Der Speicherkrise verändert gerade völlig, wie Geräte hergestellt werden: Speicher macht wohl mittlerweile 60 % der Materialkosten aus

Titelbild Arbeitsspeicher RAM Nahansicht

Arbeitsspeicher, SSDs und HDDs werden immer teurer und belasten vor allem neue Geräte. Hersteller suchen mittlerweile Lösungen oder gehen Kompromisse ein, um die hohen Kosten zu umgehen.

Die Speicherkrise betrifft vor allem kleine und günstige Hersteller. Berichten zufolge suchen viele Entwickler nach alternativen Lösungen, um die hohen Preise und die Lieferengpässe zu umgehen. Langfristig sind kleinere Hersteller deutlich stärker betroffen, da sie nicht auf lange und umfangreiche Lieferverträge wie die ganz großen Produzenten setzen können.

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Warum ist RAM so teuer? Die aktuelle Situation in 2 Minuten erklärt

Von neuen Mainboards über modulare Speicherlösungen

Das Magazin TomsHardware berichtet, dass Raymond van Eck, CEO des Herstellers Fairphone, erklärte, dass Speicher mittlerweile fast 60 % der Stückliste bei Smartphones ausmache. Das aktuelle Fairphone (Gen. 6+) kostet unverbindlich 649 Euro. 60 % davon wären immerhin fast 400 Euro, die dann nur der Speicher kosten würde.

Der Preis sei laut einiger Hersteller aber wohl derzeit noch das geringste Problem. Einem Bericht von Reuters zufolge sei die Verfügbarkeit die größere Sorge vieler Hersteller. Also überhaupt erst einmal an Chips heranzukommen, die man dann in den eigenen Geräten verbauen könne.

Die Lösungen der Hersteller sind ganz unterschiedlich: Einige Produzenten schließen lange, unkündbare Lieferverträge ab. Der finnische Smartphone-Hersteller Jolla hat zwei Mainboard-Versionen entwickelt, die es ermöglichen, zwischen kombinierten Paketen für diskrete Chips zu wechseln, was die Produktion flexibler machen soll. Der Laptop-Hersteller Framework setzt auf einen modularen Aufbau, sodass Käufer ihre alten Speichermodule weiterhin verbauen können.

Am Ende kommt es auch auf den Hersteller an, wie die Preise am Ende weitergegeben werden. So schreibt etwa Reuters: Framework passe die Preise schnell an, sobald die Kosten steigen, Jolla habe ein kostenpflichtiges Speicher-Upgrade eingeführt und Fairphone habe die Preise bisher noch nicht erhöht.

Wer sich gerade einen Gaming-PC kaufen oder seine alte Maschine aufrüsten will, muss tief in die Tasche greifen. Vor allem Arbeitsspeicher, der früher zu den günstigsten Bauteilen gehört hat, ist im Moment absurd teuer. Und das wird er wohl auch noch eine Weile bleiben, meinen Experten: RAM ist gerade unfassbar teuer, Marktforscher sind sich sicher: das bleibt auch noch eine Weile lang so

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