Ein Streamer will auf Twitch beweisen, dass es die „Elo-Hölle“ in Counter-Strike 2 nicht gibt. Nachdem er 68 Matches in 2 Tagen gewann, wird er des Cheatens beschuldigt.
Um wen geht es? Der Streamer Josiah „JoJo“ Jimenez (24) hat sich auf Twitch einer besonderen Herausforderung gestellt. Er wollte beweisen, dass es die sogenannte „Elo-Hölle“ in Counter-Strike 2 nicht gibt.
JoJo ist semi-professioneller Counter-Strike-Spieler, der in seiner Laufbahn für verschiedene Teams an unterschiedlichen Wettbewerben- und Qualifikationsturnieren teilgenommen hat. Auf diese Weise verdiente der 24-Jährige rund 5.600 US-Dollar (via Liquipedia).
Streamer erspielt 20.000 Elo in 49 Stunden
Was genau war das für eine Herausforderung? In kompetitiven Videospielen wird oftmals von der sogenannten Elo-Hölle gesprochen. Damit beschreiben Spieler, dass sie beispielsweise aufgrund schlechter Mitspieler auf einem Rang feststecken, der unterhalb ihres angeblichen Könnens liegt.
JoJo wollte in einem Speedrun beweisen, dass es diese Elo-Hölle in Counter-Strike 2 nicht gibt und er sich solo auf 20.000 Elo im Premier-Matchmaking hochspielen kann – angefangen vom niedrigsten Rang des Spiels. Dieser Herausforderung stellte er sich live in einem Stream auf Twitch, der erst enden durfte, wenn das Ziel erreicht ist.
Um anderen Spielern nicht auf dem Weg zum niedrigsten Rang ihre Matches zu ruinieren, spielte er sich zuvor mit 4 Freunden in einem vollständigen 5er-Trupp nach unten. Den Weg nach oben stellte er sich jedoch allein.
So lief die Herausforderung: JoJo schaffte die Herausforderung. Er gewann innerhalb von 49 Stunden starke 68 von insgesamt 74 gespielten Matches. Dabei erreichte er eine K/D von 2,4 und eine aufgerundete Siegrate von 92 %. Nach seinem finalen Sieg zeigte er sich erschöpft und freute sich, etwas Schlaf nachzuholen.
Gamer sind überzeugt, das geht nur mit Cheats
Wie reagierte die Community: Ein Teil der Community reagierte mit Skepsis und Kritik. Einige Spieler sind überzeugt, diese Siegrate sei solo nur mit Cheats möglich, andere glauben, er muss Glück mit seinen zufälligen Mitspielern gehabt haben oder war einfach nicht solo.
- „Der Typ ist ein offensichtlicher Cheater.“ – via X
- „Wenn er das solo gemacht hat, ist er ein Cheater.“ – via X
- „Am cheaten oder hat mit Freunden gespielt, war definitiv nicht solo.“ – via X
Einige kritisieren zudem, dass er während der Herausforderung anderen Spielern den Spaß ruiniert habe, weil er auf seinem Weg nach oben gegen Spieler gespielt habe, die deutlich unter seinem Niveau sind.
Es gibt aber auch Kommentare, die ihm den Erfolg glauben und die 20.000 Elo nicht viel finden. JoJo selbst sagte auf unsere Nachfrage zu den Cheating-Vorwürfen: „Wenn Leute denken, dass man Cheats benötigt, um auf 20k Elo zu kommen, sind sie schrecklich.“
Die Community von Counter-Strike bringt immer wieder interessante Geschichten hervor. Wir haben auf MeinMMO etwa von einem Spieler berichtet, der CS2 nach einem Schlaganfall mit nur einer Hand zockt. Er macht alles im Spiel mit der Maus: Gamer kann nur noch eine Hand bewegen, findet trotzdem einen Weg, Counter-Strike 2 auf Steam zu zocken
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Nennt man das nicht heutzutage im Fach-Jargon “smurfen”? Nur, dass er nicht extra einen neuen Account erstellt hat, sondern einfach seinen eigenen vorher runter gespielt hat. Und genau wegen smurfs gibt es doch die sogenannte Elo-Hölle in E-Sport Games, weil die Profis weit unter ihrem eigenen Niveau gegen Noobs spielen und diese dadurch auf ihren niedrigen Rängen gefangen bleiben weil sie nur ab und zu im guten Team landen, oft genug aber eben genau gegen diese guten Spieler spielen müssen.
Also er wird trotzdem gut sein, keine Frage, aber das ist doch dann normal dass er krass wirkt, wenn er vorher immer gegen Profis gespielt.
Naja, in CS2 sind 20k Elo = Top 5,6% weltweit, das ist schon nicht schlecht. Das mal eben an einem Tag machen ist schon stark, vorallem wenn es 74 Matches waren. Aber ob er gecheated hat…. schwer zu sagen ohne sich die Demos mal anzusehen, aber erstmal würde ich denken, dass das legitim ist.
Ich habe mir einen Teil des Streams angeschaut, bevor ich den Artikel geschrieben habe, weil ich die Story nicht geschrieben hätte, wenn er jetzt offensichtlich cheaten würde – und ich fand, das sah legitim aus. Er hat auch mal daneben geschossen oder andere Mini-Fehler gemacht, die menschlich sind.
Erfahrene Shooter-Spieler wissen natürlich, dass man sich da in Games wie CS, R6S oder Warzone nie sicher sein kann, aber für mich sah das Gameplay nach einem normalen guten Spieler aus.
Man muss das auch so sehen. Wie oben Vulperabeste erwähnt hat, bedeuten 20K Elo, dass er sich unter den ca. 5% besten CS2 Spielern befindet was bei einer Playerbase von ca. 2 Mio immernoch eine Gruppe von gut 100K Spielern bedeutet.
Wieso sollte das für einen guten Spieler nur mit Cheats möglich sein?
Wenn er sich jetzt unter die Top 1000 gespielt hätte könnte man stutzig werden aber so sieht das eher nach Missgunst und Neid aus^^.
Ich habe auch sein Profil getrackt. Er ist normalerweise auf 29-30k Elo unterwegs, wenn ich es noch richtig im Kopf habe. Da sind die 20k für die Challenge echt keine große Herausforderung für ihn.