Eine Psychologin erklärt das größte Problem der Gen Z und es ist nicht das, was ihr denkt

Frustrierte Frau am Laptop

Viele sagen, die Generation Z sei nicht belastbar. Eine Psychologin meint, dass der Vorwurf nicht stimme. Vielmehr haben junge Menschen ein viel größeres Problem, welches dazu führe, dass die Belastbarkeit sinke: Eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit.

Die Generation Z wird regelmäßig von verschiedenen Vorwürfen konfrontiert. Der bekannteste Vorwurf: Die jungen Leute seien nicht mehr so belastbar wie andere Generationen. Viele halten vor allem Stress für das größte Problem der Gen Z.

Eine Psychologin erklärte in einem Gespräch, dass das größte Problem der Gen Z tatsächlich etwas anderes ist: die fehlende Grenze zwischen Beruf und Privatleben.

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Psychologin warnt: Gen Z ist heute dauerhaft überall erreichbar

Was sagt sie genau? Kathleen Pike von der Columbia University widerspricht der verbreiteten Kritik, die Gen Z könne schlechter mit Stress umgehen. Das Gespräch findet ihr in Auszügen bei Business Insider.

Frühere Generationen hätten einfach den Vorteil gehabt, dass es weder Handys noch Internet gegeben habe und viele daher nach Feierabend schlicht nicht mehr erreichbar gewesen seien:

Als sie [die älteren Generationen] anfingen, war es eine völlig andere Welt.

Es wird viel darüber geschrieben, dass die Generation Z mehr Auszeiten nehmen muss und nicht die Belastbarkeit hat, um in bestimmten Arbeitskontexten durchzuhalten und sich zuverlässig durchzusetzen.

Vor 50 Jahren, als die leitenden Angestellten anfingen, fuhren sie mit dem Auto zur Arbeit, es gab kein Handy, kein Internet und kein Schnelllieferdienst.

Heute seien Arbeitnehmer dank Handy, E-Mails und digitalen Kanälen praktisch jederzeit erreichbar. Das führe zu hohem Stress und einer langfristigen Dauerbelastung.

Das zentrale Problem ist laut Pike daher nicht die mangelnde Belastbarkeit, die der Gen Z oft vorgeworfen wird, sondern dass Arbeit durch ständige Erreichbarkeit nicht mehr klar endet. Denn früher endete die Arbeit mit dem Weg nach Hause und die begrenzte Verfügbarkeit wurde automatisch eine Trennung zwischen Job und Freizeit.

Gen Z wehrt sich gegen dauerhafte Erreichbarkeit

Heute kann uns eine Nachricht immer und überall erreichen. Selbst abends oder am Wochenende. Dadurch verleibt der Kopf länger im „Arbeitsmodus“ und Erholung wird immer wieder unterbrochen und Stress kann sich nicht abbauen. Die Generation Z hat das gemerkt und versucht deshalb bewusst, diese verlorenen Grenzen wieder neu zu ziehen.

Junge Leute lehnen diese, von älteren Generationen vorgelebte, klassische „Always-On“-Mentalität ab. Deswegen verändert sie ihren Alltag: Die Generation Z hinterfragt eine unausgesprochene Regel, an die sich Arbeitnehmer seit Jahrzehnten halten

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