

Und ich weis nicht genau, ob dir klar ist wie eine Insolvenz funktioniert…. das hängt ja auch stark von der Rechtsform ab. Und es gibt einen erheblichen Unterschied, ob ich eine Privatinsolvenz anmelde oder für ein Unternehmen – im Besten Fall noch für eine Kapitalgesellschaft. Wenn ich genug Kapital habe um 100.000 € in die Ausstattung zu stecken, kann ich auch eine GmbH gründen und alles was du aufgezählt hast ist hinfällig, es sei denn ich betreibe Insolvenzverschleppung oder Betrug. (Als Physiotherapeut.. bei Ärzten sieht das noch mal anders aus)

Zum Thema Behandlungsfehler: § 11 Arzthaftpflichtversicherung. Ärtzte müssen eine Berufshaftpflicht abschließen, die für Behandlungsfehler aufkommen. Ich musste auch eine Abschließen. 1,2 Millionen € pro Fall und 3 Millionen Insgesamt Deckungssumme.

Und ich glaube du hast die Opportunität falsch verstanden. Das hat damit überhaupt nichts zutun. Abgesehen davon, dass mein Kommentar bzgl. zweitbester und drittbester sich nicht darauf bezieht, dass das Unternehmen freie Kapazitäten hat sondern, das es systematisch vorhanden ist, im Gegenfall aber nicht. Und vor allem: wenn du so viele Patienten hast, das du voll ausgelastet bis, wo ist dann das Problem?
Für deinen Mitbewerber würde es zutreffen. Da du voll bist, gibt es einen weiteren Platz für noch eine Praxis.

Zusammengefasst: da fehlten dir wohl einige Infos. ^^

Nach dem ich 4x Mal als Gründer in Unternehmensgründungen beteiligt war und selbst in einem Fintech StartUp arbeite, habe ich mittlerweile eine relativ guten Einblick darin, was gründen in Deutschland bedeutet.

Tebo
Tebo
7 Monate zuvor

Ja es sind 2 Welten. Trotzdem vergleichst Du´s und stellst es als furchtbar einfach hin, eine solche Praxis zu eröffnen, da man nach einer Insolvenz ja keine Probleme mehr hat. Und darauf sage ich klar: „Nein“ – genau wie Sarakin. Evtl fehlen hier mal Dir einige Infos was die Folgen einer Insolvenz betrifft?!

Für mich hat es übrigens damals sehr wohl einen Unterschied gemacht, ob wir nun wie in unserem Fall 60 Tsd in ein neues Unternehmen investieren oder 110 Tsd wegen einer GmbH. Das hast Du dort wieder lapidar einfach hingestellt. Ist es aber nicht! Und brauch ein Streamer auch nicht.

Frag doch nachher mit einer GmbH mal bei einer Bank nach, welche Kredite sie Dir gibt?! Ganz spannendes Thema

Da wir zu sehr vom Thema abschweifen, hier meine Zusammenfassung, damit ist es für mich auch erledigt:

Es ist gut das es Streamer gibt. Ich nutze sie auch um mich vorab über Spiele zu informieren. Jedoch hat fast kein Beruf so geringe Einstiegshürden bzgl. Voraussetzungen wie Ausbildung, Versicherungen, Startkapital, Folgekosten…. Außerdem trägt ein Streamer keinerlei Verantwortung für Dritte und wenn es nicht klappt mit der Karriere, ist es dort auch nicht so tragisch, ganz im Gegensatz zur klassischen Unternehmensgründung inkl. Schuldenberg nachher oder hohe Kosten vorab (Gründung GmbH). Und das war auch Sarakins Aussage, welche ich stütze.

Insane
Insane
7 Monate zuvor

Wo steht, dass man danach keine Probleme mehr hat? Ich sagte, dann kannst du an das Unternehmen einen Haken machen. Und noch mal: Unterscheide zwischen Privatinsolvenz und Unternehmensinsolvenz.

Und vielleicht an der Stelle noch mal der Hinweis: Privatinsolvenz meldest du sowieso nicht einfach so an. Das ist eine Ultima Ratio … wenn so soweit ist, dann muss vorher schon einiges schief gegangen sein. Das klingt eher so, als hätte von vornherein besser nicht gründen sollen. Was sicherlich auch auf viele Gründer zutrifft. Nicht umsonst ist die Anzahl der erfolgreichen Gründungen innerhalb von 5 Jahren um mehr als 10 % gesunken.

Wie kommst du auf den Trichter, dass du für die Gründung einer GmbH 50.000 € mehr brauchst als für ein anderes Unternehmen. Kannst du mir das mal bitte vorrechnen?

Von meinen vier Unternehmen sind 2 GmbH. Da bin ich echt mal gespannt was da jetzt kommt. Über Banken brauchst du mir nichts erzählen, ich habe mehrere Jahre in einer Bank gearbeitet und arbeite als Produktmanager in einem Fintech StartUp ein Bank wink

Na wenn du das so siehst und deine Kinder irgend wann mal Entrepreneure werden wollen kannst du ihnen raten: Nein! Werdet lieber Streamer! Da verdient ihr mehr und euer Risiko ist kleiner!

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
7 Monate zuvor

Das ist schon alles richtig.

Insane sagt ja nur: Wenn er seinen „gut bezahlten“ Job aufgeben würde, um Streamer zu werden, würde er auch ein enormes Risiko eingehen.

Streaming ist für die Leute attraktiver, die keinen ohnehin schon gut bezahlten Job mit gutem Stundenlohn haben. Darauf will Insane hinaus.

Ich denke dein Hinweis ist schon sehr wertvoll. Gibt ja echt oft das Beispiel, dass Leute sich mit eigenen Geschäften/Restaurants übernehmen und dann nicht nur kein Geld verdienen, sondern mit einer Menge Schulden dastehen.

Kendrick Young
Kendrick Young
7 Monate zuvor

weißt du wieso so streamer wie montanablack soviel verdienen? nicht weil sie nur zocken, sondern weil sie geld ausgeben und zocken, von den wie du meinst 50-60k im Monat geht auch ein haufen drauf nur damit er die leute unterhält, da was aufladen udn da was aufladen etc. Alleine was er z.b. zurzeit in fifa20 reingebuttert hat unglaublich razz

Tebo
Tebo
7 Monate zuvor

Naja, wenn er tatsächlich 55 tsd bekommt, müsste er ja, um wie ein Normalo zu verdienen 52 tsd in fifa Packs investieren. Und das jeden Monat. Das wären ~ 600.000 Euro im Jahr.
Tut er das?

Also Ausgaben sind bei Streamern schon sehr überschaubar.

BigFreeze25
BigFreeze25
7 Monate zuvor

Die von denen du da redest…das sind im deutschprachigen Raum vielleicht 10 Leute. Der Rest an nur halbwegs erfolgreichen Vollzeit-Streamern wird froh sein, wenn er die 35k erreicht…

Nookiezilla
Nookiezilla
7 Monate zuvor

Und dann gibt es mich, 180h Arbeitszeit, mit Fahrtweg 216h grin

Comp4ny
Comp4ny
7 Monate zuvor

Dazu kommt der „Es kann immer mehr sein“-Effekt: Streamer glauben, sie könnten ihren Kanal nur ausbauen, wenn sie maximal arbeiten und ständig auf Sendung sind, sonst verlieren sie den Anschluss. Zuschauer vergessen den Kanal und wenden sich in ihrer Freizeit der Konkurrenz zu.

Ich habe 2013 dies Zeit innerhalb von 3 Monaten heftig ausgeschöpft. Ich hatte teilweise nur 2-4 Stunden Schlaf gehabt bevor es wieder auf Sendung ging & später perma am Stream zu arbeiten offline.
Heute bin ich davon immer noch geschädigt aus Angst wieder in diese Falle zu laufen wenn ich wieder aktiv bin.

Wichtiger ist eine aktive Präsenz zu haben, eine Regelmäßigkeit nach eigenen Vorgaben. Fängt man aber an jeden Tag 12 Stunden zu streamen, dann erwarten die Zuschauer auch genau das. SIE ERWARTEN es. Und genau das ist das Problem. Hält man dann diese Erwartung nicht ein, verliert man kürzester Zeit diese Zuschauer… dann passiert nämlich genau das:

Zuschauer vergessen den Kanal und wenden sich in ihrer Freizeit der Konkurrenz zu.

Und genau das will man als Streamer natürlich vermeiden. Es ist ein zweiseitiges Schwert eine Streamer zu sein. Man will alle Glücklich machen, jeden bedienen… und vergisst dabei oft das wichtigste. Sein Leben abseits vom Streamen. Man ignoriert die Körperlichen Anzeichen… man puscht sich „irgendwie“ dass man den Druck & die Erwartung erfüllen kann. — Ich kannte mal einen Streamer der hatte mit Drogen nichts zu tun. Bis er mit Streaming angefangen hat… Kokain & andere Substanzen die Wach & Munter halten.

Deswegen habe ich auch keinen Zeit- / Sendeplan mehr & empfehle auch keinen. Man bindet sich damit selber an Zeiten online sein zu MÜSSEN… und hält man diese Zeit nicht ein, dann fällt man in Ungnade & Ungläubigkeit… und verliert wieder unter Umständen viel.

Sven Huber
7 Monate zuvor

… und ich hab kein bisschen Mitleid denn dass sind (i.d.R.) erwachsene Menschen und keiner zwingt sie. Also gilt in meinen Augen: heul leise

KnopfChaos
KnopfChaos
7 Monate zuvor

Finde die Aussagen die hier zitiert wurden völlig legitim. Er erzählt doch nur davon wie das für ihn ist. Er sagt ja nicht twitch ruiniert sein leben und die sind schuld. Daher verstehe ich nicht, warum man hier kritisieren muss. Interessiert sicherlich einige, wie das so ist. Hat ja auch einige Fans der her. Wenn man sich Tag ein Tag aus den gleichen Leuten präsentiert, ist es doch ok, denen auch mal was persönliches zu erzählen.

Steffen
Steffen
7 Monate zuvor

Ein Vollzeitstreamer ist Selbstständig.
Selbstständig setzt sich aus zwei Wörtern zusammen.
Selbst und ständig.
Nur bezweifeln ich ob du das schon verstehst.

Sven Huber
7 Monate zuvor

Da mach dir mal keine Sorgen, ich bin wohl näher an der Rente an die meisten hier ????
Bleibt aber dabei, erwachsener Mensch, hat such den Job selber gewählt und wird nicht gezwungen, also darf er sich auch nicht beschweren.

Insane
Insane
7 Monate zuvor

Also sollte generell keiner, der selbst den Job gewählt hat – also so ziemlich jeder in Deutschland – mal etwas schwerer Ausatmen, wenn er an seinen Job denkt? Denn er wurde ja nicht mit der Waffe dazu gezwungen?

Insane
Insane
7 Monate zuvor

Wer wollte denn dein Mitleid?

Sarakin
Sarakin
7 Monate zuvor

Wenn man erfolgreich sein möchte, muss man auch was dafür tun? Das ist ja was ganz neues.

Alzucard
7 Monate zuvor

Vollzeit streamer ist viel viel arbeit. Man kann es nur machen, wenn man so etwas wirklich mag. Noch schlimmer ist eigentlich nur pro gamer. Die sind teilweise genauso ausgebrannt wie vollzeit streamer.

Streamer haben das Problem, das der Markt mehr als umkämpft ist.

Sarakin
Sarakin
7 Monate zuvor

Welcher Markt, ist heute noch Konkurrenzlos oder nicht stark umkämpft? Das trifft doch auf alles zu.

Comp4ny
Comp4ny
7 Monate zuvor

Bei der menge an Streamern auf Twitch, kommen Plattformen wie Mixer gerade richtig… man kann sich damit entlasten. Ruhiger & ohne großen Konkurrenzdruck streamen.

LIGHTNING
7 Monate zuvor

????
Wenn 3% aller Zuschauer auf Mixer sind, dann sind es auch ca. 3% aller Streamer. Ergo teilen sich dort halt 3.000 Leute 30.000 Zuschauer und auf Twitch 97.000 Leute 970.000 Zuschauer.

Das ändert für einen persönlich aber gar nischt. grin

Alzucard
7 Monate zuvor

sag ichs mal anders es ist sehr schwer sich als streamer von der masse abzuheben.

Alzucard
7 Monate zuvor

Als computerspiel ist das einfacher

LIGHTNING
7 Monate zuvor

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Tebo
Tebo
7 Monate zuvor

Allgemein Handwerker. Tischler, Maurer, Fliesenleger…
Die können sich nicht retten vor Aufträgen und schicken „kleinere Kunden“ sogar zur Konkurrenz, weil sie anderswo mehr verdienen können.

Das Startkapital für einen Streamer ist da auch deutlich geringer. Aber dadurch das jeder meint der kann das ja, ist die Konkurrenz gewaltig.

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