Autorin eines Auto-Spiels auf Steam wirft Entwicklern vor, sie durch KI ersetzt zu haben, der CEO antwortet: „Hätte ich sie mal durch KI ersetzt“

Rideshare Stimulator Titel title

Aktuell spitzt sich ein Streit zwischen der Autorin Stella Sacco und dem Entwicklerstudio Saber Interactive zu einem Spiel auf Steam zu. Es gibt zahlreiche Vorwürfe zum Einsatz von KI und der Missachtung einer Vertragsklausel.

Was behauptet die Autorin? Schon im Dezember 2025 deutete Sacco auf Bluesky an, dass sie bei einem Projekt von Saber Interactive durch ChatGPTersetzt worden sei. 

Demnach hätte das Entwicklerstudio erkannt, dass es weniger Arbeit für alle wäre, wenn ChatGPT die Story schreiben würde. Außerdem hätten die Verantwortlichen behauptet, dass man die Nutzung von KI als Verkaufsargument promoten könne, da jeder Spieler KI liebe. 

Mittlerweile ist bekannt, welches Spiel sie gemeint hat. Im Rideshare Stimulator müssen Spieler ihre eigene Ride-Sharing-Firma aufbauen und dabei einzigartige Fahrgäste befördern. Ihr spielt also quasi einen Fahrdienstfahrer. 

Saccos Behauptung wiederholte sie passend zum Ankündigungstrailer des Spiels auf Bluesky. Sie fügte noch hinzu, dass die Stimmen aller Fahrgäste ebenfalls KI seien und dass Saber Interactive das nicht auf ihrer Steam-Seite zugeben würde. 

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Rideshare Stimulator versetzt euch in den Leiter eines Fahrdienstes

Saber Interactive weist Vorwürfe von sich

Wie reagiert das Entwicklerteam? Gegenüber PCGamer gab Saber Interactive ein Statement ab und wies alle Vorwürfe von sich. Keiner der Autoren soll durch KI ersetzt werden. Die gesamte Story soll von echten Menschen geschrieben worden sein. 

Doch bei einer Sache soll KI zum Einsatz gekommen sein:

Das Spiel wird außerdem einen experimentellen Freeride-Modus enthalten, der zwangsläufig KI einbezieht, da die Anzahl der Passagiere im Spiel unbegrenzt ist. Wir sind fest davon überzeugt, dass der Einsatz von KI-Tools dazu dient, das Spielerlebnis zu verbessern und das Verhalten der NPCs zu optimieren – so wie wir es seit der Gründung von Saber im Jahr 2001 tun. Während die Branche weiter schrumpft, stellt Saber weiterhin neue Mitarbeiter ein. Keiner unserer über 3.000 Mitarbeiter muss befürchten, durch KI ersetzt zu werden.

Doch damit nicht genug. Auch der CEO Matt Karch von Saber Interactive schaltete sich wohl mit einem Statement gegenüber This Week in Videogames ein. Er hätte die KI Claude überhaupt erst einmal fragen müssen, wer Stella Sacco sei, da er noch nie von ihr gehört habe. 

Außerdem hätte sie eine Verschwiegenheitsvereinbarung gebrochen, indem sie den geplanten KI-Einsatz vorzeitig enthüllte. Das Studio hätte nämlich geplant, die Steam-Seite zu aktualisieren, sobald das Feature fertiggestellt ist.

Sie sei nicht durch ChatGPT, sondern durch jemand Talentierteres ersetzt und aus anderen Gründen gefeuert worden. Außerdem fügte er noch eine spitze Bemerkung hinzu:

Soweit ich das beurteilen kann, hat sie noch mehr Spaß an Kontroversen als ich. Im Nachhinein hätte ich sie ehrlich gesagt gerne durch eine KI ersetzt. Dann hätten wir es zumindest mit jemandem zu tun, der darauf programmiert ist, ehrlich zu sein.

Auf das Statement reagierte Sacco bereits auf Bluesky. Ihr zufolge seien abscheuliche Dinge über sie gesagt worden und sie denke, dass „es klar sein sollte, dass Karch so heftig ausfällt, weil er nicht wollte, dass Leute erfahren, dass im Spiel KI zum Einsatz kommt“.

Was haltet ihr von dem Streit? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. 

Saber Interactive ist zudem der Entwickler von Space Marines 2. In einem neuen Update müsst ihr gegen eine neue Art von Gegnern antreten. Außerdem bekommt der Titel leichteren Mod-Zugang auf Steam: In Space Marine 2 müsst ihr jetzt gegen Chaos-Zauberer aus Warhammer 40.000 antreten, gegen die ihr laut Lore keine Chance hättet

Quelle(n):
  1. PCGamer
  2. Kotaku

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