Sonys Anwälte behaupten: Wenn man digitale Spiele wirklich besitzen würde, dann könnte jedes Spiel nur ein einziges Mal gekauft werden

Sony wird im Staat Kalifornien verklagt. Die Kläger behaupten, Sony würde gegen ein Staatsgesetz verstoßen, wenn es um digitalen Besitz gehe. Die Anwälte des Unternehmens argumentieren, dass man mit „klaren und auffälligen“ Hinweisen arbeite, die nicht zu übersehen seien.

Was ist das für eine Klage? Gegen Sony läuft derzeit im US-Bundesstaat Kalifornien eine Sammelklage, in der behauptet wird, Sony verstoße gegen ein Gesetz, das digitale Shops dazu verpflichtet, klar zu erklären, dass Kunden beim Kauf digitaler Güter Lizenzen und keine tatsächlichen Produkte erwerben. Das Gesetz schreibt einen „klaren und auffälligen“ Hinweis auf die Art des Kaufs vor.

Dies geht aus einem Bericht von Game File (Paywall) hervor, der sich auf eine am 21. August 2026 von Sonys Anwälten beim Northern District of California eingereichte Klagebegründung beruft.

Video starten
In Deutschland gibt es über 400 USB-Sticks, die aus Wänden herausragen – Was ist das „Dead Drops“-Projekt?

Würde man digitale Spiele besitzen, könnte man weltweit nur ein Exemplar davon verkaufen

Was argumentieren die Anwälte? Sonys Anwälte argumentieren, dass sie gleich mehrfach darauf hinweisen würden, dass Personen die Spiele nicht besitzen, sondern nur eine Lizenz erwerben würden: zum einen in den Nutzungsbedingungen und zum anderen in der Software-Produktlizenzvereinbarung. Die Anwälte erklären, Sony würde das Gesetz daher „deutlich und auffällig“ erfüllen.

Sonys Anwälte argumentieren außerdem, dass, wenn man seine digitalen Spiele tatsächlich besitzen würde, nur ein einziges Exemplar davon verkauft werden könnte. So heißt es in der Schrift (via gamesradar.com):

Wäre dies der Fall, hätte der Kläger Edward Heycock das Spiel ‚Resident Evil Requiem‘ am 25. Februar 2026 nicht für 69,99 Dollar im PlayStation Store erwerben können, nachdem der Kläger Jason Mendoza ‚Resident Evil Requiem‘ bereits am 14. Februar 2026 erworben hatte, da Herr Mendoza und nicht Sony zu diesem Zeitpunkt Eigentümer des Spiels gewesen wäre.

In anderen Worten würde das aber auch bedeuten: Wenn man seine digitalen Spiele tatsächlich besitzen würde, könnte beispielsweise nur ein einziges Exemplar von GTA 6 jemals verkauft werden. Oder auch jedes andere digitale Spiel, welches es zu kaufen gäbe.

Die PS5 Pro ist derzeit so gefragt wie nie. Denn GTA 6 soll für die Pro-Konsole besonders gut optimiert sein. Selbst in Deutschland ist die Konsole mittlerweile großflächig ausverkauft. Was ihr dazu wissen solltet und wie es weitergeht, lest ihr auf MeinMMO: Wer für GTA 6 noch eine PS5 Pro braucht, sollte sich wappnen, denn nach der Netflix-Premiere steigen Preise und Lieferzeiten immens

Kommentare

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
0
Sag uns Deine Meinungx